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Warum Borussia Dortmund nur in der Champions League glänzt


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Warum der BVB nur in der Königsklasse glänzt

Von t-online
Aktualisiert am 23.10.2014Lesedauer: 4 Min.
Erfolgserlebnis in der Königsklasse: BVB-Trainer Jürgen Klopp und sein Aushilfs-Linksverteidiger Sokratis.
Erfolgserlebnis in der Königsklasse: BVB-Trainer Jürgen Klopp und sein Aushilfs-Linksverteidiger Sokratis. (Quelle: dpa-bilder)
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von Patrick Brandenburg

"Ich glaube nicht, dass uns Mannschaften wie Galatasaray, Arsenal oder Anderlecht ungenügend kennen", schwächte Klopp ab - nur um dem Journalisten dann auf Umwegen doch Recht zu geben: "Galatasaray ist eine Fußball spielende Mannschaft".


Champions League: Die besten Bilder der Spiele vom BVB und Leverkusen

Borussia Dortmund will bei Galatasaray Istanbul im dritten Gruppenspiel den dritten Sieg einfahren.
Durch zwei frühe Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang geht der BVB schnell in Führung.
+10

Übersetzt heißt das: Der türkische Vizemeister teilt den Anspruch der meisten Königsklassen-Teams, es zunächst in Schönheit und mit Ideen zu versuchen, anstatt sich wie Köln oder Hamburg in der Abwehr einzumauern und geduldig auf die Fehler der Borussia zu warten, die so sicher kommen wie die nächste Winterpause. Eine lobenswerte Strategie, aber recht naiv.

"Wir durften heute spielen, wie wir wollen"

Auf insgesamt 58 Prozent Ballbesitz brachte es das Team des früheren italienischen Nationaltrainers Cesare Prandelli - wohl gemerkt: die Verlierer-Mannschaft. Der BVB machte es dagegen wie in alten, besseren Zeiten - er ließ Ball und Gegner laufen und schlug dann mit einer Effizienz zu, die es auch schon in den ersten beiden Vorrundenpartien auf europäischer Ebene, aber so gut wie nie in dieser Bundesliga-Saison zu bewundern gab.

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"Wir werden uns nie beugen"

"Wir durften heute spielen, wie wir wollen", freute sich Klopp freimütig über die Aufbauhilfe. "In der Champions League ist es ein anderes Spiel. Wir haben hier mehr Raum für unsere Konter", stimmte der stark formverbesserte Mats Hummels ein.

Aubameyang nutzt die Freiräume

"Das frühe Tor kam uns natürlich zupass", fügte Klopp außerdem hinzu und wies auch hier auf einen bedeutenden Unterschied hin: Wie schon in Anderlecht gelang dem BVB ein sehr früher Treffer, der die nötige Ruhe brachte nach den Krisenwochen. Der erste Durchgang in Istanbul war nicht einmal zur Hälfte rum, da führten die Gäste durch die Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (7., 18. Minute) bereits mit 2:0. Dortmunds Trainer hatte den Gabuner überraschend in die Spitze beordert.

Dank der Räume, die Galatasary ließ, funktionierte das um Vieles besser als zuletzt mit den beiden Angreifern Ciro Immobile und Adrian Ramos, die sich in der Liga abwechselten. Mit ein wenig Glückt hätte Aubameyang sogar einen Dreierpack erzielen können. Nur der Torpfosten war dagegen (31.).

Klopps Plan mit drei Innenverteidigern

Die andere Umstellung im Vergleich zur Bundesliga war mindestens genauso wichtig, obwohl sie eher dem Zufall geschuldet war: Weil Nationalspieler Erik Durm nicht rechtzeitig fit wurde, musste Sokratis auf der linken Seite in der Viererkette aushelfen. Eine weltmeisterliche Lösung sozusagen, denn auch die DFB-Elf war mit geballter Innenverteidiger-Power in Brasilien so erfolgreich.

Sokratis hatte auf der ungewohnten Position anfangs einige Wackler, fand dann aber in die Partie. Insgesamt stand die Abwehr jedenfalls bedeutend sicherer als zuletzt. "Ich bin sehr glücklich, dass diese Variante funktioniert hat", sagte Klopp erleichtert. "Ich habe Papa‘ schon im Spaß gesagt, dass er sich auf der Stelle jetzt festgespielt hat. Gut möglich, dass wir das künftig noch öfters probieren."

Subotic und Hummels bremsen Gala-Offensive aus

Weil auch Neven Subotic nach anfänglicher Nervosität in die Spur fand und Kapitän Hummels sich auf seine Defensivaufgaben konzentrierte anstatt beim Aufbauspiel einzugreifen, sprang am Ende keine einzige Großchance für die Gastgeber raus. Nicht einmal Holland-Star Wesley Sneijder konnte zu einem seiner gefährlichen Distanzschüsse ansetzen, die noch Samstag beim Derby-Sieg über Fenerbahce im Doppelpack zu bewundern waren.

"Wir sind weit weg von der Perfektion. Aber wir haben tiefer gestanden und das heute auch neunzig Minuten durchgezogen", analysierte Klopp nach der Partie und freute sich über den Fortschritt seiner Mannschaft. Null Gegentore in der Champions League stehen nun 14 in der Bundesliga gegenüber.

Mchitarjan und Reus bärenstark

Selbstverständlich half auch, dass gleich mehrere BVB-Spieler einen Sahnetag erwischten, was angesichts der Vorgeschichte nicht selbstverständlich war. Endlich wieder kreative Ideen, endlich wieder Torchancen! Vor allem Henrich Mchitarjan stach heraus. Er lieferte eines seiner besten Spiele in Schwarz-Gelb. Die ersten beiden Tore entstanden im Kopf des Armeniers, der so ein unfassbares Gespür für Räume haben kann. Die Exekution seiner Ideen war dann bei Reus, Lukasz Piszczek und schlussendlich bei Aubameyang in besten Händen.

Auch Reus zeigte eine klasse Leistung und krönte diese durch den tollen Distanzkracher, der sich unhaltbar für Keeper Fernando Muslera ins Netz senkte (41.). "Manchmal braucht man auch Glück, damit so ein Ball mal reingeht", sagte Klopp. Auch Fortune fehlte dem BVB zuletzt in der Liga. Zum Schluss machte Ramos den Deckel auf die Partie (83.), Joker Ilkay Gündogan sicherte sich nach seiner 14 Monate langen Verletzungspause seinen ersten Assist der Saison.

Trendwende in der Bundesliga im Blick

Für Dortmund ergibt sich nun die skurrile Situation, auf heimischem Boden in den Schlund der Abstiegszone zu starren und in Europa nach der Hälfte der Distanz fast auf Achtelfinalkurs zu sein. Bei Twitter erfreuen sich die Fans von Schwarz-Gelb, die gerne mit dem Gründungsjahr 1909 des Klubs spielen, bereits an der optisch perfekten Zwischenbilanz von "09 Punkten, 09 Punkten und 09 Toren" in der Königsklasse.

Aber natürlich gilt schon seit Schlusspfiff in Istanbul alle Konzentration dem Projekt: Trendwende Bundesliga. "Wir werden keine Räume mehr zulassen. Wir müssen bereit sein für dreckige Siege", kündigte Klopp bereits angriffslustig an für das anstehende Heimspiel gegen Hannover 96. Aber vermutlich weiß er: Das wird alles sehr viel schwieriger als in der Champions League.

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