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40 Jahre "Menschen für Menschen": Nothilfe für Tigray

München  

40 Jahre "Menschen für Menschen": Nothilfe für Tigray

07.09.2021, 12:53 Uhr | dpa

40 Jahre "Menschen für Menschen": Nothilfe für Tigray. 40 Jahre "Menschen für Menschen"

Der Schauspieler Karlheinz Böhm steht am Rande der Eröffnung eines Ausbildungszentrums. Foto: Jörg Carstensen/dpa/archivbild (Quelle: dpa)

Die von dem Schauspieler Karlheinz Böhm gegründete Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen" will sich verstärkt im Umfeld der Krisenregion Tigray engagieren. Das Gebiet sei nicht sicher zugänglich - deshalb sei ein Nothilfeprogramm in der angrenzenden Region Amhara geplant, in der sich viele Flüchtlinge aufhalten, kündigte Vorstandssprecher Sebastian Brandis am Dienstag in München an. Hunderttausende seien vom Hungertod bedroht. Das Programm solle in Tigray erweitert werden, wenn es die Sicherheitslage erlaube.

Die Organisation "Menschen für Menschen" feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Geplant sind zahlreiche Benefiz-Aktionen. Zum Beispiel will Manuel Neuer ein Trikot zugunsten der Stiftung versteigern. Geplant sind außerdem ein Konzert von Mitgliedern der Münchner Philharmoniker und eine Varieté-Benefiz-Gala von Zauberkünstler Willi Auerbach. Am 20. November gibt es in München eine Spenden-Gala.

Am 16. Mai 1981 hatte Karlheinz Böhm, bis dahin vor allem bekannt aus romantischen "Sissi"-Filmen, in der Sendung "Wetten, dass..?" die Zuschauer legendär herausgefordert: Er wettete, dass nicht jeder von ihnen eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in der afrikanischen Sahelzone spenden werde. Böhm behielt recht - trotzdem kamen auf Anhieb 1,2 Millionen Mark zusammen. Am 13. November 1981 gründete er "Menschen für Menschen". Böhm starb 2014.

Hilfe zur Selbstentwicklung war von Anfang an sein Konzept. Seit der Gründung hat die Organisation rund sechs Millionen Menschen geholfen. Zusammen mit der Bevölkerung wurden mehr als 450 Schulen, über 100 Krankenstationen und 2700 Wasserstellen gebaut. Zehntausende Äthiopier bekamen bessere Methoden zur Bewirtschaftung ihres kargen Landes gezeigt, 360.000 nahmen an Alphabetisierungskampagnen teil. "Wir feiern Erfolge, aber wir sehen weiter den Bedarf", sagte Brandis. "Wir bleiben so lange, wie wir gebraucht werden."

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