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Zwei Patzer kosten DFB-Frauen den Sieg

Von sid
09.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Schaulaufen für den WM-Kader: Kathrin Hendrich kämpft mit Japans Jun Endo um den Ball.
Schaulaufen für den WM-Kader: Kathrin Hendrich kämpft mit Japans Jun Endo um den Ball. (Quelle: foto2press/imago-images-bilder)
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Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft beweist zwei Monate vor dem WM-Start eine gute Moral. Doch der Rückstand im Testspiel gegen Japan war jeweils vermeidbar.

Zwei dicke Patzer von Almuth Schult haben der neuen Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die Heimpremiere verdorben. Beim Härtetest zwei Monate vor WM-Start gegen Japan verschuldete die Nationaltorhüterin beim 2:2 (0:1) mit haarsträubenden Fehlpässen beide Gegentore.

Yui Hasegawa (35.) und Kumi Yokoyama (69.) nahmen die Geschenke dankend an. Kapitänin Alexandra Popp (53.) und Svenja Huth (72.) glichen im letzten Casting vor der Kader-Nominierung (14. Mai) jeweils aus.

Bierhoff: "Hohe Ziele, aber niedrige Erwartungen"

"Es ist blöd, das waren zwei richtige Scheiß-Pässe. Es ist gut, dass es jetzt passiert und nicht bei einem Turnier", sagte Schult. Für Torschützin Huth war es "wichtig, dass wir zweimal einen Rückstand aufgeholt haben – egal, wie die Gegentore zustande gekommen sind."

4804 Zuschauer in Paderborn, darunter Voss-Tecklenburgs Vorgänger-Trainer Horst Hrubesch und Oliver Bierhoff, sahen einen durchwachsenen Auftritt der Gastgeberinnen. Der DFB-Direktor Nationalmannschaften plädierte nach den vorherigen Erfolgen beim WM-Gastgeber Frankreich (1:0) sowie in Schweden (2:1) im ZDF mit Blick auf die WM für "hohe Ziele, aber niedrige Erwartungen", denn: "Wir haben eine sehr junge Mannschaft."

Schult nach Maserninfektion noch nicht in Top-Form

Das deutsche Team startete zunächst ordentlich und kam durch Lina Magull (7./8.) nach Eckstößen zu ersten Chancen. Doch weil es im Spielaufbau anschließend hakte, mussten Standards für Torgefahr sorgen. Einen direkten Freistoß von Dzsenifer Marozsan (25.) entschärfte die Torhüterin der "Nadeshiko", Chika Hirao.

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Ihr Pendant auf der Gegenseite präsentierte sich da weit weniger auf der Höhe. Ohne Bedrängnis unterlief Schult am Strafraumeck ein folgenschwerer Fehler, die lauernde Hasegawa schoss den Ball über die Wolfsburgerin hinweg ins Tor. Die 28-Jährige ist nach einer Maserninfektion zu Jahresbeginn bei weitem noch nicht wieder in Topform.

Popp beweist Kopfballstärke

Die mit ihren Schützlingen sichtlich unzufriedene Bundestrainerin reagierte und wechselte nach der Pause gleich drei frische Kräfte ein. Die Impulse wirkten, das DFB-Team begann zielstrebiger und belohnte sich. Nach einer Marozsan-Flanke stellte Popp bei ihrem 45. Tor im 95. Länderspiel wieder einmal ihre berüchtigte Kopfballstärke unter Beweis.

Weil Schult erneut ein unnötiger Fehler unterlief, wurde es wieder hektisch. Da aber auch Japans Keeperin patzte und eine Hereingabe von Turid Knaak fallen ließ, konnte Huth abstauben.


Ihre Generalprobe bestreiten die Olympiasiegerinnen am 30. Mai in Regensburg gegen den WM-Neuling Chile. Am 3. Juni fliegt das DFB-Team nach Rennes, wo fünf Tage später der Auftakt gegen China stattfindet. Die weiteren Gegner in Gruppe B sind Mitfavorit Spanien (12. Juni/Valenciennes) und Debütant Südafrika (17. Juni).

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