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Fünf Tore! Gladbach demontiert Bielefeld und träumt weiter von Europa

Bundesliga, 31. Spieltag  

Fünf Tore: Gladbach demontiert Bielefeld und träumt von Europa

26.04.2021, 09:20 Uhr | dd, dpa

Fünf Tore! Gladbach demontiert Bielefeld und träumt weiter von Europa. Gladbachs Zakaria (l.) und Embolo jubeln gegen Arminia Bielefeld. (Quelle: dpa)

Gladbachs Zakaria (l.) und Embolo jubeln gegen Arminia Bielefeld. (Quelle: dpa)

Die Mannschaft von Trainer Marco Rose lässt der Arminia keine Chance und bleibt im Rennen um die Europa League mittendrin. Für Bielefeld dagegen bleibt die Situation im Abstiegskampf weiter eng.

Ausrufezeichen von Borussia Mönchengladbach im Rennen um die Europa League-Plätze: Im Sonntagabendspiel des 31. Spieltags gewann die Mannschaft von Trainer Marco Rose mit 5:0 (3:0) gegen Arminia Bielefeld und zog damit nach – am Samstag hatten bereits die direkten Konkurrenten Union Berlin (3:1 gegen Bremen) und Bayer Leverkusen (3:1 gegen Eintracht Frankfurt) gewonnen. 

Breel Embolo (6., 69.), Marcus Thuram (15.), Ramy Bensebaini (18.)  und Alassane Plea (84.) trafen gegen ganz schwache Arminen, die damit weiter tief im Abstiegskampf stecken. "Wir haben eine Reaktion gezeigt gegenüber dem letzten Spiel", sagte Torwart Yann Sommer dem TV-Sender Sky. "Wir wussten, wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben in dieser Saison."

"Schmerzhafte Niederlage"

Das taten die Bielefelder in diesem Spiel umso mehr. "Das ist schon eine schmerzhafte Niederlage", sagte Trainer Frank Kramer. "Bei fünf Gegentoren kann die Defensivleistung nicht sonderlich überzeugend gewesen sein." 

Die Gladbacher (46 Punkte) klettern damit wieder auf Platz sieben, vor den abschließenden drei Spielen der Saison beträgt der Abstand auf Leverkusen (50) auf Platz sechs weiterhin vier Zähler, Union ist dazu punktgleich auf Platz acht.

Anders als in Hoffenheim, als die Gladbacher eine 2:0-Pausenführung noch verspielten, waren die Borussen diesmal von Beginn an drückend überlegen. Seit mehr als 50 Jahren sind die "Fohlen" inzwischen ohne Heim-Niederlage gegen die Arminia.

Bielefelds Traum vom Klub-Rekord platzte früh

Bielefeld bleibt als Tabellen-15. (30 Punkte) mit einem Zähler mehr als der 1. FC Köln auf dem Relegationsrang in Abstiegsgefahr. Der Vorletzte Hertha BSC (26) hat indes noch drei Spiele mehr als die Konkurrenz zu absolvieren. Das kleine Zwischenhoch der Arminia endete am Sonntag jäh. Erstmals nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage gab es wieder eine Schlappe – und was für eine. In den ersten acht Spielen unter Kramer hatte es zuvor gerade einmal fünf Gegentore gegeben. Allein drei kamen am Sonntag in den ersten 18 Minuten hinzu.

Der angepeilte Klub-Rekord aus dem Jahr 1982 mit vier Spielen in Serie ohne Gegentore war schon nach gut fünf Minuten nicht mehr möglich. Nathan de Medina fälschte einen Schuss von Breel Embolo unhaltbar für Bielefelds Torhüter Stefan Ortega ins Netz ab. Embolo hatte schon beim 1:0 im Hinspiel Anfang Januar das Siegtr der Gladbacher erzielt, danach aber nicht mehr getroffen – bis Sonntag.

Erstmals seit knapp zwei Monate erhielt der Schweizer im Angriff wieder eine Chance von Beginn an. Die Hereinnahme von Embolo und Hannes Wolf waren nicht die einzigen Überraschungen von Trainer Marco Rose, die griffen. Auch dass die Borussen mit einer Dreierkette in er Abwehr begannen, schien Bielefeld zu überraschen. Die dadurch entstandene Überzahl im Mittelfeld nutzte Gladbach konsequent.

Gladbachs Tore entstanden zu einfach

Immer wieder überspielten die Borussen die zuvor unter Kramer so sichere Defensivformation Bielefelds. Auch das 2:0 der Gastgeber entstand zu einfach. Beim Abschluss von Thuram sah Keeper Ortega zudem nicht gut aus. Nur drei Minuten später patzte Christian Gebauer. Bei einer missglückten Abwehraktion im Strafraum sprang ihm der Ball an den Oberarm, den fälligen Strafstoß vollstreckte Bensebaini.

Trainer Kramer versuchte es zur zweiten Halbzeit mit zwei neuen Kräften – Andreas Voglsammer und Fabian Kunze kamen für die abgemeldeten Fabian Klos und Masaya Okugawa. Immerhin nahmen die Gästen nun auch offensiv am Spielgeschehen teil, obschon Gladbach weiter dominierte. Nach schöne Kombination gelang Embolo schließlich sein zweiter Treffer. Plea setzte den Schlusspunkt. Auch in dieser Höhe war das Ergebnis verdient.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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