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99 Prozent WLAN an den Schulen: 140.000 Computer

Von dpa
18.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Schule
StĂŒhle stehen in einem Klassenzimmer auf den Tischen. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die mit Ausbruch der Corona-Pandemie massiv verstĂ€rkte Digitalisierung an Hamburgs 376 staatlichen Schulen trĂ€gt FrĂŒchte. "Die digitale Infrastruktur an den Schulen wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren verdreifacht", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag. Das sei eine stolze Leistung, sei das Hamburger Schulsystem doch das mit Abstand "grĂ¶ĂŸte Unternehmen" Norddeutschlands mit mehr als 30.000 BeschĂ€ftigten, 285.000 Nutzerinnen und Nutzern, mehr als 1000 Standorten und rund 2,7 Millionen Quadratmetern BĂŒro- und BildungsrĂ€umen. "Eine Digitalisierung in einem solch gigantischen Bereich (...) die lĂ€sst sich nicht einfach machen, indem man den Lichtschalter anknipst und alles wird hell", sagte Rabe.

Nach Angaben des Senators ist die Zahl der Computer und digitalen EndgerĂ€te an den Schulen seit 2018 von 55.000 auf nunmehr rund 140.000 gestiegen. Insgesamt gebe es rund 75.000 Notebooks und Tablets. LehrkrĂ€ften stĂŒnden seit diesem Schuljahr zudem erstmals rund 20.500 Dienst-Tablets zur VerfĂŒgung. ZusĂ€tzlich seien in den rund 12.000 UnterrichtsrĂ€umen 11.500 digitale Tafeln installiert worden. WLan gebe es nun in allen KlassenrĂ€umen fast aller Schulen, konkret in 153 der 155 weiterfĂŒhrenden und berufsbildenden staatlichen Schulen und 218 der 221 staatlichen Grundschulen und Sonderschulen.

Ein 100-prozentiger Ausbau sei nur deshalb nicht zustande gekommen, weil einige Schulen umgebaut oder saniert wĂŒrden und vor Abschluss der Bauarbeiten keine WLan-Installation möglich sei. Die LeistungsfĂ€higkeit des WLan betrage an den weiterfĂŒhrenden Schulen ein Gigabit pro Sekunde, an den Grundschulen 500 Megabits pro Sekunde. Von den bis 2023 zur VerfĂŒgung stehenden 166 Millionen Euro des Bundes seien inzwischen rund 95 Millionen Euro investiert worden. "Zusammen mit unseren Landesmitteln ist das ein gewaltiges Investitionsprogramm von 200 Millionen Euro", sagte Rabe.

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Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-BĂŒrgerschaftsfraktion, Birgit Stöver, sprach zwar von erfreulichen Fortschritten. WLan an fast allen Schulen sollte im Jahr 2022 jedoch eine SelbstverstĂ€ndlichkeit sein und nicht als großer Erfolg verkauft werden. Auch der Datenschutz sei weiterhin ein Hemmschuh. "Als CDU-Fraktion erwarten wir, dass sich der Schulsenator mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten und seinen Kollegen aus den LĂ€ndern und Bund verstĂ€ndigt und fĂŒr Rechtssicherheit sorgt, damit auch in Schulen die marktĂŒbliche Standard-Software eingesetzt werden kann." Schule dĂŒrfe an der Lebenswirklichkeit nicht vorbeilaufen.

Die Linken-Schulexpertin Sabine Boeddinghaus gestand Rabe zu, dass sich in den beiden Corona-Jahren viel getan habe. Doch der entscheidende Punkt sei, dass immer noch nicht wirklich jede SchĂŒlerin und jeder SchĂŒler ein EndgerĂ€t besitze, dass wirklich alle Schulen die notwendige Bandbreite und alle KlassenrĂ€ume WLan hĂ€tten, dass alle LehrkrĂ€fte des Digitalen mĂ€chtig seien und allen SchĂŒlern funktionstĂŒchtige Lernplattformen zur VerfĂŒgung stĂŒnden. "Diese digitale SchlafmĂŒtzigkeit von Bund und LĂ€ndern sorgt dafĂŒr, dass das augenblickliche Omikron-Chaos an den Schulen nicht mit Wechsel- und Distanzunterricht aufgelöst werden kann", sagte Boeddinghaus.

FDP-Landesvize Ria Schröder betonte, "neben GerĂ€ten brauchen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aber vor allem gut ausgebildete LehrkrĂ€fte, die digitale Möglichkeiten fĂŒr die individuelle Förderung nutzen". Der Bund werde im Rahmen eines Digitalpakts 2.0 entsprechende Mittel zur VerfĂŒgung stellen. Der AfD-Schulexperte Alexander Wolf nannte die Digitalisierung an Hamburgs Schulen dagegen ungenĂŒgend. "FĂŒr Senator Rabe kann es da nur eine Bewertung geben: Setzen, Sechs!" Rabe mĂŒsse endlich seine Hausaufgaben machen, "ansonsten bleibt das Internet an Schulen weiterhin Neuland".

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