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Sancho bleibt dem BVB erhalten: "Entscheidung ist defintiv"

Von dpa
Aktualisiert am 10.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Bleibt in der kommenden Saison definitiv beim BVB: Jadon Sancho.
Bleibt in der kommenden Saison definitiv beim BVB: Jadon Sancho. (Quelle: David Inderlied/dpa./dpa)
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Dortmund (dpa) - Die monatelangen Spekulationen über die Zukunft von Jadon Sancho haben vorerst ein Ende. Gleich zum Auftakt des Trainingslagers in der Schweiz schaffte Borussia Dortmund mit einem unerwartet deutlichen Statement Klarheit.

"Wir planen mit Jadon. Er wird nächste Saison beim BVB spielen. Diese Entscheidung ist definitiv", verkündete der glänzend gelaunte Sportdirektor Michael Zorc noch während der ersten Einheit im noblen Kurort Bad Ragaz.

Den zuletzt von diversen Medien kolportierten Transfer des 20 Jahre alten englischen Nationalspielers zu Manchester United wird es demnach nicht geben. Bedenken, dass der Bundesliga-Topscorer der vergangenen Saison mit dem Verbleib in Dortmund hadern könnte und dem Beispiel ehemaliger BVB-Profis wie Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang folgen und sich wegstreiken könnte, hegt Zorc nicht: "Diese Entscheidung wird vom Spieler und natürlich auch von seiner Agentur respektiert."

Nicht ohne Stolz und fast beiläufig verriet Zorc, dass der Vertrag mit dem Ausnahmekönner bereits im vergangenen Jahr um ein Jahr bis 2023 verlängert wurde. Dabei seien die Bezüge "der Leistungsentwicklung von Jadon angepasst" worden.

Offenbar scheute Manchester United in schwierigen Corona-Zeiten das Risiko, die vom BVB aufgerufene Ablösesumme in Höhe von 120 Millionen Euro zu investieren. Nach der deutlichen Aussage von Zorc dürfte das Aufregerthema der vergangenen Wochen trotz der in diesem Jahr langen Wechselfrist bis Anfang Oktober für den Bundesliga-Zweiten ausgestanden sein.

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Dabei hatte Sancho noch am Samstag mit einer Privatreise nach London für Aufregung gesorgt und neue Wechselgerüchte geschürt. Doch der BVB war darüber informiert und hatte allen Profis ähnliche Reisen zu ihren Familien genehmigt. Berichten zufolge war Sancho mit Freunden auf einer Rapper-Party, wie auf einem Video in den sozialen Medien zu sehen war. Corona-Regeln und Hygienemaßnahmen wurden allem Anschein nach nicht missachtet. "Dass Spieler vor einen Trainingslager noch mal auf Heimatbesuch sind, ist üblich und in Ordnung, wenn es sich nicht um Risikogebiete handelt. Das gilt für alle und natürlich auch für Jadon", kommentierte BVB-Mediendirektor Sascha Fligge den Kurztrip.

Doch schon die Tatsache, dass Sancho beim Abflug der Borussia Richtung Schweiz dabei war, wurde als Indiz für seinen Verbleib beim BVB gewertet. Dem Vernehmen nach hatte die Vereinsspitze den Abreisetag als Frist für einen möglichen Wechsel festgesetzt. "Wir haben uns ehrlich gesagt schon über einige Berichte in den vergangenen Wochen gewundert und waren selbst - wie Sie vielleicht gemerkt haben - sehr entspannt", sagte Zorc den Medienvertretern.

In der Schweiz fehlen nur die langzeitverletzten Routiniers Marco Reus und Marcel Schmelzer. Sie sollen ihre Reha-Maßnahmen in Dortmund fortsetzen, um möglichst bald Anschluss an das Team zu finden. Dafür waren die Rekonvaleszenten Mats Hummels und Mahmoud Dahoud beim Abflug dabei. Das Duo soll im Laufe der kommenden Woche in das Teamtraining einsteigen.

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