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BVB-Kaderumbau: Mit mehr MentalitÀt nÀher an die Bayern

Von dpa
Aktualisiert am 11.05.2022Lesedauer: 3 Min.
TopstĂŒrmer Erling Haaland wird den BVB verlassen.
TopstĂŒrmer Erling Haaland wird den BVB verlassen. (Quelle: Tom Weller/dpa./dpa)
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Dortmund (dpa) - Auf der Baustelle in Dortmund gibt es markante Fortschritte, aber noch immer reichlich zu tun. Beim nĂ€chsten Versuch, nĂ€her an den FC Bayern MĂŒnchen heranzurĂŒcken, soll der Kader weiter umgebaut werden.

Nach den Transfers von Niklas SĂŒle, Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi nimmt Borussia Dortmund weitere Fußball-Profis ins Visier, die das Niveau anheben und dem Team eine neue leidige MentalitĂ€tsdebatte ersparen sollen. Coach Marco Rose gab schon vor Tagen die Richtung vor: "Ziel ist es, eine Gruppe zu schaffen, die in der Lage ist, große Spiele zu gewinnen. Wir wollen uns so ausrichten, dass wir nach und nach die Chance habe, ganz oben anzugreifen."

Peinliche und frĂŒhe Knockouts in Europa und im DFB-Pokal und die wachsende Distanz der Fans zur Mannschaft haben Spuren hinterlassen. Zu selten war der im Eingang zum Kabinentrakt an den WĂ€nden festgehaltene Arbeitskodex "Bedingungsloser Einsatz", "leidenschaftliche Besessenheit", "Dienst an der Mannschaft" auf dem Platz auch zu sehen. "Ich hatte nicht das GefĂŒhl, das die Mannschaft in diesem Jahr alles aus sich herausgepresst hat", klagte BVB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Hans-Joachim Watzke unlĂ€ngst bei einem "Ruhr Nachrichten" und im "Radio 91,2"-Talk.

Adeyemi: Bin kein Haaland-Nachfolger

Beim avisierten Umbau des Kaders ist Michael Zorcs Nachfolger Sebastian Kehl gleich in seinem ersten Jahr als Sportdirektor mĂ€chtig gefordert. Vorrangige Aufgabe in den kommenden Wochen ist die Suche nach einem Nachfolger fĂŒr Torgarant Erling Haaland, der nach monatelangen Spekulationen zu Manchester City wechselt. Adeyemi will es nicht sein. "Es ist Ă€hnlich wie in Salzburg, als ich in die erste Mannschaft gekommen bin. ZufĂ€lligerweise war es wieder Erling Haaland, wo die Leute denken, dass ich der Nachfolger bin - aber das will ich ausschließen, weil ich ein ganz anderer Spieler bin", kommentierte Adeyemi am Mittwoch in Salzburg.

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In Dortmund gilt der 20-JĂ€hrige ohnehin eher als verspĂ€tete Antwort auf den Abgang von Jadon Sancho im vergangenen Sommer zu Manchester United. Deshalb werden weiterhin Namen wie Sebastian Haller (Ajax Amsterdam), Hugo Ekitike (Stade Reims) und Adam Hlozek (Sparta Prag) gehandelt. Kehl beschrieb das Anforderungsprofil fĂŒr den vermeintlichen Haaland-Ersatz: "Wir brauchen eine hohe VerlĂ€sslichkeit, dass wir konkurrenzfĂ€hig sind. Tempo ist wichtig im modernen Fußball, wir brauchen aber auch ein gewisse Körperlichkeit."

Ob der BVB auch auf anderen Positionen wie im defensiven Mittelfeld oder der linken defensiven Außenbahn nachbessert, wird vom Verkauf anderer Profis wie Nico Schulz oder Manuel Akanji abhĂ€ngen. Gutverdiener Schulz gilt nach langem Reservistendasein als schwer vermittelbar, Innenverteidiger Akanji werden Kontakte zu Manchester United nachgesagt. Ob auch Raphael Guerreiro ein Verkaufskandidat ist, bleibt vorerst offen.

Keine Kampfansagen

Vermeintliche BVB-Wunschkandidaten wie Xaver Schlager (Wolfsburg), Ramy Bensebaini (Mönchengladbach) oder David Raum (Hoffenheim) wĂ€ren wohl nur bei entsprechenden Transfererlösen zu finanzieren. Roman BĂŒrki, Axel Witsel, Marcel Schmelzer, Reinier und Marin Pongracic stehen als AbgĂ€nge bereits fest.

Trotz der Transferoffensive hĂ€lt sich Watzke mit Kampfansagen an den FC Bayern zurĂŒck. "Wir waren in den vergangenen zwölf Jahren zweimal Meister und sechsmal Vizemeister. Das fĂ€nden die 16 Vereine hinter uns bestimmt cool", sagte er mit Bezug auf die hohe Erwartungshaltung. Doch auch beim GeschĂ€ftsfĂŒhrer wĂ€chst die Sehnsucht nach einem großen Titel: "Zehn Jahre hintereinander derselbe Meister, das darf nicht ewig so weiter gehen."

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