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1. FC Köln fordert UEFA-Ausschluss von Belarus


FC fordert UEFA-Ausschluss von Belarus

Von Marc Merten

21.07.2022Lesedauer: 3 Min.
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Geschäftsführer Christian Keller bei einer Pressekonferenz des 1. FC Köln: Der Verein fordert einen Ausschluss von Belarus durch die UEFA.
Geschäftsführer Christian Keller bei einer Pressekonferenz des 1. FC Köln: Der Verein fordert einen Ausschluss von Belarus durch die UEFA. (Quelle: Eduard Bopp/imago images)
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Der 1. FC Köln hat die UEFA aufgefordert, belarussische Vereine aus den europäischen Fußball-Wettbewerben auszuschließen. Ein Boykott sei nicht geplant.

Der 1. FC Köln hat in deutlichen Worten die UEFA kritisiert und einen Ausschluss aller belarussischen Vereine für die internationalen Wettbewerbe gefordert. In einem Brief an Aleksander Ceferin, den Präsidenten des europäischen Verbandes, forderten die beiden Geschäftsführer Philipp Türoff und Christian Keller "entschlossenes Handeln" aufgrund der "massiven Unterstützung des russischen Überfallkrieges auf die Ukraine durch Belarus".

Der FC verwies auf die "juristische Rechtsmäßigkeit eines solchen Ausschlusses", der durch den internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt worden war, sowie auf die Sanktionen der Europäischen Union gegen Belarus.

Zudem hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) ein entsprechendes Handeln allen Sportverbänden empfohlen. Doch noch hat sich die UEFA nicht zum Ausschluss der Vereine durchringen können.

1. FC Köln: Es drohen Duelle gegen vier belarussische Teams

Für den 1. FC Köln ist das Schreiben auch der Versuch, einem direkten Duell mit einem belarussischen Klub in der Europa Conference League aus dem Weg zu gehen. Mit BATE Borissow, FK Homel, FK Schachzjor Salihorsk sowie FK Dinamo Minsk treten immerhin vier Vereine in der Qualifikation zu diesem Wettbewerb an, und entsprechend fürchtet man am Geißbockheim für die bevorstehenden Play-offs im August eines dieser vier Lose.

Ein Anblick, den der FC gerne vermeiden möchte: Spieler des FC im Duell gegen den belarussischen Verein BATE Baryssau 2017.
Ein Anblick, den der FC gerne vermeiden möchte: Spieler des FC im Duell gegen den belarussischen Verein BATE Baryssau 2017. (Quelle: SVEN SIMON/imago images)

Präsident Werner Wolf trat am Donnerstagmittag am Geißbockheim an die Mikrofone, um die Entscheidung zu begründen. "Belarus ist ein Vasallenstaat und wird als Aufmarschgebiet für die russische Armee genutzt", sagte Wolf.

"Der Präsident hat europäischen Staaten gedroht. Deswegen muss man das Land als indirekten Kriegsteilnehmer betrachten. Aus unserer Sicht wäre sehr konsequent von der UEFA, die Vereine auszuschließen."

FC würde bei direktem Duell antreten

Der FC habe auch mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf gesprochen und versuche nun auch andere Vereine mit ins Boot zu holen. "Wir haben alle teilnehmenden Vereine angeschrieben, mit der Bitte, uns zu unterstützen."

Auch wenn die Chancen gering sind, immerhin ist die Rolle Belarus‘ im russischen Krieg gegen die Ukraine schon länger bekannt. Die UEFA hätte also schon längst handeln können, doch inzwischen hat die Qualifikation zur Conference League längst begonnen.

Bühne nutzen, "um zu demonstrieren"

Die Geißböcke müssen sich also mit dem Gedanken befassen, dass ein direktes Duell sehr wohl kommen könnte. Dieses würde zwar auswärts auf einem neutralen Platz unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden. Doch abgesehen von dem formalen Protest per Brief erklärte Wolf am Donnerstag auch, dass der FC auf einen Boykott eines solchen Spiels gegen eine belarussische Mannschaft verzichten würde.


Für mehr Fans in den Stadien: Vereine klagen gegen ihr Land

Fans des 1.
Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke.

"Wir sind davon überzeugt, dass die UEFA interveniert. Sollte das nicht passieren, würden wir unter den aktuellen Umständen antreten", sagte Wolf, schob lediglich hinterher: "Aber die Bühne, die wir bekommen, würden wir nutzen, um zu demonstrieren."

Darum hat der Kölner Protest seine Grenzen

Der Appell an die UEFA hat also durchaus Grenzen, und diese Grenzen sind schnell erklärt. Der 1. FC Köln ist durch die Corona-Krise inzwischen hoch verschuldet. Eine Teilnahme an der Gruppenphase der Conference League würde den Geißböcken knapp drei Millionen Euro Antrittsgeld und pro Heimspiel rund zwei Millionen Euro Mehr-Umsatz bescheren, die Punktprämien nicht eingerechnet.

Ein Überstehen der Play-offs würde also einen zweistelligen Millionenumsatz versprechen – Geld, das der FC nicht riskieren dürfte, durch ein Nicht-Antreten bei einem Boykott. Denn dann wäre der FC ausgeschieden.

Entsprechend waren auch weder Trainer noch Spieler im Vorfeld über das Vorgehen der Vereinsführung informiert worden. Steffen Baumgart und seine Mannschaft bereiten sich auf den Start der Saison vor – im DFB-Pokal und der Bundesliga, aber eben auch in der Conference League. In der Hoffnung, dass das Losglück den Geißböcken hold ist – und, dass die UEFA doch noch zur Einsicht kommt.

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Verwendete Quellen
  • Der Brief des 1. FC Köln an die UEFA im Original
  • Eigene Beobachtungen und Recherchen des GEISSBLOG
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