Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

Bundesliga: Gladbach spielt Union schwindelig – Thuram mit Kaepernick-Geste

"Besonderer Moment"  

Gladbachs Thuram trifft doppelt gegen Union und kniet nieder

31.05.2020, 18:48 Uhr | sid

Bundesliga: Gladbach spielt Union schwindelig – Thuram mit Kaepernick-Geste. Gladbach-Stürmer: Marcus Thuram kniete nach seinem ersten Tor gegen Union nieder. Die Geste ist ein Symbol des Protests gegen Polizeigewalt gegenüber dunkelhäutigen US-Amerikanern. (Quelle: dpa/Martin Meissner/AP Pool)

Gladbach-Stürmer: Marcus Thuram kniete nach seinem ersten Tor gegen Union nieder. Die Geste ist ein Symbol des Protests gegen Polizeigewalt gegenüber dunkelhäutigen US-Amerikanern. (Quelle: Martin Meissner/AP Pool/dpa)

Mönchengladbach schiebt sich in der Tabelle weiter nach vorne. Dank eines souveränen Sieges gegen Union Berlin sind die Borussen nun schon Dritter. Der Mann des Tages sorgte mit einer besonderen Geste für Aufsehen.

Borussia Mönchengladbach hält weiter Kurs auf die Champions League. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose besiegte Union Berlin souverän mit 4:1 (2:0) und verbesserte sich damit zumindest für einen Tag auf Platz drei der Bundesliga.

Sonderlob für Thuram und Plea

Florian Neuhaus (17.), Marcus Thuram (41., 59.) und Alassane Plea (81.) erzielten die Treffer des fünfmaligen Deutschen Meisters, der sich damit auch für die Hinspielniederlage beim Aufsteiger (0:2) revanchierte. Die Berliner liegen nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg weiter vier Punkte vor dem Relegationsplatz. Der Treffer von Sebastian Andersson (50.) war zu wenig.

"Wir haben uns da oben festgebissen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl zufrieden bei Sky: "Das ist Ausdruck unserer Qualität, Ausdruck unserer Leistung. Momentan spielen wir eine sehr, sehr gute Rolle." Die überragenden Stürmer Thuram und Plea bekamen ein Sonderlob: "Sie können Fußball spielen, haben Kaltschnäuzigkeit – das haben sie heute wieder an den Tag gelegt."

Gladbachs 3000. Bundesliga-Treffer

Die offensiv ausgerichteten Gladbacher übernahmen von Beginn an die Kontrolle. Der starke Neuhaus hätte Rafal Gikiewicz fast mit einem Schuss von der Mittellinie überrascht, doch der Gäste-Keeper lenkte den Ball gerade noch zur Ecke (13.).

Vier Minuten später war aber der Gladbacher Sieger des Duells. Nach schöner Einzelleistung sorgte Neuhaus im Fallen für die verdiente Führung. Es war Gladbachs 3000. Bundesliga-Treffer. Die Gastgeber fanden auch in der Folge immer wieder Lücken in der Fünferkette der Eisernen, der letzte Pass war aber teilweise zu unpräzise.

Gladbachs Marcus Thuram erzielte gegen Union zwei Tore. (Quelle: dpa/Martin Meissner/AP Pool/)Gladbachs Marcus Thuram erzielte gegen Union zwei Tore. (Quelle: Martin Meissner/AP Pool//dpa)

Thuram mit Kaepernick-Geste

Nach dem Wirbel um den vom Spielbetrieb suspendierten Sebastian Polter taten sich die Gäste in der Offensive schwer. Durch einen Kopfball von Marvin Friedrich (29.) verbuchte Union im ersten Durchgang nur eine Chance. Gladbach drängte auf den zweiten Treffer und belohnte sich noch vor der Pause. Eine Flanke von Plea köpfte Thuram ein und sank danach wie der frühere NFL-Star-Quarterback Colin Kaepernick auf ein Knie. Kaepernick war zur Symbolfigur der Proteste gegen Polizeigewalt vor allem gegenüber dunkelhäutigen US-Bürgern geworden. "Besonderer Moment im Borussia-Park", schrieb Gladbach daraufhin bei Twitter. 

Thuram folgte damit dem Schalker Weston McKennie. "Justice for George" hatte der US-Nationalspieler am Samstag im Spiel gegen Werder Bremen (0:1) auf einen Trauerflor an seinem Arm geschrieben, Gerechtigkeit für den durch Polizeigewalt gestorbenen Afroamerikaner George Floyd.

Ryerson im Pech

Die Gäste starteten deutlich mutiger in die zweite Halbzeit und belohnten sich schnell durch den Kopfballtreffer von Andersson. Die Begegnung war nun offener. Rami Bensebaini verpasste per Freistoß den dritten Treffer der Gastgeber knapp (56.). Dieser gelang Thuram, erneut hatte Plea vorbereitet. Es war der zehnte Saisontreffer des Franzosen.

Pech hatte der Berliner Julian Ryerson, der fünf Minuten nach seiner Einwechslung nach einem Foul von Neuhaus schon wieder verletzt vom Platz humpelte (65.).

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal