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Hannover: "Kriegstreiber!" – Querdenker stören Stephan Weils Auftritt


"Kriegstreiber, Kriegstreiber!" – "Querdenker" stören Auftritt von Weil

  • Patrick Schiller ist t-online Regio Redakteur in Hannover.
Von Patrick Schiller

Aktualisiert am 17.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Landtagswahl: Die SPD möchte den Wahlkampfauftakt feiern, doch Demonstranten stören die Veranstaltung. (Quelle: t-online)
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Am Dienstag wollte Niedersachsens Ministerpräsident die Genossen auf den Landtagswahlkampf einstimmen. Einige "Querdenker" versuchten, das zu verhindern.

Anhänger der "Querdenken"-Szene haben den öffentlichen Startschuss für den Landtagswahlkampf des SPD-Unterbezirks Region Hannover und des SPD-Stadtverbandes am Montagabend gestört. Als Ministerpräsident Stephan Weil gegen 20 Uhr die Bühne im Biergarten am Lister Turm betrat und die Genossen mit einer Rede auf den anstehenden Wahlkampf einschwören wollte, versuchten die "Querdenker", ihn zu übertönen. Zuvor hatten sie sich unbemerkt unter die SPD-Anhänger gemischt.

"Kriegstreiber, Kriegstreiber" und "Weil muss weg", rief die aus mehreren Dutzend Personen bestehende Gruppe dem Ministerpräsidenten zu. Doch Weil schaltete direkt auf Angriff und hielt mit einer kämpferischen Rede dagegen: "Was in unserem Land nicht geht, das ist der Versuch, andere Meinungen niederzuschreien", entgegnete Weil den Störern.

Im Gespräch mit einem Teilnehmer der "Querdenker"-Aktion stellt sich Ministerpräsident Stephan Weil (rechts) dessen Fragen.
Im Gespräch mit einem Teilnehmer der "Querdenker"-Aktion stellt sich Ministerpräsident Stephan Weil (rechts) dessen Fragen. (Quelle: Patrick Schiller)

Weils Worte fanden bei seinen Anhängern Anklang: Viele Mitglieder stellten sich den "Querdenkern" entgegen, noch ehe die Polizei sich zwischen den Fronten positionieren konnte. In seiner Rede betonte Weil, dass er mit einigen der Teilnehmer bereits "Bekanntschaft gemacht hat".

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Christoph Matterne, Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hannover, habe bereits im Vorfeld mit derartigen Störversuchen gerechnet, sagte er t-online. Tatsächlich wurde die Veranstaltung in lokalen Querdenker-Gruppen der Messenger-App Telegram beworben und koordiniert. Unter anderem von den "Freien Niedersachsen" wurde die Veranstaltung beworben. Den SPD-Anhängern gelang es, die Demonstranten trotz des Einsatzes von Megafonen und Trillerpfeifen schnell zu übertönen und die Veranstaltung fortzusetzen.

"So sehen Verlierer aus!"-Gesänge

"Ob ich wegmuss oder wiedergewählt werde, entscheiden keine Sprechchöre, das entscheiden die Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen", sagte Weil während seiner Rede. Auch die "Kriegstreiber"-Rufe kommentierte er: "Diese Leute, die uns Kriegstreiber nennen, verhöhnen die Opfer des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Das ist eine Schande!"

In seiner Rede betonte der Ministerpräsident, dass er die Sorgen der Menschen eher darin sehe, ob sie sich die Energiepreise künftig überhaupt noch leisten könnten und wie der Staat ihnen helfen könne. Zudem gehe es darum, einen erneuten harten Corona-Winter zu verhindern.

Zahlreiche SPD-Anhänger stellten sich den "Querdenkern" entgegen. Die zogen rasch wieder ab.
Zahlreiche SPD-Anhänger stellten sich den "Querdenkern" entgegen. Die zogen rasch wieder ab. (Quelle: Patrick Schiller)

Weil bleibt bei Fragen gelassen

Nach hitzigen Wortgefechten zogen sich die meisten Mitglieder der "Querdenker" gegen 20.45 Uhr aus dem Innenbereich des Biergartens zurück. Mit "So sehen Verlierer aus!", besangen zahlreiche SPD-Anhänger den Abzug. Einige "Querdenker" quittierten dies mit dem Zeigen von Mittelfingern.

Doch manche blieben, suchten das direkte Gespräch mit dem Ministerpräsidenten. Der blieb bei Fragen zum Evaluierungsbericht der Bundesregierung und zukünftigen Corona-Maßnahmen sachlich und ruhig. "Sie haben mich ruhig gefragt. Da nehme ich mir gerne die Zeit", beschrieb Weil t-online die Situation. Hannovers Regionspräsident Steffen Krach sagt zu den Störern: "Das motiviert mich für den Wahlkampf gleich noch mehr."

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Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Telegram-Gruppe von "Wendezeit Hannover" und "Freie Niedersachsen"
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