Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Senatorin Fegebank hofft auf Jahrzehnt der Gleichstellung

Von dpa
27.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Katharina Fegebank (Die GrĂŒnen)
Katharina Fegebank (BĂŒndnis 90/GrĂŒne) spricht. (Quelle: Georg Wendt/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Hamburgs Zweite BĂŒrgermeisterin und Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank hofft mit der neuen Ampelkoalition in Berlin auf echte Fortschritte in der Gleichstellungspolitik. "Das muss jetzt ein Jahrzehnt des Aufbruchs fĂŒr die Gleichstellung werden", sagte die GrĂŒnen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt der am Donnerstag begonnenen FrĂŒhjahrstagung der Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz (GFMK) unter Hamburger Vorsitz. "Was wir die letzten Jahre erlebt haben, war in vielen gesellschaftspolitischen Fragen eine Blockade." FĂŒr notwendige VerĂ€nderungen hĂ€tten die Mehrheiten gefehlt.

"Mein Eindruck ist, dass die Gesellschaft in großen Teilen schon viel weiter ist", sagte Fegebank. Als Beispiel nannte sie die ErgĂ€nzung des Artikels 3 im Grundgesetz, die sexuelle IdentitĂ€t, das Thema Gleichstellung lesbischer Paare, die Verteilung der Care-Arbeit zwischen MĂ€nnern und Frauen und das "Generationenthema" der grundsĂ€tzlichen Gleichstellung der Frau auch in der Wirtschaft. "Das waren zehrende Debatten, wo ĂŒber viele Jahre nur winzige Fortschritte und nie der große Wurf sichtbar waren. Nun bewegt sich endlich etwas."

Die FrĂŒhjahrstagung fand digital auf Arbeitsebene statt, also ohne die Ressortchefinnen und -chefs. HauptsĂ€chlich ging es um die Vorbereitung der GFMK-Haupttagung im Sommer, zu der sie ihre Kolleginnen und Kollegen hoffentlich in PrĂ€senz in Hamburg empfangen könne, sagte die Senatorin.

Bei der Gleichstellung der Frau gehe um eine andere Kultur, um Rollenbilder und SelbstverstĂ€ndnis. "Das ist natĂŒrlich ein ganz dickes Brett, das schon lange gebohrt wird, aber noch lange nicht durchgebohrt ist." Gleichstellung könne man nicht verordnen. "Aber unsere Aufgabe in der Politik ist es, dafĂŒr die Rahmenbedingungen richtig zu setzen, beispielsweise die Betreuungssituation in der Kita, im Ganztag, in der Schule, bei der gerechten Verteilung von unbezahlter Familien- und Sorgearbeit. FĂŒr Frauen und MĂ€nner mĂŒsse es echte Wahlfreiheit geben: "Gehe ich in eine VollzeitbeschĂ€ftigung, welche Art von Beruf kann ich ergreifen und kann ich das dann in Einklang mit der Familie bringen?"

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
MinisterprÀsident Orbån verhÀngt Notstand
Viktor Orban bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Der ungarische Regierungschef hat jetzt den Notstand verhÀngt.


Ausgangspunkt fĂŒr den Hamburger Konferenzvorsitz sei immer noch die Corona-Pandemie, stellte Fegebank fest. "Deshalb mĂŒssen wir uns im Zusammenspiel mit den anderen 15 LĂ€ndern und dem Bund die Frage stellen, wie kommen wir stĂ€rker aus der Krise heraus und wie schaffen wir eine Gleichstellungspolitik, die gegenĂŒber kĂŒnftigen Krisen widerstandsfĂ€hig ist, damit wir in Zukunft sicherstellen, dass Frauen von Anfang an in den entscheidenden Beratungsgremien mit dabei sind und ihre Anliegen und die der Familien stĂ€rker berĂŒcksichtigt und gehört werden?" Dies sei auch Kern des Hamburger Leitantrags, der bei der Haupttagung im Sommer beschlossen werden soll.

"All diese Debatten werden jetzt durch die Pandemie verstĂ€rkt gefĂŒhrt", sagte die GrĂŒnen-Politikerin. Die Pandemie habe Frauen durch Homeoffice, Home-Schooling und Care-Arbeit stĂ€rker belastet als MĂ€nner. "Und deshalb sehe ich schon, dass aus diesem RĂŒckfall in tradierte Rollenbilder auch die Chance erwĂ€chst, Dinge kĂŒnftig anders zu machen." Die Digitalisierung sei dabei ein wichtiger Beschleuniger und Treiber. Es gebe auch gute Lehren aus der Pandemie - "und die mĂŒssen wir beibehalten".

Die Debatten mĂŒssten jetzt gefĂŒhrt werden, betonte Fegebank. "Wir mĂŒssen unmittelbar aus dem Erleben, aus den Erfahrungen der Pandemie heraus den Schub der Digitalisierung nutzen und die Rahmenbedingungen schaffen, damit das Thema Gleichstellung in der Arbeitswelt und dann in der Folge auch in den Familienkonstellationen wirklich gelebt werden kann."

Der Koalitionsvertrag der Berliner Ampel formuliere die Erwartung, dass die eigenstĂ€ndige Existenzsicherung fĂŒr Frauen auch tatsĂ€chlich ermöglicht wird. "Und das heißt, man muss die HĂŒrde des Gender-Pay-Gaps und des Gender-Care-Gaps angehen, eine partnerschaftliche Aufteilung der Sorgearbeit ermöglichen, um darĂŒber Frauen andere Wege in die Erwerbsarbeit zu ermöglichen und sie auch dort zu halten."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Deutsche Presse-Agentur

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website