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Köln: 15 Jahre nach Einsturz des Stadtarchivs – So ist der Stand


Das Unglück von Köln
15 Jahre nach Einsturz des Stadtarchivs: So ist der Stand

Von t-online, fe

29.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Feuerwehrleute an der Unglücksstelle des historischen Stadtarchives in Köln, das 2009 eingestürzt war (Archivfoto): Mehrere Strafprozesse müssen neu aufgerollt werden.Vergrößern des BildesFeuerwehrleute an der Unglücksstelle (Archivbild): Die Bauarbeiten dauern nach wie vor an. (Quelle: Mika Volkmann)
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Der 3. März 2009, 13.58 Uhr: Das Kölner Stadtarchiv an der Severinstraße stürzt ein, zwei Menschen sterben. 15 Jahre später gehen die Bauarbeiten an der Einsturzstelle weiter.

Vor 15 Jahren kam es in Köln zur Katastrophe: Am 3. März 2009 stürzte das Kölner Stadtarchiv am Waidmarkt ein, bei dem Unglück kamen zwei junge Männer ums Leben, unzählige historische Dokumente wurden zerstört.

Im Jahr 2018 kam das Kölner Landgericht zu dem Schluss, dass es bei dem Bau einer U-Bahnhaltestelle unter dem Archiv zu einem Fehler kam, der den Einsturz auslöste. Das Archiv ist inzwischen in einen Neubau am Eifelwall eingezogen, doch an der Einsturzstelle an der Severinstraße selbst wird noch immer gebaut. Hier soll ein Ort der Kultur und der Erinnerung entstehen. Doch bis dieser Ort Wirklichkeit wird, wird es noch einige Zeit dauern.

Hoher Rheinpegel verzögerte die Bauarbeiten

Wie die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) erklären, werden am Waidmarkt derzeit noch immer die "Vorarbeiten für die Sanierung des Bauwerks" durchgeführt. Die KVB ist Bauherrin der Nord-Süd Stadtbahn, bei deren Bau es zu dem Unglück kam. Aktuell werde die Baugrube aus Gründen der Statik mit Beton und 3.000 Kubikmetern Kies aufgefüllt. Diese Bauphase stünde jedoch kurz vor der dem Abschluss, heißt es in einer Pressemitteilung. Am 8. und 9. März soll der verbliebene Raum dann komplett mit Beton gefüllt werden. Im Rahmen der nächsten Schritte solle dann die Baugrube weiter stabilisiert und mit einem Deckel versehen werden, um die Sicherheit während der zukünftigen Bauphasen zu erhöhen.

In der Baugrube befindet sich noch immer Grundwasser. Der hohe Rheinpegel zu Beginn des Jahres sorgte daher für eine Verzögerung der Bauarbeiten von etwa vier Wochen. Dennoch gehe man derzeit davon aus, dass die geschilderten Arbeitsschritte bis "spätestens Ende des ersten Quartals 2025" abgeschlossen sein werden.

Umleitung für den Radverkehr soll aufgehoben werden

Danach solle die Umleitung für den Radverkehr dauerhaft aufgehoben und die Schallschutzwand zurückgezogen werden. "Neben dem Fußweg vor Rewe und dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium wird ein circa drei Meter breiter Fahrradweg hergestellt, der in beide Richtungen befahren werden darf", erklärt die KVB dazu. Während der zukünftigen Bauphasen aber wird der Radweg immer wieder leicht versetzt werden müssen.

Der örtliche Busverkehr der KVB wird auch in Zukunft umgeleitet werden müssen. "Die unterschiedlichen Bauzustände würden immer wieder zu mehrmonatigen Fahrplanänderungen und -verschiebungen führen", erklärt die KVB. "Die erprobte und durch die Kunden angenommene Umleitung wird daher für die restliche Bauzeit beibehalten." Aktuell werde geprüft, ob und in welcher Weise der motorisierte Individualverkehr über der abgedeckten Baugrube stattfinden kann.

Gedenkfeier findet am Sonntag statt

Während die Bauarbeiten am Waidmarkt weitergehen, hält auch das Gedenken an die beiden Männer an, die beim Einsturz des Stadtarchivs ihre Leben verloren. Der 24-jährige Khalil und der 17 Jahre alte Kevin lebten in den Nachbarhäusern des Stadtarchivs. Als das Archiv einstürzte, riss es die zwei benachbarten Häuser mit sich, Khalil und Kevin starben.

Zum 15. Jahrestag am Sonntag, 3. März, lädt Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) zum Gedenken an die beiden jungen Männer ein. Die Gedenkfeier wird an der Einsturzstelle am Waidmarkt stattfinden. Um 13.58 Uhr, dem Zeitpunkt des Einsturzes am 3. März 2009, werden alle Glocken der Kirchen in der Südstadt läuten. Zudem wird es eine Schweigeminuten geben. Alle Kölnerinnen und Kölner sind zur Teilnahme eingeladen.

Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) vom 28. Februar 2024 (per E-Mail)
  • Pressemitteilung der Stadt Köln vom 29. Februar 2024 (per E-Mail)
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