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München: Nur noch halb so viele Kaninchen in der Stadt wie vor zehn Jahren


Krankheit und Jagd
München: Nur noch halb so viele Kaninchen wie vor zehn Jahren


22.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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Zwei Wildkaninchen auf einer Wiese (Symbolbild): In München dürfen die Tiere legal bejagt werden. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Kevin Sawford/imago-images-bilder)

Immer wieder sieht man in Münchens Parks Kaninchen über die Wiese hoppeln. Tausende dieser Tiere gibt es in der Stadt, doch ihre Zahl geht zurück. Das liegt auch an der Jagd.

Wer abends durch den Englischen Garten, den Nymphenburger Schlosspark oder durch den Westpark spaziert, dürfte sie kaum übersehen: die Kaninchen. In Gruppen oder allein hoppeln sie vor allem abends und in den Morgenstunden über die Wiesen, buddeln und hinterlassen Löcher im Gras.

Neben Ratten und Mäusen gehören Kaninchen zu den häufigsten Wildtieren in der Stadt. Ihr Anblick ist also nichts Ungewöhnliches. Münchens Parks sind voll mit den Tieren. Aber der Schein trügt.

Bayern: Kaninchenzahl ging um 80 Prozent zurück

Tendenziell schrumpfe die Zahl der Kaninchen eher, sagt Heinz Sedlmeier t-online. Er ist der Geschäftsführer des Landesbund für Vogel- und Naturschutz. Schuld sei die steigende Zahl an Kaninchenkrankheiten in den letzten Jahren. "In München leben nur noch halb so viele Kaninchen wie noch vor zehn Jahren", sagt Sedlmeier, in ganz Bayern sei der Bestand sogar um ganze 80 Prozent geschrumpft.

Obwohl es tendenziell immer weniger Kaninchen gibt, kommt es in vereinzelten Parks dennoch zu vergleichsweise großen Populationen der Tiere. Der Grund sei, dass sich die Kaninchenkrankheiten – vor allem Viren und die sogenannte Hasenpest – nicht überall gleich stark ausbreiteten. Bleibt ein Park also für längere Zeit von Krankheitserregern verschont, wächst auch schnell seine Zahl an Kaninchen.

Die Stadt geht mit einer Maßnahme dagegen vor, die nicht jedem gefällt: In München dürfen Kaninchen legal bejagt werden – auch in Parks. Jäger werden dafür laut Sedlmeier speziell ausgebildet. Im Jahr 2023 seien auf diese Art und Weise etwa 400 Kaninchen getötet worden. Das ist im Vergleich zu der großen Population aber eine kleine Zahl.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Telefonat mit dem Geschäftsführer des Landesbund für Vogel- und Naturschutz Heinz Sedlmeier
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