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Deutschland - Schottland: Sturm der Wut gegen die RTL-Übertragung


Sturm der Wut gegen die RTL-Länderspiel-Übertragung

  • Lukas Martin
Von Lukas Martin

Aktualisiert am 08.09.2014Lesedauer: 3 Min.
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Bekamen auch ihr Fett weg: Moderator Florian König und Experte Jens Lehmann. Sie sollen die Gesichter der RTL-Übertragungen sein.
Bekamen auch ihr Fett weg: Moderator Florian König und Experte Jens Lehmann. Sie sollen die Gesichter der RTL-Übertragungen sein. (Quelle: dpa-bilder)
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Für die deutsche Nationalmannschaft sollte die EM-Qualifikation kein allzu schwerer Gang sein, für RTL könnte sie ein Desaster werden. Nach dem gestrigen Spiel gegen Schottland brodelt die Stimmung gegen den Sender: Unverschämt viel Werbung, kaum seriöse Informationen, ein langweiliger Experte und eine völlig überzogene Event-Inszenierung urteilen die Leser von t-online.de - und sind damit nicht alleine, auch in den sozialen Medien ist ein Wutsturm losgebrochen.

Von bisher über 50.000 Teilnehmern bei unserer Online-Umfrage (Stand 16 Uhr) sagen gut 80 Prozent, sie fanden die Übertragung "Unsäglich - die sollten schnell wieder die Öffentlichen ranlassen". Jeweils knapp 9 Prozent fanden sie gut oder ganz normal.


Deutschland - Schottland: Die besten Bilder vom Start in die Quali zur EM 2016

Weltmeisterliche Choreographie: Vor 59.000 Zuschauern im Dortmunder Signal-Iduna-Park startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Schottland in die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich. Die DFB-Fans präsentieren sich dabei in weltmeisterlicher Form und glänzen mit einer schicken Choreographie.
Team Deutschland: In Abwesenheit von Bastian Schweinsteiger streift sich Torwart Manuel Neuer die Kapitänsbinde über. Insgesamt schickt Bundestrainer Joachim Löw neun Weltmeister ins Rennen. Dazu darf BVB-Star Marco Reus in der heimischen Arena ran. Die große Überraschung in der Startelf ist aber...
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"Das war eine Werbesendung"

"Das war keine Fußball-, das war eine Werbesendung", machte Leser Peter W. seiner Wut bei den "t-online.de MorgenNews" Luft. "Schade, die Chance hat RTL vertan. Meine schlimmsten Befürchtungen, was die Massivität der Werbung angeht, wurden sogar noch übertroffen! ", meint "Buchstabendreher". "Hier geht es nicht um Fußball, sondern um schnelles Geld. Da macht es keinen Sinn, einzuschalten", schreibt "Raffel". Die Kritik an der Werbung fokussiert sich auf eine Szene. Bundestrainer Joachim Löw kommt nach dem Spiel zum Interview, bekommt einen Espresso angeboten, darf eine Frage beantworten - und schon wird ein mehrminütiger Werbeblock eingeschoben. "Es ist unerträglich, den Trainer für diese unsägliche Werbung 10 Minuten einfach dumm rumsitzen zu lassen", schreibt Leser "kpb".

Gerade diese Frage hat die Fans beschäftigt und sie haben bei RTL über Twitter nachgefragt: "Wurde der zweite Teil des Interviews aufgezeichnet?" fragte der Nutzer "Hoesel95". "Nein, das war live", antwortete RTL Kommunikation. Jetzt korrigiert RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer in der "Bild": "Der erste Teil des Interviews wurde live ausgestrahlt. Während der Werbepause für die TV-Zuschauer wurde weiter aufgezeichnet und der zweite Teil des Interviews dann nachgereicht. Das wurde im Tweet falsch wiedergegeben." Wie es auch gewesen ist: Bei den Zuschauern bleibt ein schlechter Eindruck hängen.

Jogi beim Make-Up

Für Informationen blieb zwischen der Werbung wenig Zeit: Die schottische Mannschaft wurde kaum vorgestellt, beklagen die Leser, in der Halbzeit war nur Zeit für eine Szene und einen kurzen Kommentar. Außerdem berichtete RTL nach Geschmack der Fußballfans zu abgehoben: Jogi Löw wurde in der Maske gezeigt, die EM-Quali wird hartnäckig "European Qualifiers" genannt, die Minuten vor dem Spiel von Moderator Florian König als "Inszenierung" bezeichnet.

Nervig auch die stundenlange "Vorberichterstattung" im Stile eines Endspiel-Countdowns - bei einem Spiel gegen Schottland: Überlange, emotionale Einspieler mit den Titelgewinnen der Nationalmannschaft, eine Stadionbegehung und der wertvolle Hinweis, dass hier, also genau hier, Jogi Löw auf seinem Trainerstuhl Platz nehmen wird. "Viel zu viel Show und Theatralik! Fußball ist auch ohne Violinenklänge spannend", schreibt "Bela". "Atze1511" meint: "Da man ja weiß, wie RTL Boxkämpfe überträgt (3 Stunden Vorbericht, 1 Stunde "gleich geht`s los", 20 Minuten Kampf usw.) habe ich bewusst erst zum Anpfiff eingeschaltet."

Nur einer kommt gut weg

Als einziger kommt der Kommentator des Spiels Marco Hagemann gut weg, ihn fanden die Leser ordentlich. Aber Moderator König, bekannt von der Formel 1, und Experte Jens Lehmann bekamen ihr Fett weg. 75 Prozent fanden sie langweilig, rund 7 Prozent bezeichneten sie als gut und weitere 18 Prozent auch nicht schlechter als ihre Kollegen von ARD und ZDF. "Jens Lehmann ist leider der Falsche...Keine Frage: Er hat das Wissen, weiß was sich hinter den Kulissen abspielt aber verzeihen sie mir....Er kommt mega-langweilig rüber", schreibt unser Leser "Sesselsportler".

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Die Krönung finden die Fußballfans, dass sie für eine Länderspiel-Übertragung auch noch zahlen sollen. Die Sendung ist nur auf dem Fernseher und nur in normaler Qualität frei zu empfangen. Wer Fußball in HD oder auf seinem Smartphone schauen will, wird abkassiert.

Quotentechnisch war das Länderspiel für RTL ein Erfolg: 11,7 Millionen verfolgten die zweite Halbzeit. Die Frage ist, ob das Image keinen Schaden bekommt - der Sender hat noch neun Quali-Spiele Zeit, das schlechte Bild zu korrigieren.

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