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Neues Trikot bringt DFB-Frauen kein Glück

Von sid, t-online
29.11.2016Lesedauer: 2 Min.
DFB-Akteurin Anja Mittag (li.) und die Norwegerin Nora Holstad Berge beim Zweikampf.
DFB-Akteurin Anja Mittag (li.) und die Norwegerin Nora Holstad Berge beim Zweikampf. (Quelle: dpa-bilder)
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Die deutschen Fußballerinnen haben einen glänzenden Abschluss ihres goldenen Olympia-Jahres verpasst. Mit einem Rumpfteam mussten sich die Olympiasiegerinnen im EM-Härtetest gegen Norwegen mit einem 1:1 (1:1) begnügen.

Siebeneinhalb Monate vor der Mission Titelverteidigung bei der Endrunde in den Niederlanden zeigte sich die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones offensiv spielfreudig, aber zu schwach in der Chancenverwertung und teils anfällig in der Defensive.


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"Wir wollten den Sieg und hatten genug Chancen. Nach dem Rückstand haben wir aber Moral bewiesen. Darauf können wir aufbauen", sagte Jones, der insgesamt 13 verletzte oder erkrankte Spielerinnen fehlten, im ZDF.

Vor 6031 Zuschauern in Chemnitz egalisierte Josephine Henning (32.) mit ihrem ersten Länderspieltor die frühe norwegische Führung durch Europas Fußballerin des Jahres Ada Hegerberg (13.). Nach dem erfolgreichen Start mit vier Siegen musste Jones, der insgesamt 13 verletzte oder erkrankte Spielerinnen fehlten, gegen den Vize-Europameister das erste Remis hinnehmen.

Henning: "Nicht unser Wunschergebnis"

"Es war ein tolles Spiel, aber nicht unser Wunschergebnis. Aber wir können eine Menge aus dem Spiel lernen", bilanzierte Torschützin Henning.

Im neuen weißen Trikot und mittlerweile gewohnten 4-4-2-System mit Mittelfeldraute wurde das deutsche Team bei Minustemperaturen früh eiskalt erwischt. Nach einem weiten Ball ging Innenverteidigerin Henning gegen Hegerberg zu zögerlich zu Werke, die Ex-Potsdamerin lief davon, umkurvte Torhüterin Almuth Schult und schob den Ball locker ins Tor. "Da habe ich nicht gut ausgesehen", sagte Henning.

Effektivität bleibt auf der Strecke

Die deutsche Mannschaft zeigte wie zuletzt offensiv viele gute Ansätze im Kombinationsspiel, ließ aber die nötige Effektivität zunächst vermissen. So scheiterte Außenverteidigerin Anna Blässe nach einer Flanke von Alexandra Popp bei einem Kopfball aus kurzer Distanz (15.).

Auf der Gegenseite verhinderte Schult gegen Lisa-Marie Utland einen noch höheren Rückstand (30.). Da aus dem Spiel heraus die Durchschlagskraft fehlte, musste ein Standard den Ausgleich bringen. Die aufgerückte Henning machte nach einem Freistoß von Spielführerin Dzsenifer Marozsan mit einem perfekt platzierten Kopfball neben den linken Pfosten ihren Fehler beim 0:1 wieder gut.

Simon debütiert

Nach der Pause ersetzte Jones Henning durch Kathrin Hendrich, die ihre Ansprüche auf einen Platz in der Startelf mit einem unaufgeregten Auftritt untermauerte. Im linken Mittelfeld kam die erstmals nominierte Carolin Simon zu ihrem ersten Einsatz im A-Team - bereits die fünfte Debütantin unter Jones.

Deutschland blieb in der Neuauflage des EM-Endspiels von 2013 (1:0) weiter im Vorwärtsgang. Vor allem Anja Mittag und Svenja Huth spielten sich mit schönen Kombinationen oft in den norwegischen Strafraum, beim letzten Ball fehlte aber die Präzision. Sorgen bereitete zudem eine Verletzung von Regisseurin Marozsan, die nach einem Zweikampf mit schmerzverzerrten Gesicht humpelnd das Feld verließ (68.). Pech hatte die nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Felicitas Rauch mit einem Pfostentreffer (82.).

Das erste große Ziel von Silvia Neids Nachfolgerin Jones ist der neunte EM-Titel im kommenden Sommer. In der Vorrunde in den Niederlanden bekommen es die DFB-Frauen in der Vorrunde mit Schweden, Italien und Russland zu tun.

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