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Paderborn-Profi Gjasula schlägt Helmpflicht für alle Spieler vor

Von Benjamin Zurmühl

Aktualisiert am 21.08.2019Lesedauer: 3 Min.
Spielt seit 2013 mit einem Spezialhelm: Klaus Gjasula.
Spielt seit 2013 mit einem Spezialhelm: Klaus Gjasula. (Quelle: eu-images/imago-images-bilder)
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Auch am ersten Spieltag hat es wieder mehrmals gekracht. Mehrere Spieler rauschten mit ihren Köpfen zusammen, mussten teilweise behandelt werden. Paderborns Klaus Gjasula sieht in solchen Momenten die Gesundheit gefährdet – und hat einen Vorschlag.

Um Manuel Neuer zu umkurven und das Tor zu schießen, hat es gerade noch gereicht. Doch beim Torjubel wurde Herthas Marko Grujic im Duell gegen Bayern am Freitag plötzlich schwarz vor Augen. Trotzdem spielte er nach einer Behandlung weiter, trug eine Verletzung am Auge davon, die am Tag danach noch sichtbarer war.

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Von einem Einzelfall ist bei Marko Grujic nicht zu sprechen. Platzwunden, Knochenbrüche und weitere sichtbare Verletzungen sind in der Bundesliga nicht selten. Weil er selbst einmal schwer betroffen war, trägt Klaus Gjasula vom SC Paderborn einen Helm, der ihm von Mitspieler Babacar Gueye den Spitznamen "Spartacus" einbrachte. Doch das nimmt Gjasula gerne in Kauf. Denn für ihn zählt nicht die Ästhetik, sondern die Gesundheit.

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"Er gibt mir das Gefühl, dass nichts passieren kann"

An die Entstehung der Verletzung kann er sich gut erinnern. "Ich habe mit den Kickers Offenbach gegen Hessen Kassel gespielt und mein Gegenspieler Sakho kam in einem Luftduell einen Tick zu spät und hat mir unabsichtlich einen Kopfstoß verpasst", erklärt Gjasula im Gespräch mit t-online.de. Diagnose: Jochbogenbruch. Lange warten musste der 29-Jährige auf seinen nächsten Einsatz nicht.

Ein Spezialhelm, der für ihn angefertigt wurde, schützte den gebrochenen Knochen vor weiterem Kontakt mit dem Ball. Schon kurz danach stand der Deutsch-Albaner wieder auf dem Platz. Gjasula: "Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit der Sicht, aber habe mich schnell daran gewöhnt und nach kurzer Zeit sehr wohl gefühlt. In der nächsten Saison habe ich ihn am ersten Spieltag einmal weggelassen und direkt von unserem Torhüter im Luftzweikampf einen abbekommen. Seit diesem Moment habe ich ihn immer getragen."

Klaus Gjasula im September 2013 (r.) kurz vor seiner Verletzung gegen Hessen Kassel.
Klaus Gjasula im September 2013 (r.) kurz vor seiner Verletzung gegen Hessen Kassel. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)

Als Glücksbringer würde er ihn aber nicht bezeichnen: "Dann wäre ich wohl nicht erst mit 29 in der Bundesliga gelandet", scherzt Gjasula. Viel mehr bietet ihm der Helm Schutz und Sicherheit. "Er (der Helm, Anm. d. red.) gibt mir einfach das Gefühl, dass nichts passieren kann."

"Und dann passiert es..."

Gjasula ist nicht der einzige Spieler in den letzten Jahren, der stetig einen Helm trägt. Auch Petr Cech hatte sich nach einem Schädelbruch 2006 dazu entschieden, nie mehr ohne einen Schutz aus Kunststoff auf dem Platz zu stehen. Beide reagierten im Nachhinein, nicht präventiv. "Wenn jemand nichts hat, denkt er: 'Ist der bekloppt, dass der mir das empfiehlt? Ich bin doch gesund.' Der Mensch handelt erst dann, wenn es schon passiert ist, nicht davor. Jeder denkt ja: 'Ach, mir passiert das nicht.' Und dann passiert es…", erklärt Gjasula ehrlich.


Vor allem die Optik der Helme könnte für viele Spieler ein Grund sein, meint er. Für ihn ist das jedoch kein Faktor: "Ich sehe lieber beim Fußball spielen ein bisschen komisch aus und bin dafür auch nach dem Fußball gesund. Das ist das Wichtigste für mich."

So könnten die Kopfballduelle aussehen: Freiburgs Philipp Lienhart (l.) und Mainz' Karim Onisiwo.
So könnten die Kopfballduelle aussehen: Freiburgs Philipp Lienhart (l.) und Mainz' Karim Onisiwo. (Quelle: imago-images-bilder)

Gjasula schlägt vor, dass der Kopfschutz zur Pflicht wird: "Ich fände es sinnvoll, wenn alle Spieler einen Helm tragen würden. Das würde vielleicht auf dem Platz komisch aussehen, aber es wäre definitiv für die Gesundheit aller das Beste. Auch wenn der Fußball natürlich mit dem American Football nicht zu vergleichen ist."

Ärzte unter Druck

Mit Gehirnerschütterungen hatte Gjasula glücklicherweise noch nicht zu kämpfen. Mit dem Thema "Concussion Protocol" im Fußball hat er sich deshalb noch nicht näher beschäftigt, hält aber einen unabhängigen Arzt für die Diagnose für eine gute Idee. Ein Verfahren wie es in der NFL beim American Football gepflegt wird, wird seit einiger Zeit diskutiert.


"Die Ärzte wollen immer das Beste für den Menschen, also in dem Fall für die Spieler. Aber ich glaube in 50:50-Situationen, in denen der Spieler unbedingt weiterspielen will, wird er wieder auf den Platz gelassen, obwohl es besser gewesen wäre, ihn aus dem Spiel zu nehmen", meint Gjasula. Auch aus diesem Grund hält er einen Kopfschutz für sinnvoll: "Ich glaube auf jeden Fall, dass die Ärzte viel weniger zu tun hätten."

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