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Formel 1: Albtraum für Vettel bei GP in Italien – Leclerc triumphiert


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Kritik an Vettel: "Er fährt wie ein Idiot auf die Strecke zurück"

Von t-online
Aktualisiert am 08.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Sebastian Vettel erlebte einen rabenschwarzen Tag.
Sebastian Vettel erlebte einen rabenschwarzen Tag. (Quelle: Laci Perenyi/imago-images-bilder)
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Sebastian Vettel hat beim Heim-Grand-Prix von Ferrari das Podium klar verpasst. Der Deutsche drehte sich bereits früh im Rennen, fiel weit zurück und musste sich sogar überrunden lassen. Sein Teamkollege hingegen triumphierte.

Blackout bei Sebastian Vettel, Jubel bei Charles Leclerc – die Wachablösung bei Ferrari wurde ausgerechnet beim Heimrennen vollzogen: Der viermalige Weltmeister Vettel hat sein Rennen beim Großen Preis von Italien mit einem kolossalen Aussetzer ruiniert und sich bei der Scuderia ins Abseits manövriert.


Formel 1 in Monza: Albtraum für Vettel – Leclerc triumphiert vor Mercedes

Charles Leclerc setzt seinen Höhenflug in der Formel 1 fort und hat Ferrari den ersten Heimsieg seit 2010 beschert. Der Monegasse gewann eine Woche nach seinem Sieg in Spa auch den Großen Preis von Italien in Monza, die Plätze zwei und drei gingen an das Mercedes-Duo aus Valtteri Bottas und Weltmeister Lewis Hamilton. Sebastian Vettel im zweiten Ferrari blieb nach einem frühen Fahrfehler und einer 10-Sekunden-Strafe wegen Verursachens eines Unfalls ohne WM-Punkte. Das Rennen von Monza in Bildern.
Max Verstappens Wagen holte sich beim Start eine kaputte Nase, der Red-Bull-Pilot viel weit zurück. Sonst blieben die führenden Fahrer zunächst in der Reihe, lediglich Hülkenberg und Vettel tauschten kurzzeitig die Plätze, ehe der Ferrari-Pilot wieder vorbeizog.
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Leclerc triumphiert – Bottas vor Hamilton

Der Heppenheimer zeigte ausgerechnet in Monza erneut Nerven und wurde von seinem überlegenen und siegreichen Teamkollegen Leclerc sogar überrundet. Während Vettel den 14. Saisonlauf völlig verpatzte und 13. wurde, ließ Shootingstar Leclerc die Herzen der Tifosi im Ferrari-Land mit einer leidenschaftlichen Vorstellung höher schlagen: Es war der erste Heimsieg in Monza seit 2010, als Fernando Alonso triumphiert hatte.

Der 21-jährige Leclerc lieferte sich packende und hart geführte Zweikämpfe mit den Mercedes-Piloten, zunächst mit Weltmeister Lewis Hamilton, später mit Valtteri Bottas – letztlich holte der Finne Rang zwei vor Hamilton. Nico Hülkenberg fuhr im Renault auf den starken fünften Platz. Leclerc (182 Punkte) zog damit auch in der WM-Wertung an Vettel (169) vorbei. Spitzenreiter bleibt Hamilton (284), der auf seinen sechsten WM-Titel zusteuert.

Die Szene des Rennens spielte sich bereits in der siebten Runde ab. In der dritten Schikane leistete Vettel sich auf Rang vier liegend einen Dreher, direkt danach folgte der nächste große Patzer. Bei der Rückkehr auf die Strecke touchierte er das Auto von Racing-Point-Pilot Lance Stroll.

Kurz nach dem Start dann das Kamikaze-Manöver von Sebastian Vettel: In Runde sieben leistete er sich einen kolossalen Fahrfehler, drehte sich und hätte beinahe Toro Rosso-Pilot Pierre Gasly abgeschossen.
Kurz nach dem Start dann das Kamikaze-Manöver von Sebastian Vettel: In Runde sieben leistete er sich einen kolossalen Fahrfehler, drehte sich und hätte beinahe Toro Rosso-Pilot Pierre Gasly abgeschossen. (Quelle: Motorsport Images/imago-images-bilder)

"Er fährt wie ein Idiot auf die Strecke zurück", schimpfte der Kanadier per Funk. Vettel musste sich einen neuen Frontflügel holen und fiel ans Ende des Feldes zurück, zudem bekam er nach dem Manöver gegen Stroll eine zehnsekündige Stop-and-Go-Strafe.

Leclercs Triumph war Ferraris Stärke

Das Italien-Rennen galt für den 32-Jährigen als wegweisend: Eine erneute Niederlage im Teamduell vor den Augen Tausender Italiener und Piero Ferrari, dem Sohn des legendären Firmengründers, hätte sich Vettel nicht leisten dürfen. Das Zustandekommen der Pleite dürfte seine Rolle als Nummer zwei der ruhmreichen Scuderia nun letztlich zementiert haben.

Seinen Status als Nummer eins untermauerte Leclerc aber auch mit der eigenen Leistung. Der Monegasse blieb auch nach den Boxenstopps vor dem Mercedes-Duo aus Hamilton und Bottas, der Brite war jedoch zumeist im DRS-Fenster, der Druck auf den Ferrari war enorm.


Leclercs Trumpf auf dem Vollgas-Kurs war Ferraris Stärke auf den vielen Geraden, der SF90 war dem Mercedes-Boliden überlegen. Statt Leclerc schwächelte Hamilton in Runde 42. In der ersten Schikane nach Start-und-Ziel musste der 34-Jährige den Umweg über die Auslaufzone nehmen. Bottas zog an seinem Teamkollegen vorbei und eröffnete seinerseits die Jagd, doch der Sieg war Leclerc nicht mehr zu nehmen.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur sid
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