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DFB-Pokal: Drama beim 1. FC Nürnberg – HSV gewinnt im Elfmeterschießen

DFB-Pokal am Dienstag  

Drama in Nürnberg: Hamburg gewinnt im Elfmeterschießen

27.10.2021, 07:53 Uhr | t-online, dpa, np

DFB-Pokal: Drama beim 1. FC Nürnberg – HSV gewinnt im Elfmeterschießen. Die geballte Siegerfaust: HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes jubelt über das Weiterkommen. (Quelle: imago images/Zink)

Die geballte Siegerfaust: HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes jubelt über das Weiterkommen. (Quelle: Zink/imago images)

Der 1. FC Nürnberg ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Franken mussten sich nach Elfmeterschießen dem HSV geschlagen geben. 

Der Hamburger SV hat sich in einem rassigen XXL-Duell gegen den 1. FC Nürnberg ins Achtelfinale des DFB-Pokals gezittert. Im von zwei minutenlangen Verletzungspausen überschatteten Cup-Fight voller Emotionen setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Walter am Dienstagabend erst im Elfmeterschießen mit 4:2 beim ebenbürtigen Zweitligarivalen durch. Die Nürnberger Lino Tempelmann und Asger Sörensen vergaben vor 19 267 Zuschauern ihre Strafstöße.

Nach 120 packenden Minuten hatte es 1:1 (0:1) gestanden. Jonas David hatte den offensiv zwingenderen HSV in der 45. Minute in Führung geschossen, Taylan Duman (59.) bescherte dem FCN den Ausgleich.

Eine bittere Rückkehr erlebte der langjährige "Club"-Linksverteidiger Tim Leibold. Der 27-Jährige wurde bei jeder Aktion ausgepfiffen und verletzte sich nach einem Zweikampf an der Seitenlinie mit Tom Krauß auch noch am rechten Knie. Leibold musste lange behandelt werden und wurde in der 22. Minute mit vor sein Gesicht geschlagenen Händen auf einer Trage in den Stadioninnenraum gebracht.

So lief das Spiel

Die Traditionsvereine gaben von Beginn an Gas. Johannes Geis (28.) hatte mit einem Schuss aus rund 18 Metern die erste dicke Nürnberger Chance. Danach drängte der Hamburger SV. Der für Stammkeeper Christian Mathenia aufgebotene Carl Klaus entschärfte gekonnt gegen Thomas Doyle (35.) und gegen Ludovit Reis (44.). Beim Kopfballtor von Verteidiger David war der starke FCN-Keeper machtlos.

Tim Walter: Der HSV-Coach musste mit seinem Team ins Elfmeterschießen.  (Quelle: dpa/Daniel Karmann)Tim Walter: Der HSV-Coach musste mit seinem Team ins Elfmeterschießen. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Die zweite Hälfte begann mit dem nächsten beängstigenden Moment. Krauß und Leibolds Ersatz Miro Muheim krachten zusammen (46.). Referee Bastian Dankert winkte sofort die Sanitäter herbei, um den zunächst offensichtlich regungslosen Nürnberger behandeln zu lassen. Krauß wurde abtransportiert.

Mit einer herrlichen Direktabnahme markierte Krauß-Ersatz Duman den Ausgleich. HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes rettete reaktionsschnell gleich zweimal gegen Lino Tempelmann (89., 98.). Die Entscheidung brachte schließlich der Elfmeter-Thriller-

Auch Freiburg muss ins Elfmeterschießen

Auch der SC Freiburg hat sich erst im Elfmeterschießen beim Drittligisten VfL Osnabrück durchgesetzt. Der Sportclub erreichte mit einem unerwartet mühsamen 3:2 nach Elfmeterschießen das Achtelfinale. Nach der Verlängerung hatte es 2:2 (1:1, 1:0) gestanden. SC-Torhüter Benjamin Uphoff hielt drei Elfmeter.

Keven Schlotterbeck (120.) hatte Freiburg kur vor Ende der Verlängerung in die Elfmeterduelle gerettet. Zuvor hatte Sebastian Klaas mit seinem Treffer in der 108. Spielminute den VfL ganz nach an den Sieg herangebracht. Die Niedersachsen hatten mit der letzten Aktion der regulären Spielzeit durch einen Treffer von Lukas Gugganig (90.+7) den Ausgleich erzwungen. Torschütze für die Gäste war Vincenzo Grifo, der in der 33. Minute einen Patzer von Torhüter Philipp Kühn nutzte. Osnabrücks Ba-Muaka Simakala (116.) sah kurz vor Schluss der hektischen Verlängerung noch Gelb-Rot.

Von der ersten Minute zeigte der Bundesliga-Dritte die gefälligere Spielanlage, doch am nötigen Tempo fehlte es zunächst. Vor 11.530 Zuschauern an der Bremer Brücke fand der Zweitliga-Absteiger immer wieder genug Zeit, sich rechtzeitig nach hinten zu orientieren.

Der langsame Spielaufbau passte Streich überhaupt nicht. Immer wieder forderte der Freiburger Coach mit eindeutigen Gesten seine Schützlinge dazu auf, die Schlagzahl zu erhöhen. Die Niedersachsen hingegen waren bemüht, durch ruhiges Passspiel die technische Überlegenheit der in der Liga noch ungeschlagenen Breisgauer auszugleichen.

In der Offensive fand der Drittliga-Vierte, der in der ersten Runde Bundesliga-Absteiger Werder Bremen aus dem Wettbewerb geworfen, bis zur Pause kaum statt. Mit einer Ausnahme: In der 36. Minute scheiterte VfL-Torjäger Marc Heider aus kurzer Distanz freistehend an Uphoff, der im Pokal Stammkeeper Mark Flekken vertreten durfte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Dominanz der Schwarzwälder, die erst vor drei Tagen in der Bundesliga beim Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg mit 2:0 gewonnen hatten, wenig. Die Norddeutschen hatten kaum Ballbesitz und kamen nur selten zu Gegenattacken.

Doch nach einer knappen Stunde ergab sich ein anderes. Nun erhöhten die Platzherren den Druck, wurden aber dadurch anfälliger für Konter. Lukas Kübler (61.) verpasste nach schnellem Umschalten nur knapp einen zweiten Treffer für Freiburg in der regulären Spielzeit. Danach wurde es dramatisch.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur SID

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