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Formel 1: Sebastian Vettel über Ferrari-Aus: "Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch"

Aus bei Ferrari  

Vettel: "Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch"

03.07.2020, 08:49 Uhr | sid

Formel 1: Sebastian Vettel über Ferrari-Aus: "Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch". Sebastian Vettel: Der vierfache Formel-1-Weltmeister zeigt sich enttäuscht nach dem Aus bei Ferrari. (Quelle: Getty Images/Lars Baron)

Sebastian Vettel: Der vierfache Formel-1-Weltmeister zeigt sich enttäuscht nach dem Aus bei Ferrari. (Quelle: Lars Baron/Getty Images)

Kurz vor der neuen Formel-1-Saison spricht Sebastian Vettel Klartext über das Aus bei Ferrari: Der vierfache Weltmeister fühlt sich bei Ferrari aussortiert. Noch steht auch nicht fest, wie es für ihn weitergeht.

Die Augen schauten freundlich über der roten Ferrari-Maske hervor, die Stimme klang ruhig. Und dann sorgte Sebastian Vettel schon am Vorabend seiner letzten Ferrari-Saison für jede Menge Zündstoff – es könnte nun doch eine holprige Abschiedstour in Rot werden.

"Es lag kein Angebot auf dem Tisch"

Denn vor dem Großen Preis von Österreich (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL und Sky) erzählte der Hesse erstmals seine Version der Trennung von der Scuderia: Das Team hat ihn demnach gegen seinen Willen abgegeben.

Es habe "keinen Knackpunkt" bei den Verhandlungen über einen neuen Vertrag gegeben, sagte Vettel, weil gar keine Verhandlungen stattgefunden hätten: "Es war überraschend, als Teamchef Mattia Binotto mich anrief und sagte, dass das Team nicht mehr mit mir weitermachen will." Dies habe in den Wochen zuvor stets anders, ja sogar gegenteilig geklungen. "Es gab keine Diskussionen, es lag kein Angebot auf dem Tisch."

Lage ist angespannt

Dabei war in der Pressemitteilung zur Trennung im Mai ausdrücklich von einer gemeinsamen Entscheidung die Rede gewesen. Kolportiert wurde damals auch, dass Ferrari dem viermaligen Weltmeister einen kurzfristigen Vertrag zu deutlich verringerten Bezügen angeboten habe. Auch dieser Version widersprach Vettel mit seinen Aussagen nun. Dass Ferrari verstärkt auf Jungstar Charles Leclerc setzt, war ohnehin klar. Schon vor Bekanntgabe der Trennung von Vettel hatte der Rennstall den Vertrag mit dem Monegassen bis 2024 verlängert.

Bis Dezember ist Vettel nun noch angestellter bei Ferrari, und die Lage ist wohl doch angespannter, als bislang vermutet. Anders ist Vettels Klartext in Spielberg kaum zu erklären.

Das ist der Kurs in Spielberg

Erstes Rennen nach der Corona-Pause: So kurvenreich sieht die Strecke beim "Großen Preis von Österreich" aus. (Quelle: t-online.de)

Vettels Zukunft noch ungeklärt

Über die eigene Zukunft ab 2021 habe Vettel, der am Freitag 33 Jahre alt wird, indes noch nicht entschieden. Kommt "das richtige Angebot", dann will er weitermachen: "Ich habe das Gefühl, dass ich noch mehr leisten kann." Nötig sei "das richtige Paket und die richtigen Leute um mich herum". Er sei noch immer in der Formel 1, "um etwas zu erreichen, um etwas zu gewinnen. Wenn das nicht mehr möglich ist, dann ist es Zeit, mich nach etwas anderem umzuschauen."

Attraktiv scheint daher momentan nur ein Angebot vom Weltmeister-Rennstall Mercedes, als Hinterherfahrer in einem Mittelfeldteam sieht er sich nicht. Allerdings dürfte die erste Option der Silberpfeile eine weitere Zusammenarbeit mit dem funktionierenden Duo aus Weltmeister Lewis Hamilton (England) und Valtteri Bottas (Finnland) sein.

Eine einjährige Pause und die spätere Rückkehr in die Formel 1 spielt momentan dagegen keine Rolle in seinen Überlegungen. "Wenn du bereit bist, die Tür zu schließen, dann solltest du wirklich dazu bereit sein. Und nicht darauf hoffen, dass sie sich wieder öffnet."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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