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Köln: Express und Kölner Stadt-Anzeiger – Kneipe will DuMont boykottieren


Nach Schließung von Druckerei
Weitere Kneipe will DuMont-Verlag boykottieren

Von t-online
10.10.2023Lesedauer: 2 Min.
Das Kölner Neven-DuMont-Haus (Symbolfoto): Seit Wochen herrscht zwischen den Druckerei-Mitarbeitern und der Geschäftsführung ein Streit.Vergrößern des BildesDas DuMont-Haus in Köln: Die Entscheidung des Verlags hat viele Kölner verärgert. (Quelle: Christoph Hardt via www.imago-images.de/imago)
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Der DuMont-Verlag hat seine Druckerei in Köln geschlossen. Das verärgert in der Domstadt viele – so auch Brauhäuser und Kneipen.

Im Brauhaus "Reissdorf am Hahnentor" wird es demnächst keine Zeitungen mehr aus dem Verlag DuMont zu lesen geben. Das hatte die Gaststätte bekannt gegeben, nachdem der Verlag seine hauseigene Druckerei in Köln geschlossen hat. DuMont möchte seine Zeitungen fortan in Koblenz drucken, die Kölner Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Daher möchte das Brauhaus die Zeitungen "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger" nicht mehr zum Lesen auslegen.

In den Sozialen Medien stieß die Entscheidung der Gaststätte auf großen Zuspruch, Hunderte Facebook-Nutzer kommentierten, dass sie den "Boykott" unterstützen wollen. So auch eine weitere Kneipe, die sich nun dem Reissdorf am Hahnentor anschließt. Das Lokal "Die Oper" in der Kölner Innenstadt will ebenfalls keine Zeitungen aus dem Verlagshaus auslegen. "Bei uns ist ab sofort ebenfalls Dumont-Freie-Zone. Solidarität!", kommentiert die Kneipe ihre Entscheidung kurz und knapp.

SPD Köln: "Wir sind erschüttert"

Die Kölner SPD hat währenddessen mit dem Betriebsrat von DuMont Druck gesprochen und der Belegschaft ihre "volle Solidarität" versichert. "Wir sind erschüttert über das Vorgehen des Verlagshauses DuMont. Statt seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden, schließt das Unternehmen seine hauseigene, profitable Druckerei, setzt über 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Nacht vor die Tür und flüchtet sich in einen Leiharbeitstarifvertrag einer externen Druckerei", so die SPD Köln auf Facebook.

Das Vorgehen des Verlags sei laut der Sozialdemokraten "Profitmaximierung auf dem Rücken der Menschen, die teilweise über Jahrzehnte für das Verlagshaus gearbeitet haben." Auch habe der Verlag der Umwelt mit seiner Entscheidung einen "Bärendienst erwiesen, wenn zukünftig tausende Zeitungen per LKW von Koblenz nach Köln transportiert werden", so die SPD weiter. "Wir erwarten, dass das Verlagshaus wenigstens jetzt Verantwortung übernimmt und mit den Arbeitnehmervertretern einen Sozialplan entwickelt, der für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Übergang in den Ruhestand sozial abfedert und Altersarmut verhindert.

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DuMont begründet Entscheidung mit gestiegenen Kosten

Auch Kölns parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte sich zu der Schließung der Kölner Druckerei geäußert. "Die von der Schließung betroffenen Beschäftigten von DuMont verdienen Wertschätzung, die sich in finanzieller Unterstützung beim Übergang ausdrückt", so Reker auf der Plattform X (vormals Twitter).

Der Verlag begründet die Schließung mit gestiegenen Kosten. So sagte Thomas Schultz-Homberg, Chef der Kölner Stadt-Anzeiger Medien: "Die gesamtwirtschaftliche Situation mit ihrem heutigen Kostenvolumen – gerade im Hinblick auf die Papier-, Strom- und Gaspreisentwicklungen – und besonders das hohe Kostenniveau der eigenen Druckerei haben uns dazu gezwungen, wettbewerbsfähige Alternativen für den Druck unserer Zeitungen zu prüfen."

Verwendete Quellen
  • facebook.com: Beitrag der Gaststätte "Die Oper"
  • facebook.com: Beitrag der SPD Köln
  • x.com: Beitrag von Henriette Reker
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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