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Analyse zum Spiel gegen Liverpool: Warum Bayern stolz auf das Remis sein kann


Warum Bayern stolz auf das Remis sein kann

Von Constantin Eckner

Aktualisiert am 20.02.2019Lesedauer: 2 Min.
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Waren zufrieden: Die Spieler des FC Bayern. (Quelle: ULMER Pressebildagentur/imago-images-bilder)
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Nicht wenige waren überrascht, wie stark der FC Bayern in Liverpool auftrat. Vom gefährlichen Sturm-Trio der "Reds" war wenig zu sehen. Das hatte klare Ursachen.

Dem bisherigen Saisonverlauf geschuldet ging Bayern München als Außenseiter ins Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Liverpool. Doch der deutsche Rekordmeister hielt sich trotz großen Drucks schadlos gegen den Weltklassesturm der Engländer und erreichte ein torloses Remis. Das lässt hoffen für das Rückspiel in München.

Dem Pressing widerstanden

Wie eine klassische Jürgen-Klopp-Mannschaft konzentrierte sich Liverpool auch am gestrigen Abend sehr stark auf das eigene Pressing. Die "Reds" wollten den Spielaufbau der Bayern weitestgehend neutralisieren. Dazu stellten sie oftmals in Manndeckung den Bundesligisten zu und attackierten unablässig Torhüter Manuel Neuer. Phasenweise verhielt sich Liverpool jedoch auch zurückhaltender und bewachte lediglich die Passwege. Das war wohl dem Respekt den Bayern gegenüber geschuldet.

Und das nicht zu unrecht. Denn die Bayern zeigten eine fast makellose Leistung bei Ballbesitz am und im eigenen Strafraum. Sie griffen im richtigen Moment zum langen Ball, befreiten sich aber auch mehrfach aus der engen Bewachung mit riskanten und anspruchsvollen Pässen. Damit ging ein Konzept Liverpools nicht auf.

Die Endverteidigung hält

Trotzdem drangen die Engländer immer wieder in den Strafraum der Bayern ein, zwangen jedoch Neuer selten zu einer Parade. Nach der ersten Halbzeit hatte Liverpool zehn Schüsse abgegeben, nur einer davon ging auf das Tor der Bayern. In der zweiten Halbzeit kam nur ein weiterer hinzu.

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Die viel gescholtene Endverteidigung der Münchner hielt dem Druck weitestgehend stand. Immer wieder bekamen Mats Hummels und Co. einen Fuß dazwischen oder setzten die Liverpooler Angreifer derart unter Druck, dass diese überhastet den Torabschluss suchten.

Dass die Bayern den Sturmlauf Liverpools nicht zu jedem Zeitpunkt unterbinden konnten, war zu erwarten. Das Pressing ist immer noch nicht auf dem Niveau früherer Zeiten und wurde dieses Mal durch eine tiefere Grundpositionierung kompensiert. Aber dass die Verteidigung gegen Weltklassespieler wie Mohamed Salah und Sadio Mané standhalten würde, hat wohl so manchen überrascht und kann die Anhänger der Bayern für das Rückspiel hoffen lassen.

Die Erkenntnisse fürs Rückspiel

So erfreulich das 0:0 an der Anfield Road ist, so gefährlich kann ein solches Ergebnis aufgrund der Auswärtstorregel sein. Sollte Liverpool im Rückspiel in München einen Treffer erzielen, muss der deutsche Rekordmeister viel mehr Risiko eingehen. Die Defensivleistung der Bayern war vielversprechend, aber offensiv blieben sie über weite Phasen blass.

In diesen Grundformationen spielten beide Teams.
In diesen Grundformationen spielten beide Teams.

Die langen Schläge von Neuer wurden selten genutzt. Die Raumaufteilung passte nicht, um Abpraller einzusammeln und direkt Angriffe in der Hälfte Liverpools zu unternehmen. Auch die Unterstützung der Flügelstürmer ließ teilweise zu wünschen übrig. Klopp musste aufgrund von Sperren und Verletzungen auf eine Not-Innenverteidigung zurückgreifen, die jedoch zu selten von den Bayern getestet wurde. Daran muss Cheftrainer Niko Kovač bis zum Rückspiel arbeiten.

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