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"Langeweile" – Manager stichelt gegen Hoeneß

Von t-online, sid
Aktualisiert am 26.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Andreas Rettig: Der ehemalige DFL-Manager bekam von Uli Hoeneß etwas Kritik zu hören.
Andreas Rettig: Der ehemalige DFL-Manager bekam von Uli Hoeneß etwas Kritik zu hören. (Quelle: IMAGO/Harald Bremes)
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Ein Anruf von Uli Hoeneß im "Doppelpass" hat am Sonntag für Furore gesorgt. Eins seiner Opfer: Andreas Rettig. Der setzt sich nun zur Wehr.

Andreas Rettig hat nach den verbalen Scharmützeln am Sonntag mit Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß live in der TV-Sendung Doppelpass bei Sport1 eine mögliche Ursache für den Anruf des 70-Jährigen ausgemacht. "Vielleicht Langeweile", vermutete der ehemalige Geschäftsführer der DFL bei "Spox" und "Goal".

Der 59 Jahre alte, langjährige Bundesliga-Manager und Hoeneß hatten sich einen rund fünfminütigen verbalen Schlagabtausch geliefert. Hoeneß hatte Partei für WM-Gastgeber Katar ergriffen. Rettig ist ausgewiesener Kritiker der WM-Endrunde im Emirat am Persischen Golf.

Rettigs Kritik am FC Bayern

"Wenn sich die Aktionäre eines Unternehmens dafür entscheiden, an Katar Anteile zu verkaufen, kann man das kritisieren. Dann ist das aber die Entscheidung der Anteilseigner. Der größte Anteilseigner des FC Bayern sind die Mitglieder. Wenn diese ein derartiges Engagement ablehnen, ist das zu akzeptieren. Für den FC Bayern scheint das Votum seiner Mitglieder eher nachrangig zu sein", betonte Rettig nun.

Die Meinungsunterschiede zwischen ihm und Hoeneß, selbst viele Jahre als Manager des FC Bayern Chef der "Abteilung Attacke" beim deutschen Rekordmeister, kämen nicht von ungefähr, so Rettig: "Das passiert, wenn ein Katar-Lobbyist auf einen Überzeugungstäter in Sachen Menschenrechte trifft."

Dass Hoeneß die katarischen Gaslieferungen in seine Argumentationskette pro Emirat einbrachte, sei laut Rettig eine unzulässige Vermischung der Ebenen: "Man kann ein strategisch eingesetztes Sportswashing eines autokratisch geführten Staates ohne Presse- und Meinungsfreiheit und massiven Menschenrechtsverletzungen, der sich zudem durch die Ausrichtung einer WM einen persönlichen Imagetransfer verspricht, nicht mit einer unverschuldet in Energienot geratenen Volkswirtschaft aufrechnen."

Süffisant fügte der einstige DFL-Geschäftsführer hinzu: "Wandel durch Handel hat schon an anderer Stelle nicht zum Erfolg geführt."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
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