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Ukraine-Botschafter Melnyk greift Kretschmer an: "Kriegt in die Fresse"


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Ukraine-Botschafter Melnyk greift Ministerpräsident Kretschmer an

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 28.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Kretschmer und Melnyk (Archivbilder): Der Ministerpräsident und der Botschafter sind zuletzt mehrfach aneinander geraten.
Kretschmer und Melnyk (Archivbilder): Der Ministerpräsident und der Botschafter sind zuletzt mehrfach aneinandergeraten. (Quelle: Kahnert/Puchner/dpa)
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Die Zeit für Botschafter Melnyk in Deutschland läuft ab. Mit Sachsens Ministerpräsident wird er wohl kaum noch Frieden schließen.

Drastische Worte, gerichtet an den sächsischen Ministerpräsidenten: "Endlich kriegt Putin-Fan und Russland-Anbeter Michael Kretschmer in die Fresse auch aus den eigenen Reihen der CDU Sachsen", freute sich der scheidende Ukraine-Botschafter Andrij Melnyk in einem Tweet vom Mittwoch.

Hintergrund sind klare Aussagen von Marco Wanderwitz, dem ehemaligen Ostbeauftragten der Bundesregierung, der seit 2002 für die sächsische CDU im Bundestag sitzt und aktuell ein über die Landesliste erworbenes Mandat innehat. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" hatte er hart über Kretschmer geurteilt und ihn unter anderem mit einem Geisterfahrer verglichen, der "glaubt, nicht er, sondern alle anderen würden in die falsche Richtung fahren".

Wanderwitz: "Ohne Kretschmer kein Russland-Problem"

"Ohne Michael Kretschmers Position hätten wir kein 'Russland-Problem' in der CDU", sagte Wanderwitz. "Dann könnte man uns nicht vorwerfen, auch wir hätten einen dezidierten Russland-Versteher in unseren Reihen."

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Zugleich betonte Wanderwitz, der bei der Bundestagswahl 2021 sein Direktmandat an den AfD-Kandidaten in seinem Wahlkreis verloren hatte, mit dieser Einschätzung auch innerhalb der sächsischen Union nicht allein zu sein: "Wir als sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete haben mit ihm mehrmals das Gespräch geführt, weil wir eine andere Auffassung haben", sagte er.

Sachsen-CDU in Russland-Frage gespalten

Allerdings seien Kretschmers Ansichten in der Sachsen-CDU insgesamt wohl mehrheitsfähig. "Der Kanon ist in der Tat derzeit näher an Positionen, die von AfD und Linkspartei vertreten werden", konstatierte Wanderwitz im Gespräch mit der "LVZ". "Aber es gibt auch viele sächsische CDU-Mitglieder, die das anders sehen."

Der noch amtierende ukrainische Botschafter quittierte die Sätze von Wanderwitz nun mit Dank. "Ich freue mich sehr, Sie bald in Kiew zu sehen", schrieb Melnyk.

Andrij Melnyk tritt neuen Posten in Kiew an

Melnyk wird am 14. Oktober Berlin verlassen, um einen neuen Posten im Außenministerium in der ukrainischen Hauptstadt zu übernehmen. Abgelöst wird er von dem ukrainischen Diplomaten Olexij Makejew.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Melnyk Mitte Juli von seinem Posten abberufen. Melnyk hatte sich nicht erst seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine mit oft harter Kritik an der Bundesregierung einen Namen gemacht.

Seine Beziehung zu Ministerpräsident Kretschmer war zuletzt offen feindselig. Nachdem Kretschmer gefordert hatte, der russische Angriffskrieg müsse "eingefroren" werden, was letztlich bedeuten würde, dass Russland die von der Ukraine eroberten Gebiete behalten dürfte, hatte Melnyk eine zuvor an Kretschmer gerichtete Einladung in die Ukraine zurückgezogen. "Mit Ihrer absurden Rhetorik über das Einfrieren des Krieges spielen Sie in Putins Hände und befeuern Russlands Aggression", hatte Melnyk dies begründet.

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Verwendete Quellen
  • twitter.com: Tweet von Andrij Melnyk vom 28. September 2022
  • lvz.de: Interview mit Marco Wanderwitz vom 27. September 2022
  • Eigene Recherchen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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