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Langfristige Nachsorge für Hochwasser-Opfer aufgebaut

Von dpa
28.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Viele Betroffene der Flutkatastrophe brauchen nach Einschätzung von Fachleuten langfristig psychosoziale Hilfe. Der Bedarf wachse sogar, "das ist oft erst nach den Schockarbeitswochen in den zerstörten Häusern richtig aufgetreten", erläutert die Leiterin des Ende 2021 in Grafschaft eröffneten Traumahilfezentrums, Katharina Scharping. Der Opferbeauftragte der Landesregierung, Detlef Placzek, und der Paritätische Landesverband haben daher rund neun Monate nach der verheerenden Sturzflut mit 135 Toten eine langfristige Nachsorge-Struktur aufgebaut, die jetzt an den Start gehen soll, wie die Staatskanzlei am Montag in Mainz mitteilte.

In den Regionen im Ahrtal und in Tier-Eifel gebe es jetzt jeweils acht Selbsthilfe-Kontaktbüros mit regelmäßigen Sprechzeiten. Zudem sollen Selbsthilfegruppen mit und ohne professionelle Moderation ins Leben gerufen werden, um in einem geschützten Raum und in Gemeinschaft das Erlebte verarbeiten und sich darüber austauschen zu können.

Ziel ist es, "den Menschen bei der Bewältigung des Erlebten sowie auch ihres Alltags langfristig eine Stütze zu bieten". Die Selbsthilfeangebote richten sich an Überlebende, Angehörige und Freude von Verletzten, an Hinterbliebene, Augen- und Ohrenzeugen, sowie an Helfer.

Der schleppende Wiederaufbau, die Unsicherheit über manche Bauprojekte nahe der Ahr und der Mangel an Gebäudegutachtern sowie verzögerte Aufbauzahlungen - all diesen Schwierigkeiten seien viele Anwohner "passiv ausgeliefert", berichtete Scharping, die auch Chefärztin einer hochwassergeschädigten Klinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist. Je länger, desto schlimmer könne es werden.

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Alkoholismus und Depressionen nähmen auch zu. Das Umfeld habe oft nicht mehr so viel Geduld. Hinzu komme der Ukraine-Krieg: Manche Flutopfer mit zerstörten Häusern hätten den Eindruck, Kriegsflüchtlinge würden mit höheren übernommenen Mieten gefördert; aus manchen Fluthelfern würden Flüchtlingshelfer. "Da entsteht eine schwierige Opfer- und Helferkonkurrenz", sagt die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Entsprechende Klagen würden in Erstgesprächen des kostenlosen Traumahilfezentrums formuliert, das die Landesregierung finanziell unterstützt.

In der Einrichtung seien seit der Eröffnung im Dezember 2021 mehr als 500 Einzelberatungen gemacht worden. Es gab auch rund 20 Gruppentherapien mit je sieben Teilnehmern. Mit fünf niedergelassenen Psychotherapeuten habe die Kassenärztliche Vereinigung überdies vereinbart, sich auf Flutopfer zu konzentrieren.

"Verbindendes Element fast aller Anrufe ist die Schilderung der traumatischen Erlebnisse während oder direkt im Anschluss an die Flutnacht und deren Folgeerscheinungen", sagte der Opferbeauftragte Placzek.

Das neue Angebot wird bei zwei Auftaktveranstaltungen vorgestellt und offiziell eröffnet, am Montag mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Trier-Ehrang und am Dienstag mit Sozialminister Alexander Schweitzer (beide SPD) in Bad Neuenahr-Ahrweiler. "Trotz der traumatisierenden Erfahrungen, die auf die Einzelne oder den Einzelnen ganz unterschiedliche Auswirkungen haben, muss der Alltag bewältigt werden", sagte Dreyer. "Das Nachsorgeangebot des Opferbeauftragten und des Paritätischen ist für diese Menschen ein ganz wichtiges Angebot."

Bei dem extremen Hochwasser Mitte Juli 2021 kamen im Ahrtal 134 Menschen ums Leben, ein Mann starb in der Eifel. Zudem wurden mehr als 750 Menschen verletzt, Tausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Noch immer leben viele in Ausweichquartieren.

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