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Planungen für Ersatzbau der maroden A45-Brücke laufen

Von dpa
11.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Marode Talbrücke bei Lüdenscheid
Abgesperrte Zufahrt zur Autobahnbrücke Rahmede auf der A45 bei Lüdenscheid. (Quelle: Cedric Nougrigat/dpa/dpa-bilder)
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Für die beschädigte Talbrücke auf der A45 bei Lüdenscheid sind bereits Planungen der Autobahn GmbH für einen Ersatzbau angelaufen. Das teilte NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) in einem Bericht für die Sitzung des Verkehrsausschusses im Landtag am Mittwoch mit. Auch aus dem Bundesverkehrsministerium hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Neubau-Planungen hätten begonnen. "Die Autobahn GmbH als Vorhabenträgerin prüft diesbezüglich Fragen des Baurechts, der Umweltverträglichkeit und des Planfeststellungsverfahrens intensiv mit den zuständigen Bundesbehörden und Behörden in Nordrhein-Westfalen."

Aktuell werde auch untersucht, wie die Talbrücke Rahmede am effektivsten abgerissen werden könne, sagte eine Sprecherin in Berlin. Zur Dauer von Abbau und Neubau seien noch keine konkreten Angaben möglich. Alle Beteiligten hätten sich für möglichst einfache Verfahren und schlanke Prozesse ausgesprochen.

Landesministerin Brandes schilderte in ihrem schon am Dienstag veröffentlichten Bericht für den Düsseldorfer Ausschuss, bereits vor Weihnachten habe es Abstimmungen mit den Naturschutzbehörden gegeben. Am kommenden Freitag werde auf Leitungsebene von Bundes- und Landesverkehrsministerium sowie der Autobahn GmbH beraten, wie ein Ersatzbau schnellstmöglich errichtet werden könne. Alle Möglichkeiten zur Beschleunigung müssten genutzt werden.

Zur Entlastung der Region seien neben einer großräumigen Umfahrung der A45 - über die A1, A3 und die A4 sowie über die A7 und A44 - schon mehrere Maßnahmen umgesetzt worden. Weitere Schritte würden geprüft, alle relevanten Akteure seien dazu auch in einer Taskforce im Austausch.

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Am vergangenen Freitag hatte die Autobahn GmbH mitgeteilt, dass die Brücke Rahmede auf der Sauerlandlinie zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt am Main abgerissen werden muss. Hoffnungen auf eine Sanierung hatten sich damit zerschlagen. Die Brücke auf der wichtigen Verkehrsachse zwischen Nord- und Süddeutschland ist vollständig abgeriegelt.

Brandes zufolge ist der Weltdachverband der Straßentransportwirtschaft frühzeitig über die Sperrung informiert worden. Man habe auch Navigationsdienstleister wie Google und TomTom gebeten, die Sperrung zu berücksichtigen, damit ortsfremde Fahrzeuge die Region nicht weiter belasteten. Die Stadt Lüdenscheid und der Landesbetrieb Straßen.NRW hätten die Umleitungsstrecke vor Ort "optimiert" - etwa mit zusätzlichen Ampeln. Auch Baustellen in der Region würden zur Entlastung verschoben.

Die Verkehrslenkung besonders von Lastwagen und der Schutz von Wohngebieten sollen verbessert werden - unter anderem mit mehr Überwachung durch die Polizei, kündigte die Ministerin an. Alle 14 Tage werde sich die regionale Taskforce mit Vertretern von Autobahn, Straßen.NRW, Kreisverkehrsbehörden, den Städten Altena und Lüdenscheid oder auch Verkehrsgesellschaften und Polizei abstimmen.

Es laufen zudem Prüfungen, ob kurzfristig Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden kann, wie Brandes mitteilte. Eine Reaktivierung "vorhandener, aber nicht genutzter Gleisanschlüsse privater Unternehmen" sei denkbar. Auf den Umleitungsstrecken kommt es zu teilweise chaotischen Zuständen.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mahnte Tempo beim Neubau an. "Die Wiederherstellung der Brücke muss und kann in doppelter Geschwindigkeit erfolgen, nicht in den avisierten fünf Jahren", sagte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Auch der Verkehrsausschuss des Bundestags wollte sich am Mittwoch mit dem Thema befassen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) drängt ebenfalls auf einen schnellen Neubau der Talbrücke.

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