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Wieso es im 21. Jahrhundert noch immer Funklöcher gibt

Von Björn Bischoff

21.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Ein Mobilfunkmast auf dem Dach eines Gebäudes (Symbolbild): Nicht jeder Ort in Mittelfranken ist an den Mobilfunk angebunden.
Ein Mobilfunkmast auf dem Dach eines Gebäudes (Symbolbild): Nicht jeder Ort in Mittelfranken ist an den Mobilfunk angebunden. (Quelle: imago-images-bilder)
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Funklöcher verärgern nicht nur – sie stehen auch für die verpasste Digitalisierung in Deutschland. Und das kann für Probleme sorgen. Zum Beispiel im Nürnberger Land. Was tut sich gerade? Und wie lassen sich Funklöcher stopfen?

Jeder kennt sie. Niemand will sie. Funklöcher schneiden die Menschen vom modernen Leben ab. Keine Telefonie, kein mobiles Internet. Oder konkret: kein Anruf zu Hause, kein Blick auf Instagram, keine digitale Konferenz über Teams möglich.

Seit Jahren sammeln sich die von Funklöchern verursachten Vorfälle. Auch in Nürnberg und Umgebung. So berichtete die "Pegnitz Zeitung" über einen Fall, bei dem das Bayerische Rote Kreuz einen mobilen Hausnotruf aufgrund eines Funklochs in Lauf an der Pegnitz nicht einrichten konnte.

Auf einer eigenen digitalen Karte lassen sich die Funklöcher in ganz Deutschland aufspüren. Per App können Nutzer die Geschwindigkeit an ihrem Standort messen.

Nordwestlich von Hilpoltstein in Großenohe findet sich etwa ein Funkloch. Auch ein bekanntes Funkloch bei Vach ist auf der Karte verzeichnet. Wer mit dem Regionalexpress oder der S1 von Erlangen nach Nürnberg reist, fährt mit der Bahn dort durch – das ist dann der Moment, in dem alle Fahrgäste plötzlich aufschauen und vor dem Fenster die Landschaft entdecken.

Doch wie entstehen solche Situationen? Wo es doch seit Anfang 2021 sogar ein bundeseigenes Unternehmen gibt, die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft – sie hat vor allem diese Aufgabe: Funklöcher schließen.

Wie entstehen Funklöcher? Bundesnetzagentur klärt auf

Die Sache mit den Funklöchern ist nicht so einfach. Denn nicht nur der Mobilfunkmast –oder der fehlende Mobilfunkmast – beeinträchtigt den Empfang. Die Bundesnetzagentur ist die zentrale Behörde, wenn es um Energie, Eisenbahnen und Energie geht – und um Telekommunikation. Auf Nachfrage heißt es, dass der Empfang in Gebäuden etwa auch durch die Stärke oder das Material der Wände beeinflusst werden könne, selbst die Verglasung könne Probleme verursachen.

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Das lässt sich auf den Empfang in Auto oder Bus übertragen. Hier kann es zusätzlich auf die Geschwindigkeit ankommen. "Eine Netzverfügbarkeit hängt zudem von Faktoren wie zum Beispiel der Topografie der Umgebung, der Auslastung der Funkzelle, der Endgeräteleistung und der vereinbarten Leistung des Mobilfunkvertrages ab", heißt es auf Nachfrage.

So will Bayern den Mobilfunk fördern

Vor vier Jahren startete das Bayerische Mobilfunkförderprogramm. Auf dessen Homepage findet sich die berechtigte Frage: "Warum gibt es in Bayern noch immer Funklöcher?" Die Antwort: "Zu einem flächendeckenden Ausbau sind Mobilfunkanbieter gesetzlich nicht verpflichtet. Die Mobilfunkanbieter wählen die Standorte für Mobilfunkmasten eigenständig und passend zu ihrem jeweiligen Netz aus. Sie orientieren sich dabei an wirtschaftlichen Gegebenheiten." Förderung erhalten Gemeinden etwa für die Errichtung von Masten oder Mobilfunkunternehmen für den "Ausbau in mit Sprachmobilfunk nicht versorgten Gebieten".

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will guten Empfang in ganz Bayern

Ist Bayern also auf einem guten Weg? Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte im März: "Wir sorgen für guten Empfang in ganz Bayern. Allein in den beiden letzten Jahren sind über 10.000 Mobilfunkmasten modernisiert oder neu gebaut worden. 99 Prozent aller Haushalte werden mit LTE versorgt, 90 Prozent haben Zugriff auf 5G."

Millionen Euro aus einem Förderprogramm sollen für weitere Erfolge bis Ende des Jahres sorgen. Im Dezember vergangenen Jahres schrieb auch die Bundesnetzagentur in einer Pressemitteilung: "Mit dem aktuell dominierenden Mobilfunkstandard 4G (LTE) sind gegenwärtig ca. 96 Prozent der Fläche von mindestens einem Mobilfunknetzbetreiber versorgt." Damit ist ganz Deutschland gemeint und nicht nur Bayern.

Mobilfunkanbieter: 99,8 Prozent der Region sind abgedeckt

Können die Mobilfunkanbieter die positiven Nachrichten bestätigen? In der Frequenzauktion 2019 hatten die Unternehmen Drillisch Netz AG, Telefónica Deutschland, Telekom und Vodafone die Mobilfunkfrequenzen ersteigert.

Auf Nachfrage beim Anbieter Vodafone zu den Plänen in und um Nürnberg heißt es, aktuell betreibe man 333 Mobilfunkstationen in der betreffenden Region, davon 306 mit LTE-Technologie. "Dadurch sind 99,8 Prozent der Bevölkerung an das Vodafone-Mobilfunknetz angebunden," erklärt das Unternehmen. Bis Mitte nächsten Jahres will Vodafone 40 weitere LTE-Bauprojekte in der Region realisieren. Die Investition sei auch nötig, weil der mobile Datenverkehr in Nürnberg und im Nürnberger Land weiter zunehme.

BRK: Es gibt auf jeden Fall noch Funklöcher"

Also alles angebunden? Keine Funklöcher mehr? "Es gibt auf jeden Fall noch Funklöcher", sagt Harald Leykauf vom Bayerischen Roten Kreuz auf Nachfrage von t-online. Der 60-Jährige hat die Leitung über den Hausnotruf inne, über den die "Pegnitz Zeitung" berichtet hat. "Es tut sich aber auf jeden Fall etwas." Trotzdem gebe es Orte im Nürnberger Land wie etwa Schupf, in denen die Bewohner weiterhin vom mobilen Netz ausgeschlossen seien.

Etwa einmal im Jahr tauche das Problem bei ihm auf. "Es war früher schlimmer, als wir keine Roamingkarten hatten", sagt Leykauf. Damit wählen sich die Geräte des Hausnotrufs jetzt automatisch beim besten Provider ein. Allerdings gebe es verschiedene Geräte für den Hausnotruf, manche ließen sich auch über das Festnetz bedienen. Problematisch wird es, wenn Funkloch und ein Haushalt ohne Festnetz aufeinandertreffen. Man könne sich aber oft mit analogen Mitteln helfen. "Wir finden meist eine Lösung", sagt Leykauf.

Die Stadt Lauf bestätigt auf Anfrage: "Die Netzabdeckung hat sich in den letzten drei Jahren wesentlich weiterentwickelt. Zahlreiche Standorte wurden erweitert und die Infrastruktur für mobiles Breitband modernisiert." Und gibt es Anfragen oder gar Beschwerden von Bürgern zur aktuellen Situation? "Aktuell nicht."

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Von Meike Kreil
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