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Corona: Durchschnittliche Lebenserwartung in Bayern gesunken


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Die Menschen in Bayern sterben im Durchschnitt früher

Von dpa
Aktualisiert am 17.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Menschen mit und ohne Maske beim Shoppen in München (Symbolbild): Vor der Pandemie stieg die Lebenserwartung noch. (Quelle: Wolfgang Maria Weber/imago images)
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Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die durchschnittliche Lebenserwartung in Bayern gesunken. Drastischer noch ist die Entwicklung in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Früher stieg die Lebenserwartung noch von Jahr zu Jahr leicht an. Das Absinken führen Forscher auf die Todesfälle infolge der Pandemie zurück, die im Frühjahr 2020 begann. Bei Männern habe auch eine erhöhte Sterblichkeit im mittleren Alter zwischen 45 und 70 Jahren dazu beigetragen, heißt es in der Mitteilung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB).

Nach Zahlen des BiB konnten 2019 geborene Mädchen in Bayern noch auf ein Durchschnittsalter von 83,96 Jahren hoffen, Jungen auf 79,63 Jahre. Seitdem ging die Lebenserwartung zurück, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik hervor. 2021 lag sie bei neugeborenen Mädchen in Bayern nur noch bei 83,53 Jahren, bei Jungen bei 78,92 Jahren.

Bayern liegt im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld

Damit liegt Bayern auf dem zweiten Platz - hinter Spitzenreiter Baden-Württemberg, wo Frauen auf 84,13 und Männer auf 79,56 Jahre kommen. Im bundesdeutschen Schnitt sank das Alter bei Frauen zwischen 2019 und 2021 von 83,49 auf nunmehr 83,12 Jahre. Bei den Männern waren es 2019 noch 78,72 Jahre, 2021 nur noch 78,11 Jahre.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Bayern bei der Veränderung der Lebenserwartung im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld liegt. In Ländern wie Baden-Württemberg, Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen sank sie weniger stark, in Schleswig-Holstein stieg sie bei Männern sogar an. Drastisch war die Entwicklung in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort sank die Lebenserwartung von Männern um durchschnittlich mehr als 1,5 Jahre.

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Infektionslage und Corona-Maßnahmen beeinflussen Sterblichkeit

"Die Zahlen belegen die Gefahr, welche vom Coronavirus ausgehen kann", heißt es von dem Institut. Die starken regionalen Unterschiede verdeutlichten zudem, dass auch regionale Faktoren die Sterblichkeit beeinflussten. Das Institut nannte hier etwa Corona-Maßnahmen, das Verhalten der Bevölkerung oder die Infektionslage, die sich von Region zu Region unterscheidet.

Für die Lebenserwartung wird ermittelt, welche durchschnittliche Lebenslänge Neugeborene erreichen würden, wenn die in einem Jahr verzeichneten altersspezifischen Sterblichkeitsraten über die nächsten 115 Jahre konstant gehalten würden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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