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München: Geplante Hochhäuser in Neuhausen – Initiative schürt Angst


"Kein Monopoly"
Initiative schürt Angst vor Hochhäusern in München

Von t-online, son

22.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Eine Visualisierung zeigt, wie sich das Bild in Neuhausen verändern könnte, sollten dort Hochhäuser gebaut werden.Vergrößern des BildesEine Visualisierung zeigt, wie sich das Bild in Neuhausen verändern könnte, sollten dort Hochhäuser gebaut werden. (Quelle: hochhausstopp.de)
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In München sind zwei neue Wolkenkratzer geplant. Eine Initiative versucht, den Bau zu stoppen. Die Initiatoren befürchten ansonsten schlimmes.

Wird München in den kommenden Jahren aussehen wie Frankfurt oder gar New York? Diese Befürchtung haben aktuell zumindest die Mitglieder der Initiative HochhausSTOP. "Mit den geplanten Hochhäusern an der Paketposthalle droht München eine städtebauliche Wende zur Wolkenkratzer-Metropole", schreiben sie auf ihrer Homepage.

Auf dem Areal im Stadtteil Neuhausen soll in den kommenden Jahren zwei Wolkenkratzer mit einer Höhe von jeweils 155 Metern gebaut werden. Insgesamt soll auf der 1,9 Hektar großen Fläche mit den beiden Türmen im Zentrum ein "sinnvolles Ensemble" entstehen. Mit 1.100 Wohnungen, Räumen für 3.000 Arbeitsplätze sowie Häusern mit Platz für 17 Kindergarten- und sechs Hortgruppen sowie einem Seniorenheim, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Und on top – im wahrsten Sinne des Wortes – einem Biergarten auf dem Dach.

Initiatoren sammeln Stimmen für Bürgerentscheid

Pläne, von denen die Initiative HochhausSTOP nichts hält. "Kein Monopoly in München", fordern die Initiatoren in Anspielung auf das beliebte Gesellschaftsspiel, in dem es darum geht, möglichst viele Häuser und Hotels zu errichten. Sie befürchten, dass der Bau der Zwillingstürme einem "Dammbruch" gleichkommen würde, wie Robert Brannenkämper, Landtagsabgeordneter der CSU, im Gespräch mit der "Abendzeitung" erklärte. "Darauf würden sich alle Investoren stützen und mit Dollarzeichen in den Augen ins Rathaus stürzen."

Die Initiative fordert die Menschen in der bayerischen Landeshauptstadt daher auf, zu handeln und ein Bürgerbegehren zu unterschreiben. Damit es zu einem Bürgerentscheid kommt, sind 33.000 Unterschriften notwendig. In den vergangenen beiden Jahren kamen aber bislang "nur" 27.000 zusammen. Bis Ende 2024 wollen Brannenkämper sowie der ehemalige Stadtrat Wolfgang Czisch (SPD) und ihre Mitstreiter die fehlenden 6.000 Unterschriften laut der "tz" zusammenbekommen.

Hochhausstudie als Grundlage von Visualisierungen

Um deutlich zu machen, wie ernst die Lage aus ihrer Sicht ist, haben die Initiatoren der Initiative auf ihrer Website mehrere Visualisierungen erstellt, wie München aussehen könnte. Grundlage dafür ist die Hochhausstudie der Stadt München aus dem Jahr 2023, in welcher ermittelt wurde, in welchen Straßen der Bau von Wolkenkratzer möglich wäre. Klar sei, dass in München neue Wohnungen dringend benötigt werden. "Aber warum mit der unbestritten teuersten Bauweise und noch dazu am falschen Platz?", fragen die Initiatoren.

Als Argumente gegen den Bau von Hochhäusern über 60 Meter führen sie mehrere Punkte an. Unter anderem die "Verschattung" rund um die Wolkenkratzer, welche die Lebensqualität mindere, dazu die Versiegelung ganzer Quartiere sowie der hohe Energie- und Materialverbrauch. Zudem fehle es durch hohe Bebauungsdichten vielerorts an Infrastruktur wie S- und U-Bahnen sowie an Kindertagesstätten, Schulen sowie Grün- und Erholungsflächen.

Grünen-Politikerin stempelt Initiative als "Angstkampagne" ab

Ein Schreckensszenario, das Stadträtin Anna Hanusch von den Grünen für absolut übertrieben hält. Es handle sich dabei um eine "Angstkampagne" fernab jeder Realität, sagte die Expertin für Städtebau und Sprecherin ihrer Fraktion im Planungsausschuss der Stadt der "AZ". "Traurig, dass man zu solchen Mitteln greifen muss."

Weil die notwendigen Unterschriften gegen die geplanten Türme an der Paketposthalle offenbar nicht zu erhalten seien, würden die Gegner nun zu anderen Mitteln in Form von überdrehten Fantasieprodukten greifen. Hanusch unterstrich im Gespräch mit der "tz": "Eine solche Skyline wird München nie haben."

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