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Köln: Obdachlosenunterkunft im "Pascha"? Stadtrat schmettert ab

Insolventes Großbordell  

Stadtrat lehnt Obdachlosenunterkunft im "Pascha" ab

24.03.2021, 08:38 Uhr | mh, t-online

Köln: Obdachlosenunterkunft im "Pascha"? Stadtrat schmettert ab. Das Kölner Rotlichtviertel (Archivbild): Das "Pascha" in der Hornstraße gehört zu den größten Laufhäusern Europas. (Quelle: imago images/Future Image)

Das Kölner Rotlichtviertel (Archivbild): Das "Pascha" in der Hornstraße gehört zu den größten Laufhäusern Europas. (Quelle: Future Image/imago images)

Das "Pascha" in Köln gilt als größtes Bordell Europas, musste jedoch zuletzt Insolvenz anmelden. Daraufhin schlug die SPD eine neue Verwendung vor. Doch dazu wird es wohl nicht kommen.

Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat hatte sich zum Ziel gesetzt, eine neue Verwendung für das Gebäude des insolventen Bordells "Pascha" zu finden. Das "Pascha" an der Hornstraße in Neuehrenfeld gilt als das größte Lusthaus Europas, war jedoch seit dem Lockdown geschlossen. Der Vorschlag der SPD hat in der Stadtratssitzung am Dienstag allerdings viel Gegenwind bekommen.

Konkret schlugen die Sozialdemokraten vor, dass die Stadt das Gebäude kaufen sollte, um es dann für ein gemeinnütziges Projekt zu nutzen. Obdachlose, Auszubildende oder auch Studierende sollten hier einziehen. Ratsherr Michael Paetzold wäre es ein Anliegen gewesen, den "Schmuddelcharakter" dieses Areals zu ändern, wie er sagte. "Ich würde mich freuen, wenn meine Heimatstadt nicht mehr den Titel: ‚Stadt mit dem größten Bordell Europas‘ tragen würde".

Der Vorschlag bekam Zustimmung von Marion Heuser (Grüne). Doch ist der Plan auch umsetzbar? Im Februar hatte ein Investor das Gebäude gekauft. Heuser stellte die Frage: "Warum sollte der Besitzer ein Gebäude mit Zimmerpreisen von bis zu 1.000 Euro verkaufen?" Außerdem sei das Gebäude rechtlich nur für gewerbliche Zwecke zugelassen.

Christer Cremer von der AfD zweifelte an der Ernsthaftigkeit dieses Vorschlags. "Sex sells und generiert Aufmerksamkeit", warf er der SPD-Fraktion vor. Auch die Prostituierten müssten irgendwo leben. Die FDP sieht es offenbar ähnlich: Prostitution verschwinde nicht, nur weil man sie aus dem "Pascha" heraushole. Letztendlich würde Prostitution so in den Untergrund verschwinden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Stadtratssitzung vom 23. März

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