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1. FSV Mainz 05 freut sich über Kündigung von rassistischem Mitglied


Mainz 05 freut sich über Kündigung von rassistischem Mitglied

Von Till Oppermann

Aktualisiert am 09.06.2020Lesedauer: 2 Min.
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Der FSV Mainz 05 hat sich auf seiner Homepage gegen Rassismus positioniert. Auch Spieler Pierre Kunde feierte sein Tor gegen Frankfurt aus Protest gegen Rassismus aufs Knie.
Der FSV Mainz 05 hat sich auf seiner Homepage gegen Rassismus positioniert. Auch Spieler Pierre Kunde feierte sein Tor gegen Frankfurt aus Protest gegen Rassismus aufs Knie. (Quelle: Poolfoto/imago-images-bilder)
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Mainz 05 stellt sich gegen Rassismus. Auf seiner Homepage zeigt der Verein seine Antwort auf die Kündigung eines Mitglieds. Das Ex-Mitglied begründet den Austritt mit zu vielen dunkelhäutigen Spielern.

Der Bundesligist FSV Mainz 05 hat sich mit der Veröffentlichung einer Kündigung einer Vereinsmitgliedschaft gegen Rassismus positioniert. In einer ausführlichen Erklärung auf der Homepage macht der Verein das Schreiben eines Ex-Mitglieds öffentlich. Eigentlich sei man über den Verlust eines Vereinsmitglieds bekümmert. Das gelte aber nicht immer. Wegen einer unakzeptablen Begründung habe man sich entschieden, Teile der Kommunikation zu veröffentlichen.

Das ehemalige Mitglied klagt in dem Schreiben über Identitfikationsprobleme. Es sei zwar nicht rassistisch veranlagt, aber die Mannschaft der 05er vermittele den Eindruck, beim Afrika-Cup zu sein, anstatt in der deutschen Bundesliga. Es würden seit Wochen neun dunkelhäutige Spieler auflaufen. Deutsche Talente hätten deshalb keine Chance. Das sei nicht mehr der seit Jahren liebgewonnene Verein des Mitglieds.

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Mainz ist glücklich über die Kündigung

Unter diesen Auszügen aus der Kündigung zeigen die Mainzer die Antwort ihres Fanservice. Normalerweise bedauere man Kündigungen und kämpfe um jedes Mitglied leidenschaftlich. In diesem Fall könne man nicht ansatzweise Bedauern ausdrücken. Der Verein schreibt: "Rassismus beginnt da, wo rassistische Gedanken geäußert werden, nicht nur, wenn sich jemand selbst als Rassist bezeichnet." Das Ex-Mitglied könne sich zurecht nicht mit Mainz 05 identifizieren. Denn für den Verein würden Hautfarben keine Rolle spielen. "Für uns zählt nur, dass jemand Mensch ist und unsere Werte teilt." Über die Kündigung freue man sich deshalb.

Mit Zitaten aus der Satzung und dem Leitbild des Klubs begründen die Mainzer ihre Haltung. Außerdem führt der Verein zwei Beispiele erfolgreicher Jugendarbeit an. Das Tor gegen Union Berlin sei Produkt dieser Nachwuchsarbeit gewesen. "Nach starkem Ballgewinn des im luxemburgischen Erpeldingen geborenen und seit der U17 bei uns ausgebildeten Leandro Barreiro hat mit Ridle Baku ein echter Mainzer Bub vollendet." Auf diese Spieler sei man stolz. Sie seien tolle Menschen und schlicht Mainzer Buben.

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Verwendete Quellen
  • Mitteilung des Vereins
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