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Debatte über Helmpflicht in Bundesliga: Die Skepsis ist groß


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Helm-Debatte in der Bundesliga: Die Skepsis ist groß

Von t-online, lr

22.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Klaus Gjasula: Der Profi des SC Paderborn spielt seit Jahren mit Helm.
Klaus Gjasula: Der Profi des SC Paderborn spielt seit Jahren mit Helm. (Quelle: Nordphoto/imago-images-bilder)
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Im Interview mit t-online.de hat der Paderborner Bundesliga-Profi Klaus Gjasula vorgeschlagen, dass Fußballer einen Helm zum Schutz vor Kopfverletzungen tragen sollten. Nicht alle stimmen ihm zu.

Seit seinem Jochbogenbruch im Jahr 2013 spielt Klaus Gjasula nur noch mit Helm. Doch obwohl Kopfverletzungen im Fußball nachweislich zunehmen, ist seinem Beispiel hierzulande noch kein anderer Bundesliga-Profi gefolgt. Im t-online.de-Interview sagte Gjasula nun am Mittwoch, er fände es sinnvoll, "wenn alle Spieler einen Helm tragen würden. Das würde vielleicht auf dem Platz komisch aussehen, aber es wäre definitiv für die Gesundheit aller das Beste." Innerhalb kürzester Zeit hat seine Aussage, auch international, für Schlagzeilen gesorgt – und unterschiedlichste Reaktionen hervorgerufen.

Kein wirkungsvoller Schutz fürs Gehirn

Manfred Schnieders, der Vorsitzende des DFB-Spielausschusses, hält eine Helmpflicht für nicht zielführend und sagte dem "Westfalen-Blatt": "Viele Spieler fühlen sich stark beeinträchtigt und können so ein Ding über 90 Minuten nicht ertragen. Ich halte es deshalb für besser, eine Empfehlung auszusprechen."

Claus Reinsberger, Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Uni Paderborn, zweifelt grundsätzlich am Nutzen: "Wenn ich darüber nachdenke, mein Gehirn zu schützen, dann hilft so ein Helm, wie Klaus ihn trägt, überhaupt nicht. Da müsste er schon ein Modell wie im American Football tragen, aber ein kompletter Schutz für das Gehirn wäre auch dann nicht gegeben." Ganz im Gegenteil führe ein Kopfschutz psychologisch gesehen zu einem falschen Sicherheitsgefühl – und in Folge zu einem noch riskanteren Einsteigen.

"Fußball wird seit mehr als 100 Jahren so gespielt"

Positiver fallen die Pressestimmen aus. So fragt der "Tagesspiegel": "Helmpflicht für Fußballer – warum nicht?" Und weiter: "Bundesliga-Profi Klaus Gjasula hat zwar recht, wird aber so schnell nicht recht bekommen." Denn an eine tatsächliche Umsetzung einer Helmpflicht glauben auch die meisten Kommentatoren nicht.


Die Vorbehalte der großen Mehrheit der Fußballspieler dürften dafür zu groß sein. Gjasulas Paderborner Mitspieler Uwe Hünemeier sagte dem "Westfalen-Blatt": "Fußball wird seit mehr als 100 Jahren so gespielt, wie er gespielt wird. Mit einem kompletten Kopfschutz schränkt man nicht nur das Sichtfeld ein, dann könnte man auch nicht mehr so gezielt einen Kopfball ansetzen."

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Verwendete Quellen
  • Westfalen-Blatt: Helm-Pflicht? So fallen die Reaktionen aus
  • Tagesspiegel: Helmpflicht für Fußballer – warum nicht?
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