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Anbieternetzwerk von angeblich legalen Sky-Abos zerschlagen

Osnabrück  

Anbieternetzwerk von angeblich legalen Sky-Abos zerschlagen

13.10.2021, 13:06 Uhr | dpa

Anbieternetzwerk von angeblich legalen Sky-Abos zerschlagen. Polizei Blaulicht

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Ein Netzwerk, das vermeintlich legale Abonnements des Pay-TV-Senders Sky vertrieben hat, wurde von Ermittlern zerschlagen. Wie die Polizei Osnabrück am Mittwoch mitteilte wurden zehn Personen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin ausfindig gemacht. Sie sollen teilweise seit 2017 illegal 1300 Sky-Jahresabos für 100 statt der üblichen rund 700 Euro verkauft haben. Bereits im September 2021 hatten die Beamten in dem Zusammenhang sieben Objekte durchsucht und dabei 70 IT-Geräte wie Handys, Festplatten oder Receiver sichergestellt.

Über ein Jahr ermittelten federführend die sogenannte Cybercrime-Zentralstelle der Staatsanwaltschaft Osnabrück und Experten für Cyberkriminalität der Kriminalpolizei Osnabrück in dem Fall. Die Beschuldigten hätten versteckt hinter Spitznamen in Internetforen oder Messenger-Diensten für ihr Angebot geworben, sagte ein Sprecher der Polizei Osnabrück am Mittwoch. Im Fokus stünden vor allem der 34-Jährige mutmaßliche Kopf der Bande aus Sulingen (Landkreis Diepholz) sowie ein 40-Jähriger aus Berlin und ein 32-Jähriger aus dem Raum Osnabrück.

Den 1300 Kunden, darunter neben Privatkunden auch Cafés, Kneipen und Restaurants, sei das Sky-Angebot per Internet-Stream zur Verfügung gestellt worden. Dabei hätten die Verdächtigen den Verschlüsselungscode und die sonst nötige Receiverkarte umgangen. Die Streaming-Server haben die Ermittler inzwischen abgeschaltet. Der Schaden belaufe sich nach bisherigen Erkenntnissen auf 1,3 Millionen Euro.

Die zehn Tatverdächtigen durften vorerst auf freiem Fuß bleiben. Ihnen drohten nun Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren wegen gewerbs- oder bandenmäßigen Computerbetrugs. Auch gegen die Kunden der Plattform werde ermittelt. Der Polizeisprecher betonte: "Das ist kein Kavaliersdelikt."

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