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"Es wird eine L├Âsung f├╝r die Olympischen Spiele geben"

Von Eva Puschmann und Arne Henkes

Aktualisiert am 04.04.2021Lesedauer: 4 Min.
Moritz F├╝rste bei den Olympischem Sommerspielen 2016 in Rio (Archivbild): Er konnte mit seiner Mannschaft die Bronzemedaille gewinnen.
Moritz F├╝rste bei den Olympischem Sommerspielen 2016 in Rio (Archivbild): Er konnte mit seiner Mannschaft die Bronzemedaille gewinnen. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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Keine Zuschauer bei den Olympischen Spielen: Diese Nachricht des Olympischen Komitees hat in der letzten Woche viele Sportler entt├Ąuscht. t-online hat mit dem dreifachen Medaillen-Gewinner Moritz F├╝rste ├╝ber die aktuelle Situation im Profi- und Breitensport gesprochen.

Der ehemalige Hockey-Profi Moritz F├╝rste hat zweimal Gold und einmal Bronze bei den Olympischen Spielen gewonnen. Aktuell k├Ąmpft er gegen Corona und baut Testzentren auf. Seine Motivation: Sportevents sollen wieder m├Âglich sein. Und er ist ├╝berzeugt davon, dass es in diesem Jahr klappt. F├╝rste ist Optimist und findet immer Fakten, die Hoffnung machen. Beispiel: Das Jahr 2021 k├Ânne eigentlich nur ein erfolgreiches werden, weil die 21 traditionell seine R├╝ckennummer auf dem Hockeytrikot ist ÔÇô seit seinem siebten Lebensjahr. "Das kann nur ein gutes Zeichen sein", sagt er und lacht.

t-online: Herr F├╝rste, 2008 haben Sie zum ersten Mal Gold bei den Olympischen Spielen in Peking geholt, das mit einer rauschenden Party im Deutschen Haus gefeiert wurde. Was denken Sie, wenn Sie daran zur├╝ckdenken?

Moritz F├╝rste: Ja. Wenn ich jetzt einfach mal versuche, mich in diese Situation zu versetzen, f├╝hlt es sich so an, als h├Ątte es nie stattgefunden ÔÇô fast wie eine Fiktion. Nicht nur die Tatsache, dass dort eine Party mit dichtgedr├Ąngten Leuten stattgefunden hat, sondern auch die Spiele an sich und alles, was damit einhergeht.

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Ist es ├╝berhaupt vorstellbar, dass in diesem Jahr ein so gro├čes Sportevent stattfindet?

Absolut! Davon bin ich fest ├╝berzeugt. Alles andere w├Ąre ein Endzeitszenario. Trotz allem, was gerade passiert, gehen wir nicht davon aus, dass die Welt untergeht.

Ich glaube, dass wir in diesem Jahr Olympische Spiele erleben werden. In welcher Form, das kann ich nicht bewerten. Es wird mit Sicherheit eine L├Âsung geben, denn die gibt es auch in ganz vielen anderen Dingen.

Wenn die Spiele stattfinden, stellt sich nat├╝rlich auch die Frage, wie befriedigend die f├╝r Teilnehmer und auch Fans sind. Welche Gef├╝hle gehen Ihnen durch den Kopf, wenn sie an Olympische Spiele ohne Zuschauer denken?

Die Alternative ist, dass sie ihren Sport gar nicht im Rahmen der Spiele betreiben. Und dann w├Ąhle ich pers├Ânlich lieber Spiele vor leeren R├Ąngen. Das bedeutet nicht zwangsl├Ąufig, dass weniger Menschen den Sport verfolgen. Wahrscheinlich werden es die digitalsten und am besten distribuierten Spiele aller Zeiten. Und am Ende verdienen auch die Vereine oder Sportarten ├╝ber zus├Ątzliche Fernsehvertr├Ąge.

Und das Gef├╝hl vor leeren R├Ąngen wird kompensiert durch mehr Zuschauer vor dem Fernseher?

Nein. Das wird ein gro├čer Wermutstropfen sein. Und es tut mir f├╝r alle Athleten leid, dass sie diesen Part der Spiele nicht erleben k├Ânnen: diese Gastfreundschaft, die Begegnungen, die Menschen. Keine Frage, all das wird fehlen. Aber ich bin kein Freund davon, das Negative in den Vordergrund zu stellen. Wenn es die Pandemielage zul├Ąsst, w├╝sste ich keinen Grund, warum man den Sportlern diese M├Âglichkeit nehmen sollte. Noch mal: Die Alternative w├Ąre, dass gar nichts stattfindet.

Wir diskutieren ├╝ber Zuschauer im Profisport, w├Ąhrend im privaten Rahmen immer noch ├╝berhaupt kein Sport in den Vereinen erlaubt ist. Ist das die richtige Reihenfolge?

Es ist nat├╝rlich einfach, sich jetzt hinzustellen und zu sagen: Warum sprechen wir ├╝ber ├ľffnungen von Fu├čballstadien? Und nicht im Amateursport? Daf├╝r w├╝rde ich wahrscheinlich viel Applaus bekommen. Das ist auch meine Meinung, aber das ist zu einfach.

Warum?

Beides ist kulturell und gesellschaftlich wichtig. F├╝r viele ist es eine Gewohnheit, am Wochenende ins Fu├čballstadion zu gehen. Andere treffen sich jede Woche zum Sporttreiben. Es gibt kein "Entweder-Oder". Wir brauchen Strategien f├╝r beides, Breitensport und Profisport. Und es gibt Strategien f├╝r beides.

Ich m├Âchte auch, dass Spiele wieder vor Publikum stattfinden. Ich w├╝rde hingehen.

Aber?

Die Diskussion muss richtig gef├╝hrt werden. So lange es nicht m├Âglich ist, dass ich am Wochenende mit meinen Kindern in einem Sportverein ÔÇô drau├čen und getestet ÔÇô Sport mache, habe ich auch keine Lust, dar├╝ber zu diskutieren, ob man zusammen mit 20.000 Menschen in ein Stadion gehen kann.

Sie w├╝rden Ihren Kindern gern erm├Âglichen, wieder Sport zu treiben. Wie wichtig ist das f├╝r Kinder?

Weg von den Kindern: Allgemein ist Sport sehr wichtig. Ich glaube, wir werden in der Gesellschaft in den n├Ąchsten Monaten ein riesengro├čes Problem haben. Schlechte Ern├Ąhrung und mangelnde Bewegung sind die Ursache. Es ist eigentlich jetzt schon da und wird immer gr├Â├čer, je l├Ąnger die Lockdown-Situation so bleibt. Und das ist nicht alles.

Ja bitte?

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Auch sozial fehlt ein wichtiger Teil des Lebens. Beispielsweise sehe ich bei meinen T├Âchtern, dass sie es sich abgew├Âhnt haben, in der Gruppe Spa├č zu haben. Vorher sind sie gerne in den Kindergarten, in die Schule, zum Hockey- oder Tennistraining gegangen. Das m├Âchten sie jetzt gar nicht mehr. Kindern das wieder beizubringen, ist eine riesige Aufgabe ÔÇô nicht nur f├╝r die Eltern, sondern f├╝r die ganze Gesellschaft.

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