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Köln: Nach Badeunfällen am Fühlinger See – Einsatzkräfte zeigen Lebensrettung

Nach beinahe tödlichen Unfällen  

DLRG und Feuerwehr zeigen Lebensrettung am Fühlinger See

20.06.2021, 14:29 Uhr | t-online

Köln: Nach Badeunfällen am Fühlinger See – Einsatzkräfte zeigen Lebensrettung. Eine Person wird aus dem Wasser gezogen: Teil der Aktion am Fühlinger See war die Demonstration einer realitätsnahen Rettung eines Ertrinkenden. (Quelle: Thomas Banneyer)

Eine Person wird aus dem Wasser gezogen: Teil der Aktion am Fühlinger See war die Demonstration einer realitätsnahen Rettung eines Ertrinkenden. (Quelle: Thomas Banneyer)

Badeunfälle häufen sich derzeit in Köln und Umgebung sehr. Nach zwei beinahe tödlichen Unglücken am Fühlinger See haben dort Mitglieder von Feuerwehr und DLRG am Sonntag die Gefahren beim Schwimmen aufgezeigt – und demonstriert, wie man Verunglückte rettet.

In Köln und Umgebung hat die aktuelle Hitzewelle bereits zu mehreren Badeunfällen geführt, teilweise mit traurigem Ausgang: Im Rather See war Anfang Juni ein 13-jähriges Mädchen untergegangen, es verstarb am nächsten Tag im Krankenhaus. Im Fühlinger See war am Dienstag ein achtjähriger Junge beinahe ertrunken, er musste reanimiert werden. Und am Samstag dann wurde erneut ein junger Mann beim Baden vermisst, auch er wurde wiederbelebt und ins Krankenhaus gebracht.

Wegen der gestiegenen Zahl der Einsätze luden Feuerwehr Köln und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Sonntag an den Fühlinger See, um vor den Gefahren im Wasser zu warnen. Außerdem zeigten die Einsatzkräfte gemeinsam mit Tauchern, wie ein Ertrinkender gerettet wird.

An Bord eines Bootes der Feuerwehr war ein Echolot, das bei der Suche nach Vermissten im Wasser zum Einsatz kommt. (Quelle: Thomas Banneyer)An Bord eines Bootes der Feuerwehr war ein Echolot, das bei der Suche nach Vermissten im Wasser zum Einsatz kommt. (Quelle: Thomas Banneyer)

"Die Gefahr beim Baden wird noch immer unterschätzt", sagte Christian Miller, Leiter der Kölner Feuerwehr, im Vorfeld. Unvorhersehbare Strömungn, das Überschätzen der eigenen Schwimmfähigkeiten und falsches Verhalten im und am Wasser führten immer wieder zu tragischen Unfällen. Er appellierte daher, nur zugelassene Badestellen zu nutzen und nicht im Rhein zu schwimmen.

Schon 23 Einsätze wegen Personen im Wasser

Bei der Veranstaltung am Fühlinger See waren ehrenamtliche Kräfte der DLRG, Taucher der Feuerwehr Köln und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Fühlingen vor Ort. Sie demonstrierten die Rettung eines Ertrinkenden. Zusätzlich erläuterte ein Notarzt mögliche medizinische Maßnahmen.

Seit Beginn des Jahres wurde die Feuerwehr Köln bereits 23-mal wegen Personen im Wasser alarmiert, dabei wurden elf Menschen gerettet. Im gesamten Jahr 2020 gab es 47 solcher Einsätze. Dabei wurden neun Menschen gerettet, zwei konnten nur noch tot geborgen werden. Eine weitere Person blieb vermisst. Laut DLRG ertranken 2020 bundesweit mindestens 378 Menschen, davon 335 in Binnengewässern. Allein in Nordrhein-Westfalen waren es 47 Menschen, die ihr Leben bei Unglücken im Wasser verloren.

Verwendete Quellen:
  • Beobachtungen vor Ort
  • Pressemitteilung der Stadt Köln

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