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Bundesliga – Hertha-Trainer Dardai ganz offen: "Die Spieler sind traurig"

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"Die Spieler sind traurig" – Hertha-Trainer Dardai ganz offen

10.05.2021, 08:47 Uhr | dd, dpa

Bundesliga –  Hertha-Trainer Dardai ganz offen: "Die Spieler sind traurig" . Nach dem 0:0 gegen Bielefeld: Hertha-Trainer Dardai (M.) zwischen seinen Spielern. (Quelle: imago images)

Nach dem 0:0 gegen Bielefeld: Hertha-Trainer Dardai (M.) zwischen seinen Spielern. (Quelle: imago images)

In einer zeitweise zähen Partie zwischen zwei Kellerkindern kann sich weder Hertha BSC noch Arminia Bielefeld entscheidend durchsetzen. Am Ende begnügen sich beide Teams mit einem Punkt – aber es bleibt bis zur letzten Minute eng.

Ein Punkt, der keinem von beiden Vereinen im Abstiegskampf wirklich hilft: Durch das 0:0 zwischen Hertha BSC und Arminia Bielefeld bleiben beide Klubs tief im Kampf um den Klassenerhalt stecken. Nach dem torlosen Unentschieden in einer über lange Zeit zähen, aber umkämpften Partie klettern die Berliner zwar zeitweise auf Platz 14 (bei noch einem ausstehenden Nachholspiel), haben aber genau wie die Bielefelder (16.) und Werder Bremen (15.) nun 31 Zähler auf dem Konto. Es bleibt also ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

"Die Spieler sind traurig. Ich habe gesagt: 'Kopf hoch. Ich möchte, dass ihr zufrieden seid'", berichtete Dardai am Sonntag von seiner Ansprache gleich nach der Nullnummer noch auf dem Rasen des Olympiastadions. Mit einem Sieg am Mittwoch im letzten von drei Nachholspielen beim abgestiegenen Schlusslicht FC Schalke 04 könnte die Hertha aber einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Bielefeld stand zu Beginn kompakt

Dardai setzte wieder auf das Prinzip Frische. Nach neun Wechseln vor dem 3:0 gegen Freiburg wurden diesmal acht Startelf-Plätze neu besetzt. Außer den verletzten Sami Khedira (Wade) und Mattéo Guendouzi (Mittelfußbruch) begann somit wieder die gleiche Formation wie vor sechs Tagen beim 1:1 in Mainz, mit dem die Berliner nach zwei Wochen Quarantäne ihre Aufholjagd Richtung Klassenverbleib gestartet hatten. Dardai kündigte schon an, dass er diese Wechselspiele bis zum Saisonfinale am 22. Mai gegen Hoffenheim konsequent fortsetzen will.

Den großen Schwung aus dem Erfolg gegen die Breisgauer konnte dieses Hertha-Team aber nicht bieten. Bielefeld stand kompakt, wie man es im Abstiegskampf erwarten kann, und war gut erholt vom 0:5 vor zwei Wochen gegen Borussia Mönchengladbach. Lediglich Maximilian Mittelstädt (8. Minute) konnte in der Anfangsphase Arminia-Torwart Stefan Ortega prüfen.

Für den Außenverteidiger endete das Spiel nach einem heftigen Zusammenprall mit Bielefelds Anderson-Lenda Lucoqui dann schon nach einer halben Stunde mit einem ordentlichen Brummschädel. Verdacht auf Gehirnerschütterung lautete die erste Diagnose der Ärzte. "Er hatte sich schwindlig gefühlt, da musste man wechseln", sagte Dardai. Matheus Cunha musste später mit einer Sprunggelenkverletzung vom Feld. Die Häufung der Verletzungen könnte die Mission der Hertha gefährden.

Hertha fehlte die Frische

Bielefeld war gefährlicher als erwartet. Hertha-Schlussmann Alexander Schwolow musste knifflige Distanzschüsse von Andreas Voglsammer (26.) und Manuel Prietl (28.) parieren. Joakim Nilsson (10.) hatte schon früh eine gute Kopfball-Chance. Die Hertha kam durch Jhon Cordoba (34./45.+2) zu Möglichkeiten. Einmal traf der Kolumbianer den Pfosten, einmal drosch er den Ball ans Außennetz.

Dardai reichte das an Offensiv-Power offensichtlich nicht. Mit Nemanja Radonjic für Deyovaisio Zeefuik stellte er auf ein 4-4-2-System um. Der Niederschlag in der Spielweise blieb ziemlich bescheiden. Im Gegenteil. Bielefeld blieb bei seiner konsequenten Arbeitsweise und hatte durch einen Kopfball von Amos Pieper (55.) die große Chance zur Führung. Schwolow schnappte sich seinen Abklatscher gerade noch vor dem lauernden Arminia-Stürmer Fabian Klos.

Der Hertha fehlten Schwung und Durchschlagskraft. War das schon die befürchtete fehlende Frische durch die auch mentale Belastung des Dauerprogramms nach langer Auszeit? Javairo Dilrosun (70./88.) versuchte es noch mit Distanzschüssen. Mehr ging diesmal nicht für die Berliner.

Ich finde, dass wir eine Mannschaft gesehen haben, die eine Reaktion gezeigt hat. Wir waren kompakt und haben extrem viel gearbeitet", sagte Bielefelds Trainer Frank Kramer. Stürmer Fabian Klos verlangte mehr: "Ein Punkt ist erstmal gut. Aber irgendein Spiel müssen wir sowieso gewinnen. Wenn wir nur drei Unentschieden holen, wird das nicht reichen, da bin ich mir sicher", sagte der Routinier.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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