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Düsseldorf: Kriminalstatistik – starker Anstieg bei Straftaten


Raubdelikte nehmen um 57 Prozent zu
So sehr steigt die Zahl der Straftaten in Düsseldorf

Von t-online, gaa

03.04.2024Lesedauer: 3 Min.
imago 87844528Vergrößern des BildesEin Räuber greift nach der Tasche einer Frau (Symbolbild): Raubdelikte nahmen in Düsseldorf deutlich zu. (Quelle: AndreyPopov/imago-images-bilder)
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Die Polizei hat 2023 insgesamt 79.372 Straftaten gezählt. Die höhere Aufklärungsquote auf fast 50 Prozent dürfe nicht über teils deutliche Anstiege bei den Delikten hinwegtäuschen.

Die Gesamtzahl aller bekannt gewordenen Straftaten in Düsseldorf lag im Jahr 2023 bei 79.372. Ein Jahr zuvor waren es 71.173. Das bedeutet einen Anstieg um 11,5 Prozent. Im Jahr 2013 allerdings lag diese Zahl noch bei 87.610 Straftaten. 54,3 Prozent der erfassten Tatverdächtigen im Jahr 2023 hatten eine deutsche und 45,7 Prozent keine deutsche Staatsbürgerschaft. Diese Zahlen teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Die Steigerung der Aufklärungsquote um 1,8 Prozent auf fast 50 Prozent dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, "dass wir in einzelnen Deliktsbereichen teils deutliche Anstiege feststellen", so Düsseldorfs Polizeipräsidentin Miriam Brauns. Insbesondere der Anstieg bei den Straftaten, die das Sicherheitsempfinden der Bürger beeinträchtigen, "verlangt unsere besondere Aufmerksamkeit".

Raubdelikte nehmen um 57 Prozent zu

Die begangenen Delikte wie Raub und Körperverletzung weisen laut Brauns eine erhöhte Gewaltbereitschaft und Gewaltanwendung, teilweise unter Einsatz von Waffen und verbotenen Gegenständen auf. Raubdelikte auf Straßen, Wegen und Plätzen nahmen um von 240 auf 378 (ein Plus von 57 Prozent) zu. Die an diesen Orten verübten gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte um 14,3 Prozent.

"Hier steuern wir gezielt dagegen, indem wir diese Kriminalitätsphänomene als Schwerpunkte in unser Sicherheitsprogramm übernommen haben. Alle Direktionen arbeiten Hand in Hand daran, dass wir die Zahlen nachhaltig senken und sich die Menschen in Düsseldorf weiter sicherfühlen", so Brauns. Das fange bei der Präsenz an Brennpunkten an, gehe über Waffenverbotszonen bis hin zur konzentrierten Ermittlungsarbeit in den Kommissariaten.

Auch die Einbruchszahlen steigen

Um mehr als 40 Prozent hat sich laut Polizei die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Auch wenn die Gesamtzahlen deutlich unter dem Stand vor der Corona-Pandemie liegen, "müssen wir auch hier den Tätern durch besondere Anstrengungen signalisieren, dass Düsseldorf kein Ort für Einbrecher ist", sagt die Polizeipräsidentin.

Die insgesamt 17 begangenen Tötungsdelikte (inklusive Versuche) wurden von der Staatsanwaltschaft wie folgt rechtlich eingeordnet: ein Morddelikt, elf Totschlagsdelikte, vier Fahrlässige Tötungen und ein Abbruch der Schwangerschaft. Die Aufklärungsquote betrug 82,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Straftaten in diesem Bereich um insgesamt 22,7 Prozent gesunken.

Der Begriff "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung" umfasst unter anderem Delikte wie Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch, Erregung öffentlichen Ärgernisses, verbotene Prostitution und Zuhälterei, Verbreitung pornografischer Inhalte sowie Kinder- Jugendpornographie. Von 2013 an verdreifachte sich hier fast die angezeigte Anzahl der Straftaten. Im Jahr 2023 wurden im Vergleich zum Jahr 2022 insgesamt 1.168 Straftaten (minus 89 Fälle) mit einer Aufklärungsquote von 78 Prozent (plus 3,9 Prozent) bekannt.

Ladendiebstahl: ein Plus von 30,3 Prozent

Die Zahl der angezeigten Diebstahlsdelikte ist zwischen 2013 und 2023 wellenförmig zurückgegangen. In Gegenüberstellung des Jahres 2023 zu 2022 ist der Diebstahl von Kraftwagen um 5,2 Prozent gesunken. In den restlichen Deliktsfeldern wurde aber jeweils eine Steigerung zwischen 13 und 30 Prozent festgestellt. Ladendiebstahl: plus 30,3 Prozent, Taschendiebstahl: plus 21,3 Prozent, Diebstahl von unbaren Zahlungsmitteln: plus 24,2 Prozent, Diebstahl unter erschwerenden Umständen: plus 24 Prozent, Diebstahl von Fahrrädern: plus 13,8 Prozent, Diebstahl an/aus Kraftwagen: plus 13 Prozent.

Bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden im Jahr 2022 insgesamt 3.769 Verstöße mit einer Aufklärungsquote von 94,1 Prozent registriert, 2023 stieg die Zahl um 14,9 Prozent auf 4.257 Verstöße. Dabei stieg die Aufklärungsquote auf 95,68 Prozent. Die Gesamtzahl der Delikte des unerlaubten Handels mit Rauschgift betrug 709 Fälle im Jahr 2013, während sie 2023 auf 320 Fälle sank (ein Minus von 57,9 Prozent). Die Aufklärungsquote betrug jüngst knapp 89 Prozent.

Insgesamt konnte die Polizei 30.268 Tatverdächtige ermitteln (22.557 männlich, 7.711 weiblich). 11.462 davon haben ihren Wohnsitz in Düsseldorf. Von den 30.268 Personen waren 833 Kinder, 2.540 Jugendliche, 2.393 Heranwachsende und 24.502 Erwachsene. Die meisten Tatverdächtigen aus dem Ausland haben die türkische Staatsbürgerschaft (2.139), gefolgt von der syrischen (1.070) und der marokkanischen (808).

Verwendete Quellen
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