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Frohes Fest fĂŒr Frankfurt: Halbjahr endet fulminant

Von dpa
Aktualisiert am 19.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Eintracht Frankfurt kann zufrieden in die Winterpause gehen.
Eintracht Frankfurt kann zufrieden in die Winterpause gehen. (Quelle: Arne Dedert/dpa./dpa)
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Frankfurt/Main (dpa) - Zwischen dem 7. November und dem vierten Advent liegen nur sechs Wochen. Bei Eintracht Frankfurt hat sich in dieser Zeit aber tatsÀchlich alles geÀndert.

Saß Sportvorstand Markus Krösche damals noch im Sport1-"Doppelpass" und musste sich vehement rechtfertigen, warum er nicht lĂ€ngst den Abstiegskampf ausgerufen hat, wirkt diese Debatte heute fast albern. Frankfurts Zwischenbilanz vor Weihnachten lautet: Gruppensieger in der Europa League und nach furiosem Lauf auch in der Bundesliga auf einem internationalen Platz. "Das ist eine außergewöhnliche Ausbeute. Wir sind sehr zufrieden", sagte der strahlende Krösche nun nach dem 1:0-Sieg gegen den FSV Mainz 05.

Den spĂ€ten 2:1-Sieg bei Greuther FĂŒrth, der sich am Abend von Krösches Besuch in der TV-Talksendung ereignete, bezeichnete der Nachfolger von Fredi Bobic nun als eine Art SchlĂŒsselspiel fĂŒr die folgende Erfolgsserie. Sechs von sieben Bundesliga-Spielen hat die Eintracht zuletzt gewonnen. Genauso gut war in diesem Zeitraum nur Meister FC Bayern MĂŒnchen.

Team hat sich entwickelt

"Nach der Hinrunde ziehe ich fast ein ĂŒberragendes Fazit. Nachdem wir zunĂ€chst viele ZĂ€hler liegengelassen haben, mit 27 Punkten in die Winterpause zu gehen, steht fĂŒr die Entwicklung der Truppe", sagte KapitĂ€n Sebastian Rode nach dem verdienten Erfolg im Rhein-Main-Derby. Und Oliver Glasner macht seinen kurzen Abstecher in die Sonne nicht mehr als Wackelkandidat, sondern als gefestigter Chefcoach mit aussichtsreicher Perspektive fĂŒr 2022.

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"Ich gehe mit großer Freude und großem Stolz auf die Spieler in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub", sagte Glasner, der erst in den SĂŒden und dann zu seiner Familie nach Österreich reisen möchte. Am 30. Dezember geht es dann am Main weiter. Die Ziele fĂŒr das nĂ€chste Jahr sind klar umrissen: den Europa-Kurs in der Bundesliga wahren und im Lieblingswettbewerb Europa League möglichst einen Lauf hinlegen, der mit dem von 2019 vergleichbar ist, als die Eintracht bis ins Halbfinale kam.

Dass die Eintracht sich in wenigen Wochen von der Abstiegszone in die Europa-RĂ€nge mit nur einem Punkt RĂŒckstand auf die Champions League katapultiert hat, ĂŒberrascht auch die Verantwortlichen. "Das ist auf jeden Fall schön, aber nur eine Momentaufnahme. Wir mĂŒssen als Gruppe weiter sehr gut funktionieren", sagte Krösche. Große Transfers sind im Winter nicht geplant. Das Hauptaugenmerk dĂŒrfte darauf liegen, den begehrten und schwer ersetzbaren FlĂŒgelspieler Filip Kostic trotz erneuter Angebote zumindest bis zum Saisonende zu halten.

Krösche euphorisch

Ein Halbjahr, das fĂŒr die Hessen mit einer desaströsen Pokalpleite bei Waldhof Mannheim und einem drohenden Rechtsstreit ĂŒber die Zuschauerzulassung begann, endet nun mehr als friedlich. Im Januar und Februar hat Glasner dann auch erstmals mehr Zeit, weil es durch den direkten Achtelfinaleinzug erst im MĂ€rz mit dem Europapokal weitergeht. Gefragt, ob er sich darauf freue, wurde Krösche regelrecht euphorisch: "NatĂŒrlich freuen wir uns. Wir haben den geilsten Job der Welt." Vor Glasner hatte sich der FunktionĂ€r im vergangenen halben Jahr stets gestellt - egal, wie laut die Kritik im Umfeld war.

Bevor die hohen sportlichen Ziele aber wieder in Angriff genommen werden, ermuntert Glasner seine Akteure, in der Weihnachtszeit abzuschalten. "Es ist ein sehr, sehr dichtes Programm. Jetzt sollen sie mal zehn Tage den Fußball Fußball sein lassen. Sie sollen sich ĂŒber Dinge freuen, die sonst oft zu kurz kommen", sagte der Österreicher. Das hat Glasner auch selbst vor.

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