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BraunbÀr erneut gesichtet

Von dpa
05.05.2022Lesedauer: 2 Min.
BraunbÀr von Wildtierkamera fotografiert
Ein BraunbĂ€r ist am 30. April in eine Fotofalle im sĂŒdlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen getappt. (Quelle: -/Bayerische Landesamt fĂŒr Umwelt/dpa/Bildarchiv/dpa-bilder)
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Der BraunbĂ€r im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist erneut gesichtet worden. Er wurde am frĂŒhen Montagmorgen bei Ohlstadt und damit weiter nördlich als zuvor von einer Wildtierkamera aufgenommen. Vermutet wird, dass es sich um dasselbe Tier handelt, das am Samstag im sĂŒdlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen die Wildtierkamera eines JĂ€gers der Staatsforsten ausgelöst hatte. Der "MĂŒnchner Merkur" hatte zuerst ĂŒber die neue Sichtung berichtet.

Ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Umwelt (LfU) in Augsburg bestĂ€tigte am Donnerstag die neue Sichtung, nicht jedoch den Ort. "Wir möchten gerne "BĂ€rentourismus" vermeiden." Anders als sein Artgenosse Bruno, der als "ProblembĂ€r" deutschlandweit bekannt wurde und im Sommer 2006 abgeschossen wurde, verhĂ€lt sich das Tier bisher unauffĂ€llig. "Der BĂ€r ist unauffĂ€llig und bisher nur durch Aufnahmen der Wildtierkameras in Erscheinung getreten", sagte der LfU-Sprecher.

Der BĂ€r sei in einer Entfernung von 500 Metern vom Ortsrand fotografiert worden, sagte der BĂŒrgermeister von Ohlstadt, Christian Scheuerer. Dennoch sei dies nicht beunruhigend, es handele sich um unwegsames Waldgebiet. "Da darf sich auch ein BĂ€r wohlfĂŒhlen." Auch Scheuerer mahnte, sich nicht auf die Suche nach dem BĂ€ren zu begeben. Wahrscheinlich sei er ohnehin bereits an einem anderen Ort.

Die Vertreter der Weidetierhalter seien informiert. Bei diesen gebe es bisher keine Unruhe. "Ein BĂ€r wird anders gesehen als ein Wolf. Man geht ganz nĂŒchtern und sachlich damit um. Es ist da keine Panik oder großartige Sorge", sagte Scheuerer. "Der BĂ€r verhĂ€lt sich im Endeffekt genauso, wie man das gerne hĂ€tte: Er meidet alles, was mit Zivilisation zu tun hat."

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Bisher ist unklar, wo der BĂ€r herkommt. Ein Experte des Landesamtes fĂŒr Umwelt sei in der Region unterwegs, um Kot und Fellspuren einzusammeln, sagte der LfU-Sprecher. Erst damit ließe sich konkret bestimmen, woher das Tier stammt - und ob es doch schon einmal auffĂ€llig geworden ist. Unklar ist bisher auch, ob es sich um ein mĂ€nnliches oder weibliches Tier handelt. Meist wandern jedoch die halbwĂŒchsigen MĂ€nnchen.

Die nĂ€chste BĂ€renpopulation befindet sich nach LfU-Angaben im italienischen Trentino, etwa 120 Kilometer von Bayern entfernt. Dort leben zurzeit demnach etwa 60 BĂ€ren, mit leicht steigender Tendenz. Einzelne Tiere gebe es auch im DreilĂ€ndereck von Slowenien, Italien und Österreich. Immer wieder aber wandern aus dem Kerngebiet nördlich des Gardasees auch BĂ€ren in den nördlichen Alpenraum, wie 2016 nach GraubĂŒnden und Tirol oder der berĂŒhmte BĂ€r Bruno 2006 nach Tirol und Bayern.

Zuletzt war im FrĂŒhjahr 2020 ein BraunbĂ€r in Bayern unterwegs. Gleich mehrfach konnten damals im Winterhalbjahr im Gebiet zwischen Reutte im österreichischen Tirol und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen entsprechende Hinweise bestĂ€tigt werden.

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