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Deutsche Bank mit Milliardengewinn

Von dpa
23.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Deutsche Bank
Sonnenlicht fĂ€llt bei trĂŒbem Wetter auf die Fassade und das Logo der Deutschen Bank-Zentrale. (Quelle: Arne Dedert/dpa/Bildarchiv/dpa-bilder)
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Erneut schwarze Zahlen in einem Gesamtjahr, dieses Mal sogar ein MilliardenĂŒberschuss - Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dĂŒrfte am Donnerstag (27.1.) mit Stolz die Bilanz des grĂ¶ĂŸten deutschen Geldhauses fĂŒr das Jahr 2021 prĂ€sentieren. Doch der deutsche Branchenprimus hat lĂ€ngst nicht alle selbstgesteckten Ziele erreicht und das Umfeld fĂŒr Banken bleibt schwierig.

Analysten rechnen fĂŒr das Gesamtjahr 2021 mit rund 3,5 Milliarden Euro Vorsteuergewinn bei der Deutschen Bank. Vom Nettogewinn von knapp 2,1 Milliarden Euro mĂŒssen noch Zinszahlungen an die Inhaber bestimmter Anleihen abgezogen werden, so dass unter dem Strich nach jĂŒngsten von der Bank veröffentlichten MarktschĂ€tzungen gut 1,6 Milliarden Euro Gewinn stehen dĂŒrften. Die Bank dĂŒrfte auch davon profitiert haben, dass sie deutlich weniger Geld fĂŒr mögliche KreditausfĂ€lle zurĂŒcklegen musste als im Corona-Jahr 2020.

Im Schlussquartal 2021 ist die Deutsche Bank nach EinschĂ€tzung der Analysten unter dem Strich allerdings in die roten Zahlen gerutscht - unter anderem wegen Kosten fĂŒr den Konzernumbau. Zuvor hatte das Institut fĂŒnf Quartale in Folge positiv abgeschlossen. Im Gesamtjahr 2020 hatte die Deutsche Bank nach fĂŒnf Verlustjahren in Folge mit 113 Millionen Euro erstmals unter dem Strich wieder Gewinn erzielt.

Sewing war im April 2018 auf den Chefposten der Bank gerĂŒckt und hatte dem Institut eine grundlegende Neuaufstellung verordnet - inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Er stutzte das Investmentbanking, aus dem weltweiten Aktienhandel zog sich die Deutsche Bank ganz zurĂŒck.

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Nicht aufgegangen ist bislang der Plan, das Institut weniger abhĂ€ngig vom schwankungsanfĂ€lligen KapitalmarktgeschĂ€ft zu machen. Nach EinschĂ€tzung von Analysten dĂŒrfte die Investmentbank im vergangenen Jahr mit gut 3,8 Milliarden Euro als einzige Sparte der Deutschen Bank beim Vorsteuergewinn die Milliardengrenze ĂŒberschritten haben. Zum Vergleich: Im PrivatkundengeschĂ€ft erwarten die Experten im Schnitt gerade einmal 600 Millionen Euro Gewinn vor Steuern.

Finanzvorstand James von Moltke hatte Anfang Januar dem "Handelsblatt" gesagt, er rechne im laufenden Jahr im Investmentbanking "mit einer Normalisierung, also mit etwas geringeren ErtrĂ€gen". Der Vorstand gehe davon aus, dass das GeschĂ€ft mit Unternehmens- und Privatkunden "eine grĂ¶ĂŸere Rolle als Wachstumstreiber ĂŒbernehmen" werde.

RĂŒckenwind erhofft sich das Geldhaus von wieder verbesserten BonitĂ€tsnoten. "Wir schĂ€tzen, dass die Rating-Herabstufungen in der Vergangenheit uns ErtrĂ€ge im dreistelligen Millionenbereich gekostet haben", sagte von Moltke. "Nach den Heraufstufungen im vergangenen Jahr sehen wir, dass Kunden wieder mehr GeschĂ€ft mit uns machen."

Den Konzernumbau, der letztlich teurer war als geplant, sieht Konzernchef Sewing auf der Zielgeraden, wie der Manager Ende Oktober betonte: "Insgesamt haben wir bereits 90 Prozent der erwarteten Belastungen durch die Transformation geschultert und sind auf bestem Weg, die Umbaukosten bis Ende des Jahres fast vollstÀndig verdaut zu haben."

Altlasten abgebaut, Kosten gesenkt - Sewing und sein Team haben einige ihrer Kernversprechen erfĂŒllt. Nun muss das Management die Investoren noch davon ĂŒberzeugen, dass die Bank auch dauerhaft genug Geld verdient. "Das Renditeziel von acht Prozent ist unser Nordstern, die zentrale Orientierung fĂŒr die gesamte Bank und den gesamten Umbau", versicherte Finanzchef von Moltke Anfang Januar. Er sei "sehr zuversichtlich", dass die Bank ihre selbst gesetzten Vorgaben im laufenden Jahr erfĂŒllen werde.

Schon Ende Oktober hatte Konzernchef Sewing bekrĂ€ftigt, die Bank sei "auf einem sehr guten Weg, um eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von 8 Prozent nach Steuern zu erreichen, die wir uns fĂŒr 2022 vorgenommen haben". Am 10. MĂ€rz will der Vorstand den Investoren darlegen, wie Deutschlands grĂ¶ĂŸtes Geldhaus in den kommenden Jahren in Sachen ProfitabilitĂ€t weiter zulegen könnte.

Ein erster Lichtblick fĂŒr die AktionĂ€re: Sewings bisherige Bilanz macht Hoffnung, dass die Deutsche Bank nach zwei Nullrunden fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 wieder eine Dividende zahlt. Analysten gehen im Schnitt von 30 Cent je Aktie aus.

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