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Frau vergiftet Bruder mit Bananenbrei ÔÇô lebenslange Haft

Von Johanna T├╝ntsch

25.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Prozess um einen mutma├člich t├Âdlichen Bananenbrei in K├Âln: Die Angeklagte vor Verhandlungsbeginn mit ihrer Verteidigerin.
Prozess um einen mutma├člich t├Âdlichen Bananenbrei in K├Âln: Die Angeklagte vor Verhandlungsbeginn mit ihrer Verteidigerin. (Quelle: T├╝ntsch)
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Im Strafverfahren gegen eine 63-J├Ąhrige aus Lindenthal, die ihren Bruder mit vergiftetem Bananenbrei get├Âtet hat, hat das K├Âlner Landgericht jetzt ein Urteil gef├Ąllt.

Im Prozess um eine 63-J├Ąhrige, die ihren Bruder mit vergiftetem Bananenbrei get├Âtet haben soll, ist jetzt ein Urteil gefallen. Sie muss wegen Mordes lebenslang ins Gef├Ąngnis.

Die Angeklagte hatte zugegeben, dem Bruder im September 2021 ein t├Âdliches Medikament in hoher Dosis in einem Shake aus drei Bananen und einem halben Liter Milch verabreicht zu haben. Anders als von der Staatsanwaltschaft angeklagt, stellte sie es jedoch nicht als heimt├╝ckischen Mord dar. Vielmehr habe der Bruder vorab mehrfach ge├Ąu├čert, dass er sterben wolle.

Der Mann soll durch die Folgen mehrerer Schicksalsschl├Ąge gesundheitlich stark gezeichnet gewesen sein: Zu fr├╝h geboren, sei er schon in der Kindheit kr├Ąnklich gewesen, sp├Ąter seien dann Behinderungen hinzugekommen, da er im Laufe seines Lebens zweimal Opfer von Verkehrsunf├Ąllen mit schweren Kopfverletzungen geworden sei, rekapitulierte die Vorsitzende Richterin in ihrer Urteilsbegr├╝ndung.

Landgericht K├Âln: Sie soll Position als Betreuerin ausgenutzt haben

Seinem Ausbildungsberuf als Kfz-Mechaniker hatte der Mann demnach schon seit jungen Jahren nicht mehr nachgehen k├Ânnen, sondern habe stattdessen beim Gr├╝nfl├Ąchenamt gearbeitet. Dann war er jahrzehntelang bei den B├Ądern der Stadt K├Âln besch├Ąftigt. Zuletzt sei er bei den Alexianer-Werkst├Ątten t├Ątig gewesen.

Die Angeklagte, die einen Gro├čteil ihres Lebens auf Teneriffa und in Indien verbracht hat, lebte nach ihrer R├╝ckkehr nach K├Âln zeitweise bei der gemeinsamen Mutter. Danach war sie in die Einzimmerwohnung des Bruders gezogen, um sich hier um ihn zu k├╝mmern.

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Angeklagter wurde gesetzliche Betreuung entzogen

Sie habe daf├╝r Pflegegeld bezogen, aber auch dar├╝ber hinaus beim Bruder finanzielle Anspr├╝che f├╝r dessen Versorgung geltend gemacht. Zeitweise sei sie auch seine gesetzliche Betreuerin gewesen.

Diese Aufgabe war ihr jedoch entzogen worden, nachdem bei einer Pr├╝fung der Eindruck entstanden war, dass es ihr mehr um die eigenen Interessen als um die des Bruders gegangen sei.

Richterin: "Angeklagte wollte sich selbst Leid ersparen"

Nach dem Tod der Mutter h├Ątten die Angeklagte und zwei weitere Geschwister dar├╝ber gesprochen, wie langfristig die Perspektiven f├╝r den behinderten Bruder seien. Zwei der Geschwister hatten auf eine Heimunterbringung pl├Ądiert. "Die Angeklagte hatte tief sitzende Vorurteile gegen├╝ber jeglicher Heimunterbringung", so die Richterin.

Sie habe ein Sommerfest bei den Alexianern abgewartet. Da sie gewusst habe, dass der Bruder daran Freude haben w├╝rde, sei ihr das ein guter Abschluss des Lebens erschienen. Am n├Ąchsten Tag soll sie ihm nach dem Ausschlafen den t├Âdlichen Drink verabreicht haben.

Angeklagte behauptet, ihr Bruder habe sterben wollen

Nach Aussage der Angeklagten habe der Mann gewusst, was er zu sich nehme. Sie habe ihn auch noch einmal gefragt, ob er das wirklich wolle, habe die Angeklagte ge├Ąu├čert. Die Richter hielten es jedoch f├╝r eine Schutzbehauptung, dass die Angeklagte den Bruder mit dessen Einverst├Ąndnis get├Âtet habe.

Sie habe n├Ąmlich auch ihren eigenen Selbstmord geplant und Abschiedsbriefe verfasst, in denen noch keine Rede davon sei, dass der Bruder freiwillig habe sterben wollen. "Die Briefe sprechen daf├╝r, dass die Angeklagte sich so entschloss, um sich selbst Leid zu ersparen", so die Vorsitzende.

Das eigentliche Motiv der Tat sei wohl, dass die Angeklagte sich selbst ├╝berfl├╝ssig gef├╝hlt habe.

Angeklagte ├╝berlebte Selbstmordversuch

Auch in ihren ersten Aussagen gegen├╝ber der Polizei habe die Frau keine Todesw├╝nsche des Bruders thematisiert, sondern erst einige Tage sp├Ąter. Sie selbst soll den Versuch der Selbstt├Âtung ├╝berlebt haben, da sie ein starkes Beruhigungsmittel nehmen wollte, nachdem sie gemerkt hatte, dass das Gift bei ihr nicht wirkte.

Dieses zus├Ątzliche Medikament soll bei ihr dann aber zum Erbrechen gef├╝hrt haben, wodurch sie ├╝berlebte. Der Bruder hingegen starb einige Stunden, nachdem er den Bananendrink getrunken hatte.

Hinweis: Hier finden Sie sofort und anonym Hilfe, falls Sie viel ├╝ber den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen.

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