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FC Bayern: Hoeneß schickt Heynckes in Rente

Hoeneß plant die Ära nach Heynckes

31.05.2012, 11:17 Uhr | t-online.de

FC Bayern: Hoeneß schickt Heynckes in Rente. Uli Hoeneß (li.) und Jupp Heynckes gehen wohl bald getrennte Wege. (Quelle: imago images)

Uli Hoeneß (li.) und Jupp Heynckes gehen wohl bald getrennte Wege. (Quelle: imago images)

Der FC Bayern München bastelt mit Hochdruck am Kader für die neue Saison. Vier Neuzugänge stehen bereits fest, mindestens zwei weitere Hochkaräter sollen folgen. Und auch auf der Trainerbank scheint sich in absehbarer Zeit etwas zu tun. Stand bis vor kurzem noch die Möglichkeit im Raum, Jupp Heynckes 2013 auslaufenden Vertrag zu verlängern, stellte Bayern-Präsident Uli Hoeneß jetzt klar, dass die Bayern ihren Trainer aller Voraussicht nach zum Vertragsende in den Ruhestand schicken werden: "Höchstwahrscheinlich holen wir einen Neuen", sagte er in einem Interview mit der "Welt".

Die Tage von Heynckes als Trainer des FC Bayern scheinen also gezählt. Trotzdem fordert Hoeneß einen freundlicheren Umgang mit dem 67-Jährigen. "Jupp Heynckes ist keine Lame Duck. Er ist ein sehr angesehener, fleißiger Trainer, der 100 Prozent gibt. Ich wünsche mir mehr Respekt."

Hoeneß lechzt nach Erfolg

Respekt verdient man sich durch Erfolg. Doch genau der ist in den vergangenen zwei Jahren ausgeblieben beim FC Bayern. Das nagt am erfolgsverwöhnten Ex-Manager. Die Niederlage im "Finale dahoam" hat Wurstfabrikant Hoeneß noch lange nicht verdaut: "Karl-Heinz Rummenigge hat mir erzählt, dass er sich das Finale noch einmal im Fernsehen angeschaut hat. Das kann ich nicht."

Dass die Bayern plötzlich nur noch die Vizebayern sind, passt nicht zum Selbstverständnis des Rekordmeisters. Hoeneß fordert deshalb endlich wieder Siegermentalität: "Wir müssen aufpassen, dass wir 'Mia san mia' nicht nur überall hinschreiben, sondern es auch auf dem Spielfeld zeigen. Wenn es nach mir geht, halten wir uns mit 'Mia san mia' etwas zurück, bis wir es wieder demonstrieren. 'Mia san mia' heißt nämlich auch, erfolgreich zu sein."

Erfolgreich war in den letzten beiden Jahren vor allem Borussia Dortmund mit Trainer Jürgen Klopp. Dieser ist 22 Jahre jünger als Heynckes. Den Generationen-Unterschied als maßgeblichen Grund für Erfolg oder Misserfolg auszumachen, hält Hoeneß aber für Quatsch. "Die Diskussionen um das Alter unseres Trainers ist eine Sauerei. Es gibt nur ein Argument: gut oder schlecht."

Platzhalter für die große Lösung

Fakt ist aber auch: Heynckes ist kein Zukunftsmodell wie beispielsweise Klopp in Dortmund. Er hat - und das liegt in der Natur der Sache - nicht mehr die Zeit, langfristig eine Mannschaft zu formen. Es ist ein offenes Geheimnis in München, dass der FC Bayern nach einer großen Lösung auf der Trainerbank strebt. Pep Guardiola, José Mourinho oder André Villas-Boas sind Namen, die immer wieder an der Säbener Straße gehandelt werden.

Sollte einer dieser Star-Trainer im nächsten Sommer Interesse an dem Job beim FC Bayern haben, wird Heynckes seinen Spind räumen. Falls es noch eine Saison länger dauert, bis ein Coach mit Weltformat den Weg in die bayrische Landeshauptstadt findet, hält Heynckes wohl noch ein paar Monate mehr den Platz auf der Trainerbank warm.

"Vormachtstellung in der Bundesliga zurückholen"

Hoeneß wäre es am liebsten, wenn er seinen Freund Heynckes, dessen vorzeitige Entlassung 1991 er selbst als "schwersten Fehler" seiner Karriere bezeichnet, im nächsten Sommer mit dem Gewinn mindestens eines Titels in den wohlverdienten Ruhestand schicken zu können. Aus diesem Grund steckt der 60-Jährige seine gesamte Energie in die Planung für die neue Spielzeit. "Erst einmal tun wir alles dafür, dass Jupp Heynckes mit der Mannschaft erfolgreich ist." Dabei soll vor allem der BVB wieder in die Schranken gewiesen und die Verhältnisse in Fußball-Deutschland gerade gerückt werden. "Unser oberstes Ziel für die neue Saison ist, uns die Vormachtstellung in der Bundesliga zurückzuholen."

Um dieses Ziel zu erreichen, wird der FC Bayern Geld in die Hand nehmen und Stars verpflichten. Wen genau der Rekordmeister im Visier hat, verrät Hoeneß nicht. Er verspricht aber, dass hinter den Kulissen hart gearbeitet wird. "Warten Sie mal ab, was noch kommt! Es wird etwas passieren!"

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