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Udo Lindenberg: AfD-Politiker droht aus diesem Grund mit Anzeige | Hamburg


AfD-Politiker will Udo Lindenberg anzeigen

  • Gregory Dauber
Von Gregory Dauber

Aktualisiert am 12.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Udo Lindenberg zeigt den Mittelfinger während der Rede von Alexander Wolf: Der AfD-Politiker will den Sänger nun anzeigen.
Udo Lindenberg zeigt den Mittelfinger während der Rede von Alexander Wolf: Der AfD-Politiker will den Sänger nun anzeigen. (Quelle: Screenshot/Hamburgische Bürgerschaft)
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Das will die AfD nicht auf sich sitzen lassen: Weil Udo Lindenberg während einer Rede in der Bürgerschaft den Mittelfinger zeigte, droht ihm eine Anzeige.

Der AfD-Fraktionsvize in der Hamburgischen Bürgerschaft, Alexander Wolf, will den Sänger Udo Lindenberg wegen Beleidigung anzeigen. Das bestätigte Wolf t-online auf Anfrage. "Ich bin entsetzt. Diese Geste stellt für mich eine Missachtung des Parlaments und der gewählten Volksvertreter dar", sagte Wolf.

Lindenberg war in der vergangenen Woche zum Ehrenbürger der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt worden – die AfD hatte in der Bürgerschaft dagegen gestimmt. Während der Rede Wolfs zeigte Lindenberg den Mittelfinger in die Kamera, der Ausschnitt ist in der Mediathek der Bürgerschaft zu sehen. "Ich habe die Geste in dem Moment nicht wahrgenommen", erklärte Wolf. Er sei aber unmittelbar nach seiner Rede darauf hingewiesen worden und habe sich daraufhin das Video selbst angeschaut. "Ich konnte es nicht fassen."

Hamburg: AfD-Politiker will Udo Lindenberg anzeigen

"Im Autoverkehr wäre das eine Verurteilung wert", sagte Wolf t-online, der als Rechtsanwalt tätig ist. "An einen Ehrenbürger sollte man noch höhere Ansprüche stellen als an andere Bürger", begründet er sein Vorhaben. Er habe lange darüber nachgedacht, eine Anzeige zu erstatten, da er eigentlich "die Gerichte nicht belasten" wolle. Er sei seitdem von einigen Gesprächspartnern zu diesem Schritt ermutigt worden.

Lindenberg hatte während der Sitzung nur wenige Meter direkt vor dem Rednerpult gesessen und sich laut Wolf "zappelig verhalten". Während seiner Rede kam es mehrfach zu Zwischenrufen, als Wolf sich gegen die Ehrenbürgerschaft für Lindenberg aussprach. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) hatte Wolf im Anschluss an die Rede an den parlamentarischen Sprachgebrauch erinnert, da dessen Wortbeitrag "kurz vor der persönlichen Beleidigung" gewesen sei.

Alexander Wolf hatte Lindenberg bereits am Tag nach der Sitzung in der Bürgerschaft per Brief aufgefordert, sich zu entschuldigen. Das Schreiben liegt t-online vor. "Wir haben darauf bislang keine Antwort bekommen." Auf Anfrage hat sich Udo Lindenberg bisher nicht zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Alexander Wolf
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  • Markus Krause, Regio-Redakteur für Hamburg.
Von Markus Krause
AfD

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