Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Hamburg: Frau wegen IS-Mitgliedschaft verurteilt – knapp drei Jahre Haft

Prozess in Hamburg  

Frau wegen IS-Mitgliedschaft verurteilt – knapp drei Jahre Haft

07.12.2021, 13:37 Uhr | dpa, t-online

Hamburg: Frau wegen IS-Mitgliedschaft verurteilt – knapp drei Jahre Haft. Die Angeklagte und ihr Anwalt stehen zu Beginn des Prozesses im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude: Das Gericht hat die 25-jährige gebürtige Hamburgerin wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verurteilt  (Quelle: dpa)

Die Angeklagte und ihr Anwalt stehen zu Beginn des Prozesses im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude: Das Gericht hat die 25-jährige gebürtige Hamburgerin wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verurteilt (Quelle: dpa)

Das Urteil im Prozess um eine IS-Anhängerin aus Hamburg ist gefallen: Die Syrien-Rückkehrerin muss für knapp drei Jahre in Haft.

Im Prozess gegen eine mutmaßliche Anhängerin der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) wurde am Dienstag das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts verkündet: Das Gericht verurteilte die 25-jährige Hamburgerin wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis.

"Sie haben den Märtyrertod gesucht", sagte der Vorsitzende Richter laut NDR bei der Urteilsverkündung. In Syrien soll sie ihre drei Kinder im Sinne des IS erzogen haben. Außerdem spielte sie mit ihnen die Tötung Ungläubiger nach, heißt es weiter. Auch nach der Rückkehr nach Deutschland habe sie laut Gericht an der IS-Ideologie festgehalten.

Prozess in Hamburg: Frau bestritt IS-Mitgliedschaft

Die gebürtige Hamburgerin mit deutsch-ghanaischer Staatsangehörigkeit reiste demnach auf eigenen Entschluss im September 2014 im Alter von 17 Jahren mit ihrem Mann nach Syrien. Das Paar lebte mit seinen 2015 und 2017 geborenen Kindern in der IS-Hochburg Rakka. Die Terrororganisation habe ihr eine monatliche Zuwendung gezahlt.

Mit der Flagge der Terrormiliz und einem Sturmgewehr habe sie für Propaganda-Fotos posiert und über Whatsapp für die Terrororganisation geworben.

Anfang 2019 war die Hamburgerin von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen und später von türkischen Kräften aufgegriffen worden. Im Mai 2020 wurde sie mit ihren inzwischen drei Kindern nach Deutschland überstellt. Seit Ende September sitzt die dreifache und nach eigenen Angaben wieder hochschwangere Mutter in Untersuchungshaft.

Die Angeklagte hatte zum Prozessauftakt Anfang November bestritten, IS-Mitglied gewesen zu sein. Sie sei nur ihrem inzwischen verstorbenen Mann nach Syrien nachgereist und habe dort als Mutter und Hausfrau gelebt, erklärte sie. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte eine Jugendstrafe von drei Jahren. Die Verteidigung forderte Freispruch.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: