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Köln: Lauterbach besorgt über medizinische Versorgung bei Klinik-Verbund

Im Falle eines Klinik-Verbundes  

Lauterbach in Sorge um Kölns medizinische Versorgung

27.05.2021, 08:39 Uhr | t-online

Köln: Lauterbach besorgt über medizinische Versorgung bei Klinik-Verbund. Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte sieht einen möglichen Zusammenschluss der Kölner Kliniken kritisch. (Quelle: imago images/Christoph Spicker)

Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte sieht einen möglichen Zusammenschluss der Kölner Kliniken kritisch. (Quelle: Christoph Spicker/imago images)

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet im Falle eines Verbundes der Kölner Kliniken, dass es mancherorts nur noch zu einer "Minimalversorgung" kommen könnte.

Eine kürzlich veröffentlichte Machbarkeitsstudie sieht großes Potenzial in einem Zusammenschluss der Uniklinik Köln mit den städtischen Kliniken Merheim, Holweide und Amsterdamer Straße. Während viele an den Erfolg der "Charité des Westens" glauben, üben Linke und SPD Kritik. Auch SPD-Gesundhitsexperte Karl Lauterbach sieht mehr Nachteile – und ist in Sorge um die medizinische Versorgung in Köln. In einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" erklärt er, warum.

Die Studie verspricht ein Einsparpotenzial von jährlich über 40 Millionen Euro bei einem Verbund der Kliniken. Doch Lauterbach glaubt nicht an diese Zahl, wie er im Interview sagt. Zudem sehe er Einsparungen solcher Dimensionen zwangsweise verbunden mit einer verringerten Qualität der medizinischen Versorgung. 

Am Beispiel des Kölner Krankenhauses Holweide prognostiziert Lauterbach, dass es zu einer "Rumpfklinik" schrumpfen würde, in dem nur noch eine Minimalversorgung gewährleistet werden könne. Das würde für die Mülheimer bedeuten, dass sie keinen Zugang mehr zu "akut medizinischer Versorgung" hätten. 

Sein Vorschlag: Die städtischen Krankenhäuser könnten mit einem "verschlankten Angebot und einer Spezialisierung in wenigen Bereichen selber Synergie-Effekte erreichen". Wichtig sei, dass genügend Personal vorhanden sei. Momentan seien mehr Betten aufgestellt, als betrieben werden können. Lauterbach weiter: "Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass Merheim und Holweide stärker kooperieren und dass Personal rotiert".

Durch die Fusion würde ein Verbund mit knapp 3.000 Betten und mehr als 15.000 Mitarbeitern entstehen. Noch ist unklar, ob es zu dem Verbund kommt. Bereits im Dezember 2017 hatte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Idee einer Klinikfusion erstmals öffentlich gemacht. Zwei Jahre später beschloss der Stadtrat, über den Klinikverbund zu verhandeln. Nun muss das Land NRW das vorliegende Konzept prüfen. Am Ende entscheidet abschließend der Rat. 

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