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"Supermecano" war gestern

  • David Digili
Von David Digili

Aktualisiert am 28.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Szene aus dem 0:5 gegen Gladbach: Bayerns Upamecano (li.) läuft Borussia-Angreifer Hofmann nur hinterher.
Szene aus dem 0:5 gegen Gladbach: Bayerns Upamecano (li.) läuft Borussia-Angreifer Hofmann nur hinterher. (Quelle: Moritz Müller/imago-images-bilder)
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Beim 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach fiel er auf – aber nicht positiv: Bayerns Dayot Upamecano spielt eine wechselhafte Saison. Die Stärke aus Zeiten bei RB Leipzig fehlt ihm noch – nicht erst seit dem Aus im DFB-Pokal.

Da saß Dino Toppmöller und versuchte zu retten, was kaum noch zu retten war nach dem 0:5 des FC Bayern München im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach. Der Assistenztrainer, der den an Corona erkrankten Julian Nagelsmann als Chef vertrat, gab sich auf der Pressekonferenz nach dem Debakel alle Mühe, Bayern-Abwehrspieler Dayot Upamecano zu verteidigen.

Der französische Nationalspieler war bei der Klatsche für den Rekordmeister vielleicht der auffälligste Spieler – aber nicht im positiven Sinne: Upamecano lief ein ums andere Mal den Gladbacher Angreifern nur hinterher, wirkte fahrig in den Aktionen, war so ein ständiger Unruheherd vor dem eigenen Tor. "Upamecano war gestern noch 'Supermecano', heute macht er kein gutes Spiel", sagte Toppmöller mit Blick auf die letzten, vermeintlich besseren Auftritte von "Upa" im Trikot des FCB.

Bei Bayern zeigt Upamecano noch zu selten sein Können

Die Wahrheit ist aber eine andere: Upamecano, der 42,5 Millionen Euro teure Neuzugang von RB Leipzig, scheint aktuell das größte Sicherheitsrisiko in der Defensive des FC Bayern München.

Denn Aussetzer wie gegen Gladbach ziehen sich bereits durch die ganze Saison. Die schlafwandlerische Ruhe, die Abgeklärtheit, die Zweikampfstärke und das Durchsetzungsvermögen, mit dem Upamecano über Jahre bei RB Leipzig beeindruckte? All das, was ihn zum Star machte und bei europäischen Spitzenklubs wie Manchester United oder dem FC Barcelona in den Fokus rücken ließ? Bei den Bayern bisher viel zu selten zu sehen.

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Nagelsmann: "Das passiert"

Das zeichnete sich schon früh ab: Direkt beim 1:1 zum Saisonstart – ironischerweise auch gegen Gladbach – wackelte der französische Nationalspieler, hatte gleich zweimal Glück, dass sein ungestümes Einsteigen nicht mit einem Elfmeter bestraft wurde. "Ich fand die Noten, die er gekriegt hat – oder auch die Diskussionen über seine Leistung –, nicht ganz gerechtfertigt", verteidigte Nagelsmann den Neuzugang direkt nach dem Bundesligaauftakt. "Ich fand nicht, dass er der schlechteste Spieler der Mannschaft war, so viel steht mal fest." Und weiter: "Er ist ein junger Spieler, der erst mal reinkommen muss und auch ein bisschen nervös ist vor dem ersten Spiel.“

Problem dabei nur: Diese Nervosität konnte Upamecano bis heute nicht ganz abstellen. Zwar hatte der bullige Innenverteidiger auch starke Vorstellungen – in der Champions League gegen Dynamo Kiew und den FC Barcelona, oder im Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen mit einer Weltklasse-Vorlage –, doch die Leistungen scheinen viel zu schwankend, um aktuell dem Anspruch des deutschen Rekordmeisters voll gerecht werden zu können.

Noch vor wenigen Wochen, beim 1:2 gegen Eintracht Frankfurt, sah Upamecano erst beim Ausgleich der Hessen durch Martin Hinteregger nicht gut aus, hatte dann auch immer wieder große Probleme mit Frankfurt-Star Filip Kostic. Erneut sprang ihm Nagelsmann zur Seite: "Upa hat viele gute Spiele gemacht, heute mal ein bisschen schwächeres. Das passiert.“

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Nach dem 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach scheint klar: Schwächere Spiele sollten Dayot Upamecano besser nicht mehr passieren.

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