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"Gaudi" am Gudiberg: Stra├čer gl├Ąnzt auf der "Vollglatze"

Von dpa
27.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Ski Weltcup Garmisch-Partenkirchen - Slalom
Ein Fahrer f├Ąhrt ins Ziel ein. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-bilder)
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Dem Fahnenmeer aus Schwarz-Rot-Gold blickte Skirennfahrer Linus Stra├čer mit Genugtuung entgegen. Die "Linus, Linus"-Rufe der Fans sog der 29-J├Ąhrige nach seinem dritten Rang beim Slalom-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen bis zum letzten Ton auf. "Einfach mega cool. Daran h├Ątte ich selbst nicht mehr geglaubt", sagte der Athlet vom TSV 1860 M├╝nchen, nachdem er im zweiten Lauf am Sonntag 13 Pl├Ątze gutgemacht hatte. Sieger wurde wie schon am Samstag der Norweger Henrik Kristoffersen, der damit als erster Fahrer in dieser Saison zwei Torl├Ąufe gewinnen konnte.

Bei seiner Weltcup-Premiere am Gudiberg lernte Stra├čer den gef├╝rchteten Steilhang in all seinen Extremen kennen. Die 58 Grad Neigung am Start, die schwierigen ├ťberg├Ąnge von "absoluter Kontrolle zu Vollgas" und die wechselnden Pistenverh├Ąltnisse von "schmierig weich" bis "Vollglatze". "Nur die Besten der Besten schaffen es hier. Linus hat best├Ątigt, dass er zu den Besten geh├Ârt", kommentierte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier die famose Aufholjagd seines Sch├╝tzlings. Schon am Vortag hatte Stra├čer mit Platz sechs ├╝berzeugt.

Am Sonntag war der M├╝nchner als 16. in den zweiten Durchgang gestartet. Nach einem riskanten Husarenritt ├╝ber die eisige Piste leuchtete im Ziel zun├Ąchst die Zwei auf. Dann begann das gro├če Zittern. Einen Fahrer nach dem anderen lie├č der Deutsche, der vor exakt einer Woche bei den Olympischen Spielen noch Team-Silber gewonnen hatte, hinter sich. Vor dem Schweizer Loic Meillard, dem letzten Fahrer, lag Stra├čer auf Platz drei. Gebannt blickten die Fans am Fu├če der Skisprungschanze auf die gro├če Leinwand. Dann der Fehler von Meillard und die Gewissheit: Stra├čer ist Dritter!

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"Es ist cool, dass ich dem Heimpublikum etwas zur├╝ckgeben konnte", sagte der Local Hero strahlend. Wenn es nach ihm ginge, d├╝rfte die Slalom-Riege fortan jedes Jahr am Gudiberg fahren. "Das war eine gute Bewerbung f├╝r einen Slalom in Garmisch." Zuletzt hatte es 2010 einen Torlauf-Weltcup an gleicher Stelle gegeben. Damals triumphierte Felix Neureuther. 36 Jahre zuvor sein Vater Christian. Die Zeichen f├╝r Stra├čer standen also gut. Doch der Druck war gro├č.

Stra├čer ist eine Art Einzelk├Ąmpfer im Slalom-Team des Deutschen Skiverbandes. Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Von jeweils sieben Startern schaffte er am Wochenende als einziger den Sprung in die Top 30. "Frustrierend" nannte ARD-Experte Felix Neureuther diese Situation. "Da muss ein Zweiter, Dritter nachkommen. Davon sind wir im Slalom meilenweit entfernt."

Doch diese Probleme sind nicht die von Stra├čer. Er wolle den Erfolg, durch den er sich auf Platz drei in der Disziplinenwertung vork├Ąmpfte, erstmal genie├čen. In rund zehn Tagen greift der Oberbayer dann beim Nacht-Slalom in Flachau wieder an. Als Nightrider ist mit ihm zu rechnen. Das hat Stra├čer beim Sieg in Schladming demonstriert.

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