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Formel 1: Wegen Vettel – Ecclestone sauer auf Ferrari

Kritik von Ecclestone  

Wegen Vettel – Ex-Formel-1-Boss sauer auf Ferrari

05.12.2018, 11:20 Uhr | t-online.de

Formel 1: Wegen Vettel – Ecclestone sauer auf Ferrari. Schuldfrage: Hätte Sebastian Vettel (l.) mit einem stärkeren Team im Rücken den Titel geholt? (Quelle: imago images/HochZwei)

Schuldfrage: Hätte Sebastian Vettel (l.) mit einem stärkeren Team im Rücken den Titel geholt? (Quelle: HochZwei/imago images)

Lange Zeit war das Rennen um den Titel in der Formel 1 spannend. Doch am Ende stand Lewis Hamilton mit klarem Abstand auf Platz eins. Doch wo lagen die Gründe für den Leistungsabfall bei Ferrari?

Satte 88 Punkte trennten Lewis Hamilton und Sebastian Vettel nach dem letzten Kurs in der diesjährigen Formel-1-Saison. Wieder einmal blieb Ferrari hinter den Erwartungen zurück und konnte den fünften Mercedes-Triumph in Serie nicht verhindern. Die Dominanz der Silberpfeile hält weiter an. Ex Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht die Ursache dafür nicht bei Sebastian Vettel, sondern bei dessen Team.

"Er ist Opfer, nicht Täter"

Zur "Autobild Motorsport" sagte er: "Lewis Hamilton ist ein verdienter Weltmeister geworden und Sebastian ein unverdienter Zweiter. Dass Lewis überragend war, aber auch die totale Unterstützung vom Team bekam. Das kann man bei Sebastian nicht behaupten."

Bernie Ecclestone war bis Anfang 2017 Geschäftsführer der Formel 1. (Quelle: imago images/Jan Huebner)Bernie Ecclestone war bis Anfang 2017 Geschäftsführer der Formel 1. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Doch wo genau liegen die Unterschiede zwischen den Lagern? "Es fehlte (bei Ferrari, Anm. d. Red.) die starke Hand, und es herrschte mehr Chaos als konstruktives Handeln. Es gab plötzlich merkwürdige Fehler in der Strategie, und von außen hatte man den Eindruck, dass Ferrari mehr für Kimi Räikkönen machte als für Sebastian. Er ist Opfer, nicht Täter", so Ecclestone.

Arrivabene soll bleiben

Immer wieder kam es in der laufenden Saison zu umstrittenen Entscheidungen bei Ferrari. Auch zwischen Vettel und dem Team knirschte es. Ecclestone: "Hätte Ferrari ihn genauso unterstützt wie Mercedes Lewis, Sebastian hätte auch Weltmeister werden können. Ein Team muss seinen Titelkandidaten kompromisslos unterstützen. Genau das hat Mercedes gemacht, Ferrari leider nicht."


Dass es bei Ferrari aber zu Veränderungen kommt, scheint nicht der Fall zu sein. Der Vertrag von Teamchef Maurizio Arrivabene läuft aus, doch die Tendenz geht zu Verlängerung. Es ist kein potenzieller Ersatz in Sicht und der Ferrari-Präsident setzt auf Kontinuität. Für Vettel wird es also beim gleichen Team um ihn herum bleiben. Ob das für den Titel im nächsten Jahr reicht, bleibt abzuwarten. Bernie Ecclestone sieht es in jedem Fall kritisch. 

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