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"Nur so kann die Bundesliga die Star-Flucht stoppen"

MEINUNGPro & Contra zu 50+1  

"Nur so kann die Bundesliga die Star-Flucht stoppen"

Von Florian Wichert, Heiko Ostendorp

05.02.2018, 06:58 Uhr
"Nur so kann die Bundesliga die Star-Flucht stoppen". Der vorerst letzte Star, der der Bundesliga den Rücken gekehrt hat: Pierre-Emerick Aubameyang spielt jetzt für den FC Arsenal. (Quelle: imago)

Der vorerst letzte Star, der der Bundesliga den Rücken gekehrt hat: Pierre-Emerick Aubameyang spielt jetzt für den FC Arsenal. (Quelle: imago)

Die Bundesliga schaut heute nach Frankfurt, wo die DFL eine Entscheidung zur umstrittenen 50+1-Regelung bekannt geben will – mit möglicherweise weitreichenden Folgen.

An dieser Stelle kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Head of Fußball und Sport bei t-online.de) und Heiko Ostendorp (Fußballchef beim Sportbuzzer) aktuelle Fußball-Themen.

Diesmal geht es um die Frage, ob die 50+1-Regelung abgeschafft werden muss. Die verbietet es Investoren, die Stimmenmehrheit an einem Verein zu bekommen. Heißt: Ein Verein muss die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen, also 50 Prozent plus eine weitere Stimme. Schon jetzt gibt es Ausnahmen: Beim VfL Wolfsburg, bei der TSG Hoffenheim und bei Bayer Leverkusen. Auch in anderen Ligen wie der Premier League ist es längst üblich, dass Investoren die Mehrheit bekommen. Das macht es für sie attraktiver.

Muss die 50+1-Regel, die es Investoren verbietet, die Stimmen-Mehrheit an einem Fußballverein zu bekommen, fallen?

Florian Wichert

Head of Fußball und Sport

Pro

Ja, nur so hat die Liga eine Chance

Kroos, de Bruyne, Mkhitaryan, Sané, Gündogan, Dembélé, Aubameyang - die Liste der Topstars, die die Bundesliga verlassen haben, ist lang. Mit Keita wird sie noch länger. Wie lang muss sie noch werden, bis endlich etwas passiert?

Wir stehen gut da, sagt Uli Hoeneß. Wir sollten eine ehrliche Liga bleiben, sagt Max Eberl. Das Problem: In der Bundesliga wird nicht weniger gelogen als in anderen Ligen. Und selbst wenn das so wäre: Was wollen Sie im Stadion sehen - Ehrlichkeit oder vielleicht doch lieber Stars, Tricks, guten Fußball und Erfolge? Es ist kein Zufall, dass die Stadion-Auslastung in der Bundesliga mit 91,7 Prozent so niedrig ist wie zuletzt vor acht Jahren.

Die Meisterschaft ist bei 18 (!) Punkten Vorsprung für Bayern an Langeweile nicht zu übertreffen. Im Europacup haben sich die deutschen Klubs außer Bayern gnadenlos blamiert. Die Liga und ihre Vereine haben nur eine Chance: Investoren. Und für die sind die Klubs nur interessant, wenn die 50+1-Regel fällt. Je früher, desto besser.

Heiko Ostendorp

Fußballchef

Contra

Nein, es würde sich nichts ändern

Der Fußball in Deutschland steht am Scheideweg: Die Kluft zwischen Fans und Klubs wird immer größer, der Wahnsinn um Gehälter und Ablösesummen immer befremdlicher. Nun auch noch die 50+1-Regel zu kippen, wäre ein fatales Signal in die falsche Richtung.

Statt einen Schritt zurück zur Basis zu machen, würde man den Weg für weitere Paten öffnen, denen es am Ende nur um den Profit und nicht um die Liebe und Leidenschaft zu einem Klub geht. Das mag naiv und romantisch klingen – aber an welchen Werten soll man sich bitte sonst festhalten?

Zumal eine Abschaffung von 50+1 aus meiner Sicht nichts ändern würde: die großen Investoren würden bei den großen Klubs einsteigen, die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander gehen. Und wer sich mehr Spannung verspricht, muss nur noch England schauen: Obwohl dort alle Topklubs einen steinreichen Investor haben, marschiert Manchester City unaufhaltsam an der Tabellenspitze vorne weg.

Was denken Sie – wer hat recht?

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