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Corona-Isolationspflicht endet in NRW | Unfreiwillig Ungeimpfte: "Hoffe auf Empathie"


Unfreiwillig Ungeimpfte: "Ich hoffe auf Empathie und Verständnis"

Von Laura Schameitat

Aktualisiert am 25.01.2023Lesedauer: 2 Min.
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Lena Kläsgen hat die Autoimmunkrankheit Alopecia Areata und konnte sich daher nicht impfen lassen.
Lena Kläsgen hat die Autoimmunerkrankung Alopecia Areata und konnte sich deshalb nicht impfen lassen. (Quelle: privat)
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Die Isolationspflicht wird in NRW zum 1. Februar aufgehoben. Wie fühlt sich das an, wenn man sich nicht impfen lassen konnte? Lena Kläsgen (24) berichtet.

Seitdem sie sechs Jahre alt ist, arbeitet Lena Kläsgens Immunsystem gegen sie. Zu ihrer Einschulung konnte sie zwar noch einen schmalen Zopf binden, der Kopf zeigte aber schon hier und da kahle Stellen. Alopecia Areata heißt die Krankheit, die dafür sorgte, dass Lena heute eine Glatze trägt. Im Lockdown 2020/2021 fielen ihr zusätzlich auch noch die Wimpern und die Augenbrauen aus.

Die Corona-Impfung kam für die junge Frau aus Köln deshalb nie ernsthaft infrage. "Ich war bei verschiedenen Ärzten, habe mir Beratung eingeholt, aber am Ende konnte mir niemand sagen, welche Folgen die Impfung für mich haben könnte. Ich hatte einfach Angst davor", sagt Lena.

In den folgenden Monaten muss Lena viel ertragen: Während ihre Freunde langsam wieder Freiheiten dank ihrer Impfungen genießen, muss Lena isoliert bleiben, an ihrem Praktikumsplatz darf sie an den ohnehin seltenen Bürotagen nicht mit in die Kantine kommen, die Kollegen bringen ihr das Mittagessen an den Tisch. Erst später bescheinigt ihr der Hausarzt offiziell, dass sie sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann. "Ich habe mich an vielen Stellen nicht verstanden gefühlt", sagt die Studentin.

Lenas Appell: "Nehmt Rücksicht!"

Im Februar 2022 bekommt sie schließlich Corona, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. "Es hat mich schon heftiger getroffen als meine Freunde. Und ich brauche nach einer Krankheit immer länger, um wieder fit zu werden als gesunde Menschen", erzählt Lena. Deshalb fühle sie sich auch heute noch unwohl, wenn in geschlossenen Räumen keine Maske getragen werde.

Dass NRW die Isolationspflicht nun aufhebt, findet Lena trotzdem richtig. "Wir müssen einfach lernen, mit Corona zu leben", sagt sie. Dass sie die Erkrankung im Frühjahr halbwegs glimpflich überstanden hat, beruhigt sie ein wenig. "Wenn das Einhalten der Quarantäne ohnehin nicht mehr kontrolliert wird, macht die Regel auch keinen Sinn", sagt sie. Und ergänzt: "Wer sich wissentlich trotz Corona-Infektion unter Leute begibt, der hat ein menschliches Problem, da hilft auch kein Gesetz."

Dass mit zunehmenden Lockerungen auch der Impfausweis immer seltener eine Rolle spielt, freut die Kölnerin. "Ungeimpfte waren sehr lange sehr isoliert. Wenn man ohnehin schon eine körperliche Erkrankung hat, dann steigt mit der Isolation das Risiko, mental abzurutschen" sagt sie.

Die Empathie und das Verständnis, das ihr in den vergangenen zwei Jahren oft gefehlt hat, wünscht sie sich nun noch mehr von ihren Mitmenschen. "Nicht jedem sieht man wie mir gleich an, dass er krank ist. Also nehmt Rücksicht, achtet auf eure Mitmenschen und bleibt zu Hause, wenn ihr euch krank fühlt", sagt Lena.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Lena Kläsgen
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