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Nach der Zeit beim FC Bayern: Sollte Jérôme Boateng seine Karriere beenden?

PRO & KONTRAEntscheidung über Zukunft  

Boateng macht das einzig Richtige

Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

02.08.2021, 12:02 Uhr
Nach der Zeit beim FC Bayern: Sollte Jérôme Boateng seine Karriere beenden? . Weltmeister, zweimaliger Champions-League-Sieger und neunfacher Deutscher Meister: Jérôme Boateng, der nach zehn Jahren beim FC Bayern auf Klubsuche ist. (Quelle: imago images/Poolfoto)

Weltmeister, zweimaliger Champions-League-Sieger und neunfacher Deutscher Meister: Jérôme Boateng, der nach zehn Jahren beim FC Bayern auf Klubsuche ist. (Quelle: Poolfoto/imago images)

Der Saisonstart in Europas Topligen steht bevor und Weltmeister Jérôme Boateng hat immer noch keinen neuen Verein. Sollte er die Konsequenzen ziehen?

Nach zehn Jahren beim FC Bayern hat Jérôme Boateng keinen neuen Vertrag bekommen – nun ist er seit Monaten auf Vereinssuche. Die neuesten Gerüchte drehen sich um ein mögliches Engagement beim FC Sevilla, wo Verteidiger Jules Koundé vor einem millionenschweren Wechsel zum FC Chelsea steht.

Auch Lazio und die AS Rom sollen sich um Boateng bemüht, allerdings nicht sein Interesse an einem Wechsel in die Serie A geweckt haben. Und in der Bundesliga gibt es immer wieder Spekulationen über eine Rückkehr zu Hertha BSC, wo auch Boatengs Halbbruder Kevin-Prince einen Neuanfang wagt.

Angeblich will Boateng, der in seiner Karriere vom Weltmeistertitel bis zum Champions-League-Pokal alles gewonnen hat, weiter in der Champions League spielen. Die ganz großen Klubs klopfen aber offenbar nicht mehr an.

Sollte Jérôme Boateng einfach seine Karriere beenden?

Robert Hiersemann

Head of Fußball und Sport

Pro

Ja, denn er hat alles erreicht

Jérôme Boateng ist Weltmeister, zweifacher Champions-League-Sieger, achtfacher Deutscher Meister und fünfmaliger DFB-Pokalsieger mit dem FC Bayern. Und auch im Ausland spielte er bereits. Der 32-Jährige hat alles erreicht. Einzig die Rückkehr zu seinem Heimatverein Hertha BSC hätte nun noch Sinn ergeben, um seine Weltkarriere abzurunden.

Doch von einem Wechsel nach Berlin scheint er nicht überzeugt zu sein, sonst hätte er dort schon längst unterschrieben. Der neue Hertha-Manager Fredi Bobic deutete bereits an, dass er den Innenverteidiger nur zu gerne zurück in die Hauptstadt holen würde. Zudem spielt mit Kevin-Prince Boateng seit diesem Sommer auch noch sein Halbbruder wieder für den Verein. Gemeinsam könnten die Brüder im blau-weißen Trikot Heldenstatus in Berlin erlangen.

Doch wenn Jérôme Boateng an dieser Rückkehr kein Interesse hat, dann sollte er besser komplett aufhören. Denn die absoluten Topklubs – auf die er wohl noch spekuliert – wollen ihn offensichtlich nicht verpflichten, und Kategorie-2-Vereine wie Sevilla sollte er sich besser nicht antun. Was hätte er dort zu gewinnen?

Mit ihm assoziiert man seit Jahren die ganz großen Titel und eben seine Heimat Berlin – und dabei sollte es auch bleiben.

Florian Wichert

Stellvertretender Chefredakteur

Kontra

Nein, Boateng kann noch mal durchstarten

Er sprintet auf dem Laufband, macht Dauerläufe am Strand, trainiert mit seinem früheren Mitspieler Franck Ribéry oder schuftet mit einem persönlichen Fitnesstrainer: Wer verfolgt, was Jérôme Boateng bei Instagram teilt, kann nur einen Eindruck gewinnen: der Mann hat richtig Bock, seine Karriere fortzusetzen und noch mal anzugreifen. Und zwar auf dem allerhöchsten Level.

Die Interessenten an einer Verpflichtung? Aktuell sind das der FC Sevilla, Lazio, AS Rom und Hertha BSC. Das ist zum einen eine Kategorie zu klein für Boateng, zum anderen ist das Transferkarussell in diesem Sommer noch gar nicht richtig angesprungen. Boateng macht das einzig Richtige: abwarten, was sich bei den Topklubs tut. Wo kann er Champions League spielen, wo Titel gewinnen?

Es gibt eigentlich nur eine Option, die wirklich absurd ist: ein Karriereende. Dafür ist er mit 32 Jahren zu motiviert und jung. Giorgio Chiellini mit 36 und Leonardo Bonucci mit 34 sind gerade mit Italien Europameister geworden. Thiago Silva hat mit 36 Jahren die Champions League mit Chelsea geholt und Sergio Ramos' Wechsel von Real zu Paris im Alter von 35 Jahren ist der spektakulärste Transfer des Sommers. Erfahrung ist alles – und die wird Boateng noch ein paar erfolgreiche Jahre auf höchstem Niveau bescheren.

Wer hat recht?

Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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